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Börsenwelt Presseschau: Elexis, Kinghero, Infineon Technologies und Wienerberger unter der Lupe

Werner Sperber

Der CdC Aktiensnapshot räumt Elexis Chancen ein, da der Konzern von der Nachfrage aus Schwellenländern und gesenkten Kosten profitiert. Der Anlegerbrief performaxx ist nach wie vor vom Börsenneuling Kinghero überzeugt. Der Zertifikate und Optionsscheine Trader sieht die charttechnische Entscheidung für den Aktienkurs von Infineon Technologies nahen und hat zwei passende Derivate parat. Wienerberger hat beim Austria Börsenbrief derzeit einen Ziegel im Brett.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des CdC Aktiensnapshot erinnern an den konjunkturbedingten Einbruch der Geschäftslage von Elexis im vergangenen Jahr. In der ersten Jahreshälfte 2010 belebte sich die Auftragslage wegen der starken Nachfrage vor allem aus Brasilien, Indien und China deutlich. Im weiteren Jahresverlauf werde der Hersteller von Spezialmaschinen für Antriebstechnik, Fertigungsautomatisierung und Qualitätskontrolle noch stärker von steigenden Umsätzen und der gesenkten Gewinnschwelle profitieren. Der SDAX-Konzern arbeitet mit der Sparte "High Quality Automation" in den Geschäftsfeldern Regelungstechnologie, Qualitätssichernde Systeme und Antriebstechnik. Die Kunden kommen aus der Metall- und Verpackungsindustrie, der Hafentechnologie und aus dem Rohstoffsektor. Elexis hat sich hier durch technologische Kompetenz und einen hohen Innovationsgrad eine gute Marktstellung in attraktiven Branchen und Nischenmärkten erarbeitet. Dabei ist das Unternehmen mit einem Exportanteil von etwa 60 Prozent international stark aufgestellt. Im ersten Halbjahr beteiligte sich Elexis mehrheitlich an einer Firma, die im Geschäft mit der Kontrolle von Materialoberflächen arbeitet. Die Sparte "High Precision Automation" bietet technologisch anspruchsvolle Automatisierungslösungen für die Kunststoffverarbeitung in den Branchen Automotive, Medizintechnik, Healthcare oder Verpackungen. Im Konzern legte der Wert der eingegangenen Aufträge im ersten Halbjahr 2010 um 13,4 Prozent auf 71,8 Millionen Euro zu. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 2,9 Prozent auf 63,4 Millionen Euro. Das EBIT stieg um 82 Prozent auf vier Millionen Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich um 188 Prozent auf 2,3 Millionen Euro beziehungsweise 0,25 Euro je Aktie. Der Vorstand prognostiziert für das Gesamtjahr Auftragseingänge im Volumen von 140 bis 150 Millionen Euro. Erlöse von 135 bis 140 Millionen Euro und eine EBIT-Marge zwischen sechs und acht Prozent. Im Jahr 2011 könnte die Marke von zehn Prozent wieder überschritten werden.

Der Anlegerbrief performaxx: Kinghero geht seinen Weg, früher oder später

Kinghero ist vor einem Monat in Deutschland an die Börse gegangen. Von den angebotenen zwei Millionen Aktien verkaufte der chinesische Modekonzern allerdings nur rund die Hälfte. Deswegen hat der Vorstand die Expansionspläne zurückgefahren. Nun präsentierte Kinghero Halbjahreszahlen, die nach Ansicht der Experten des Anlegerbriefes performaxx sehenswert sind. Bei einer Eigenkapitalquote von 75 Prozent, ohne langfristige Schulden, dafür mit üppigen operativen Margen von zuletzt bis zu 30 Prozent ist die im Jahr 1986 gegründete Modefirma sehr gut für die Zukunft gerüstet. Deshalb wird sich der Ausbau des profitablen eigenen Filialnetzes vielleicht um ein Jahr verzögern, aber er wird wohl bestimmt kommen. Bereits in den vergangenen Jahren wuchs Kinghero jeweils mit Raten von zirka 40 Prozent klar schneller als die heimische Textilindustrie, wobei bereits dieser Industriesektor mit deutlich höheren Raten als das chinesische BIP zulegte. Die Experten schätzen den Umsatz für 2010 und 2011 auf 75 Millionen beziehungsweise 97 Millionen Euro und den Gewinn je Aktie auf 0,50 respektive 0,60 Euro. Daraus ergäben sich KGVs von 7 beziehungsweise 5. Der Börsenwert von Kinghero beträgt bei Kursen von etwa 15,75 Euro rund 96,5 Millionen Euro, wobei sich die Frage nach dem gerechtfertigten Abschlag auf deutsche oder europäische Peergroup-Unternehmen stellt. Die Experten schließen sich der Aussage der Konsortialbank BankM an, welche den "fairen Wert" der Aktie bei 25 Euro sieht. Allerdings müssen Anleger möglicherweise etwas Geduld mitbringen, denn andere müssen die Aktie erst entdecken.


Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: Infineon muss sich bald entscheiden, wohin es geht

Seit Anfang August ist die Aktie von Infineon Technologies bei den Anlegern zunehmend unbeliebter geworden, wie an der Kursentwicklung abzulesen ist. Dabei unterschritt die Notierung mittlerweile auch die Aufwärtstrendlinie, welche die steigenden Kurse seit länger als einem Jahr gestützt hatte. Bei Kursen von mehr als 4,30 Euro erkennen die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Traders aber die Chance auf eine positive Trendwende, welche die Aktie trotz des positiven Umfeldes bislang nicht für einen Ausbruch auf Notierungen oberhalb der seit August gültigen Abwärtstrendlinie genutzt hat. Schafft es die Aktie, diese Hürde zu überwinden, sollen risikobereite Anleger den endlos laufenden Turbo-Call-Optionsschein (WKN TB8 4PA) von HSBC Trinkaus auf Infineon kaufen. Der Schein ist mit einer Basis und einer Knock-out-Schwelle bei 3,90 Euro und einem Hebel von derzeit 5,9 ausgestattet. Sinken die Kurse auf Niveaus von weniger als 4,30 Euro, wo sich eine horizontale Unterstützung befindet, wird zum open-end Turbo-Put-Optionsschein (WKN TB8 UB2) desselben Emittenten geraten. Hier befinden sich Basis und Knock-out-Schwelle aktuell bei 5,15 Euro des Basiswertes Infineon Technologies und der Hebel bei derzeit 4,9.

Der Austria Börsenbrief: Wienerberger ist "über dem Berg"

Wienerberger hat mit den Zahlen für das zweite Quartal 2010 die Analystenschätzungen übertroffen. Die Experten des Austria Börsenbriefes halten die Aktie des Herstellers von Ziegeln für einen höchst spannenden Turnaround-Wert. Diese Einschätzung hat Rückenwind erhalten, nachdem der für das operative Geschäft verantwortliche Vorstand Johann Windisch 6.000 Anteilscheine zu 10,50 Euro gekauft und dafür immerhin insgesamt 63.000 Euro überwiesen hat. Windisch hat damit seine Zuversicht für die Entwicklung von Wienerberger dokumentiert.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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