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Börsenwelt Presseschau: Enel, E.on, RWE, Salesforce.com, SHS Viveon und HeidelbergCement unter der Lupe

Werner Sperber

Fuchs Kapitalanlagen vergleicht die Anlagechancen mit Aktien von Enel, E.on und RWE. Der Frankfurter Börsenbrief kürt Salesforce.com zur "Aktie der Woche". Der Börsendienst verabschiedet sich mit SHS Viveon von Zinszahlungen. Platow Derivate baut auf ein Ende der Leidenszeit für Aktionäre von HeidelbergCement und hat ein passendes Zertifikat parat. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen stellen fest, die italienische Enel ist der zweitgrößte Strom- und Gasversorger Europas geworden. Der im Index EuroStoxx 50 vertretene Konzern stach die deutsche Konkurrenz bei der Übernahme des spanischen Energieunternehmens Endesa aus, das lieber von Enel übernommen als von E.on geschluckt werden wollte. Mit dieser Übernahme erhielt Enel auch Kraftwerke in Lateinamerika und dort wächst die Wirtschaft in den meisten Staaten mit jährlichen Raten von fünf Prozent und mehr. Durch die Übernahme stiegen bei Enel aber auch die langfristigen Schulden auf 58 Milliarden Euro an. Um diese Summe zu reduzieren, will Enel die Sparte "Ökostrom" womöglich schon sehr bald verkaufen oder an die Börse bringen. Falls Enel die Schulden abbaut und günstige Refinanzierungen erhält, könnte der Konzern den Gewinn weiter steigern und die Höhe der Ausschüttung beibehalten. Derzeit erreicht Enel eine Dividendenrendite von 7,1 Prozent. Die Analysten der Bank of America (BoA) schätzen das KGV für 2011 auf 8 und so preiswert ist in Europa nur die Aktie von RWE. Die BoA-Analysten gehen aber davon aus, dass sowohl RWE als auch E.ON ihre Dividenden deutlich verringern. Teilweise ist auch von sinkenden Gewinnen auszugehen, denn die deutschen Versorger dürften ab dem Jahr 2013 deutlich mehr für Kohlendioxid-Verschmutzungsrechte bezahlen. Zweitens könnte die geplante Brennelemente-Steuer belasten und drittens ist es möglich, dass die Bundesregierung den Betreibern von Kernkraftwerken zur Auflage macht, ihre Anlagen sicherer zu machen, was für die Konzerne teuer werden würde.  Diese Risiken für die Gewinne von E.on und RWE haben die Aktienkurse zuletzt erheblich belastet. E.on und RWE sind zwar auch unter Berücksichtigung der möglichen Belastungen fundamental preiswert und prinzipiell kaufenswert. Enel dürfte bei einer Börsenerholung jedoch besser abschneiden, weil das Unternehmen eine positive Gewinndynamik aufweist. Deshalb raten die Experten zum Kauf der Aktie von Enel mit einem Kursziel von 4,40 Euro und einem Stoppkurs bei 3,19 Euro.

Der Frankfurter Börsenbrief: Salesforce gewinnt dank des Vertrauens  

Salesforce.com bietet Dienstleistungen im Cloud Computing, im Customer Relationship Management sowie im Outsorucing über das Internet an. Viele Unternehmen, gerade im Mittelstand, sind durch die heutigen IT-Anforderungen überfordert und lagern ihre Buchhaltung, die Verwaltung der Kundenbeziehungen, der Internet-Auftritte, des Personalwesens an andere Unternehmen aus. Mit Cloud Computing sind diese Dienstleistungen inklusive aller Datensicherungen über das Internet möglich. Salesforce.com vergleicht sich deshalb selbst mit einem Versorger, der den Unternehmen alle Techniksorgen abnimmt. Das US-Wirtschaftsmagazin "Fortune" führt das Software-Unternehmen in seiner Liste der 100 am stärksten wachsenden Unternehmen auf Position 4. Der Branchendienst Gartner sieht Salesforce.com in der Automation an Nummer 1. Obwohl auch die Großen der Branche, wie Microsoft oder Google, sich an ähnlichen Dienstleistungen versuchen, haben sie das Wachstum von Salesforce.com bisher nicht bremsen können. Der langfristige Erfolg von Salesforce.com wird ach Ansicht der Experten des Frankfurter Börsenbriefes sicher weniger an den technologischen Möglichkeiten als am Vertrauen der Kunden hängen. Diese geben die sensibelsten Daten ab Salesforce.com weiter. Ein Systemausfall oder gar die Verwendung der Daten durch den Anbieter (wie bei Amazon.com oder Google üblich) oder gar Konkurrenten muss ausgeschlossen sein, sonst ist das ganze Modell hinfällig. Die Experten machen sich deswegen aber wenig Sorgen und küren die Papiere von Salesforce.com zur "Aktie der Woche".

Der Börsendienst: SHS Viveon sagt Adieu Zinsen, Hallo Gewinnsteigerung

Nach Ansicht der Experten des Börsendienstes erledigt SHS Viveon die Neuausrichtung nun endgültig, indem der Konzern die restlichen Schulden aus der Wandelschuldverschreibung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zum Ende des Monats komplett zurückzahlt. Damit verbesserte sich das Finanzergebnis des Musterdepotwertes bereits im vierten Quartal weiter, was zu steigenden Gewinnen führt. Das Kursziel für die kaufenswerte Aktie beträgt 14 Euro, der Stoppkurs sollte bei sieben Euro gesetzt werden.

Platow Derivate: Die "Bestrafung" von HeidelbergCement-Aktionären endet

Seit dem Aufstieg in den DAX ist der Kurs der Aktie von HeidelbergCement abgestiegen, was den Experten von Platow Derivate beinahe wie eine Bestrafung der Aktionäre vorkommt. Dafür sind zum einen Investoren verantwortlich, die ihre Gewinne realisiert haben, als Indexfonds die Anteilscheine von HeidelbergCement kaufen mussten. Zudem belasteten schlechte Nachrichten von Konkurrenten wie Cemex oder CRH. Charttechnisch könnte die Aktie von HeidelbergCement aber die Wende geschafft haben, nachdem der Kurs am Mittwoch angestiegen ist. Fundamental stufen Marktbeobachter HeidelbergCement als den Favoriten ein, wenn der Sektor zur Erholung ansetzt. Zudem kauften seit Anfang Juli vermehrt Insider die Anteilscheine. Deshalb sollten risikobereite und mittelfristig orientierte Anleger den endlos laufenden Wave-Call-Optionsschein (WKN DE2 VXA) der Deutschen Bank auf HeidelbergCement bis zu Notieungen von 1,15 Euro kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 22,03 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 23,15 Euro und einem Hebel von derzeit 2,7 ausgestattet. Der Stoppkurs sollte bei 0,85 Euro platziert werden.

Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:

Die 1.700 Long-Zertifikate (WKN BN2 G2S) auf Carl Zeiss Meditec sind mit einem minimalen Verlust zu 5,57 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 3.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ0 CM3) auf eine Outperformance von RWE im Vergleich zum DAX zu 0,88 Euro aufgenommen und bei 0,45 Euro abgesichert. Zudem haben sie 7.500 Long-Zertifikate (WKN VT0 SDL) auf BMW zu 0,45 Euro eingebucht. Nachdem sich dieser Schein verteuert hat, haben die Verantwortlichen den Stoppkurs auf 0,53 Euro angehoben. Zudem wollen sie das Zertifikat zu mindestens 0,90 Euro ausbuchen.

Änderungen im Musterdepot von Portfolio Exclusiv:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihren Beastand von 140 Anteilscheinen von Vestas Wind Systems um weitere 60 Stück zu 31,05 Euro aufgestockt. Der durchschnittliche Einstandspreis für die 200 Aktien beträgt nun 38 Euro. Nun sollen noch 75 Papiere von Vossloh zu maximal 81 Euro aufgenommen werden.

Änderungen im Realdepot von BetaFaktor:

Engelbert Hörmannsdorfer, Verantwortlicher für das Realdepot, will seine 2.200 Anteilscheine von Greater China Precision Components (GCPC) zu mindestens 0,675 Euro verkaufen.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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