Werner Sperber
Die Platow Börse setzt auf die "Deals, Deals, Deals" von Evotec. Der Austria Börsenbrief wettet auf Bwin. Focus Money locken die Analystenschätzungen zur Homag Group. Der Hanseatische Börsendienst strahlt wegen der Chancen von Uranium SA. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse vermuten, das Motto des Evotec-Vorstandsvorsitzenden Werner Lanthaler sei "Deals, Deals, Deals!". Lanthaler habe den einst hoffnungslosen Biotechnologie-Konzern in den vergangenen 18 Monaten mit zahlreichen Kooperationen wieder in die Spur geführt. Jetzt kommentiert der Vorstandschef die Konsolidierung im Interview mit den Experten: "Die Cashblutung ist gestoppt." Zuletzt gelang es Lanthaler sogar, das Schlafmittel EVT 201 an einen chinesischen Partner auszulizenzieren. Der "strategische Treiber" für Wachstum sei vor allem die zugekaufte DeveloGen, welche das Evotec-Portfolio bei Mitteln gegen Stoffwechselerkrankungen verbreitert. Die Experten schätzen den Umsatz von Evotec in diesem Jahr auf 53 Millionen Euro oder sogar etwas mehr. Auf der Basis der aktuellen Kosten arbeitet der Konzern ab einem Erlös von 60 Millionen Euro profitabel, wobei Lanthaler diesen Umsatz für das nächste Jahr prognostiziert. Dabei besteht aufgrund von weiteren Deals und Meilensteinzahlungen noch Spielraum nach oben. Positive Nachrichten dürften den Aktienkurs weiter antreiben, weshalb erfahrene Anleger sich einige Anteilscheine bis zu Notierungen von 2,30 Euro kaufen sollten. Der Stopp-Loss sollte bei 1,95 Euro platziert werden.

Der Austria Börsenbrief: Bwin bleibt eine heiße Wette
Nach vorläufigen Zahlen hat Bwin Interactive Entertainment in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres Spielerträge in Höhe von 123 Millionen Euro eingenommen. Das sind dank der Fußball-Weltmeisterschaft 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Online-Wettanbieter zeigt sich aber auch mit der Entwicklung im Online-Poker zufrieden. Der Vorstand gab dennoch keine Prognose für das Gesamtjahr 2010 ab und so sinkt der Aktienkurs. Denn die Zukunft von Bwin liegt auch in der Hand von Politikern. Liberalisieren die Politiker das Geschäft mit dem Online-Glücksspiel in wichtigen Märkten wie den USA, Deutschland, Spanien oder den Niederlanden, dann wäre die mit der britischen PartyGaming verschmolzene Bwin bei der Eroberung dieser Märkte vorne dabei. Die Experten des Austria Börsenbriefes erklären zudem, hohe Chancen und hohe Risiken liegen bei Bwin eng beieinander und obwohl ein Engagement in Bwin eine brandheiße Börsenwette bleibt, würden die Chancen die Risiken überwiegen.
Focus Money: Die Homag Group lockt mit mutigen Analystenschätzungen
Die Homag Group ist Weltmarktführer für Maschinen zur Bearbeitung von Holz. Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 346 Millionen Euro. Die Experten von Focus Money verweisen zudem auf die frühzeitige Verlagerung der Produktion in lohngünstige Schwellenländer, die neuen Entwicklungen und die gesteigerte Effizienz des Konzerns. Analysten schätzen die Umsätze für die Jahre 2010, 2011 und 2012 auf 664 Millionen, 715 Millionen beziehungsweise 763 Millionen Euro. Dabei soll Homag den Gewinn je Aktie von 0,29 Euro auf 1,05 Euro und schließlich 1,66 Euro steigern, was Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 53 respektive 15 beziehungsweise 9 bedeuten würde. Der Vorstand dürfte zudem die Dividende pro Anteilschein für diese drei Jahre von 0,04 Euro über 0,34 Euro auf 0,57 Euro erhöhen. Die Experten geben den "fairen Wert" der Aktie mit 20,42 Euro an und raten dazu, den Stoppkurs bei 12,50 Euro zu setzen.
Änderungen in einem Musterdepot im Börsenspiel von Focus Money:
Manuel Hölzle, Verantwortlicher für das Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money, hat 400 seiner 1.700 Anteilscheine von Greiffenberger mit einem Gewinn von 48 Prozent zu 9,10 Euro ausgebucht. Zudem hat er sich von 500 seiner zuvor 2.000 Aktien von Balda mit einem Gewinn von 105 Prozent zu 7,15 Euro getrennt. Dafür will Hölzle nun seinen Bestand von 100 Anteilen des 1st Capital Group Funds 3F um weitere 20 Stück sowie seine 800 Aktien von KTG Agrar um weitere 100 Stück aufstocken.
Der Hanseatische Börsendienst: Drei Kaufgründe für Uranium SA
Uranium SA sucht in Süd-Australien nach Uran. Seit Juni exploriert das Unternehmen das Projekt "Mullaquana" auf eine Länge von zwölf Kilometer mineralisierten, uranhaltigen Gebiets. Die Experten des Hanseatischen Börsendienstes erinnern daran, dass Uranium SA die Uran-Ressourcen in diesem Jahr bereits von 2.700 auf 10.400 Tonnen mineralisierten Gesteins erhöht hat. Bis zum März 2011 rechnen die Experten mit einer weiteren Verdoppelung. Sollte das gelingen, wäre bei einem aktuellen Uranpreis von 50 US-Dollar je pound ein "fairer Wert" von 0,42 Australischen Dollar für die Aktie möglich. Da die Experten von einem stark steigenden Uranpreis ab dem Jahr 2013 ausgehen, wenn die Nachfrage höher ist als das Angebot, da sie annehmen, dass Uranium SA die Ressourcen weiterhin stark steigern kann und da sie von der Qualität von Russel Bluck als Geschäftsführer überzeugt sind, sollten langfristig noch viel höhere Aktienkurse möglich sein.
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