Werner Sperber
Der Anlegerbrief performaxx sieht den Aktienkurs von E.on am Scheideweg. Die Platow Börse findet die Charttechnik bei Infineon Technologies bedenklich. Die Börse am Sonntag ist von den Quartalszahlen von SAP überzeugt. Die Euro am Sonntag steht weiter hinter Green Mountain Coffee Roasters. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Anlegerbriefes performaxx sehen zwei Möglichkeiten für die weitere Kursentwicklung von E.on: Entweder gelingt in den nächsten Tagen der Anstieg über die Bodenformation bei 20 Euro oder die Notierung sinkt auf Jahrestiefs von weniger als 18 Euro und eröffnet damit weiteres Abwärtspotenzial. Wenn das Kaufsignal mit Kursen von mehr als 20 Euro erzeugt wird, sind anschließend Notierungen von 30 Euro möglich. Der Stoppkurs sollte bei etwas weniger als 18 Euro gesetzt werden.

Die Platow Börse: Abwarten bei Infineon
Die Zahlen von Infineon Technologies für das dritte Quartal des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2010/11 sowie der Ausblick haben die Experten der Platow Börse überzeugt. Auch das KGV von 12 für das Fiskaljahr 2011/12 lässt Raum für höhere Kurse. Allerdings hat der Aktienkurs den unteren Rand der seit längerem gültigen Kursspanne zwischen 6,30 und 8,30 Euro berührt. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger die Anteilscheine nur halten und noch nicht wieder einsteigen.
Die Börse am Sonntag: SAP strebt zum Allzeithoch
Angesichts des gestiegenen Aktienkurses ist zu erkennen, dass die Anleger mit den Zahlen von SAP für das zweite Quartal 2011 sowie der präzisierten Prognose für das Gesamtjahr positiv überrascht worden sind. Die Experten der Börse am Sonntag gehen davon aus, dass die Notierung ihre Erholung fortsetzt, welche bei der langfristigen Aufwärtstrendlinie und der horizontalen Unterstützung bei 40,32 Euro eingesetzt hat. Vielleicht reicht die Kraft aus, das Jahreshoch von 46,15 Euro zu überwinden. Danach ist mit weiter anziehenden Kursen zu rechnen, wobei auch das Allzeithoch von 47,79 Euro nur eine Etappe darstellt. Angesichts der glänzenden fundamentalen Verfassung, der starken Marktstellung in einem Wachstumsmarkt und damit weiterhin aussichtsreichen Wachstumschancen sind spekulative Käufe mit einem Stoppkurs bei 39,20 Euro angeraten.
Euro am Sonntag: Green Mountain möchte den Gewinnberg erhöhen
Green Mountain Coffee Roasters, bekannt durch Kaffee-Kapseln, hat im dritten Quartal des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2010/11 einen Gewinn von 76 Millionen Euro erzielt. Das sind 170 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten schätzten den Gewinn je Aktie für das Fiskaljahr 2011/12 bislang auf 2,19 Dollar, der Vorstand prognostizierte nun allerdings ein Ergebnis von 2,55 bis 2,65 Dollar pro Anteilschein. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten beträgt 121 Dollar. Auch die Experten der Euro am Sonntag sind weiterhin optimistisch und raten bei einem Stoppkurs bei 56 Euro weiter zum Einstieg.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Im offensiv ausgerichteten Musterportfolio sind die 7.820 Anteilscheine der DEAG mit einem prozentual zweistelligen Verlust ausgestoppt worden. Der Depotverantwortliche Joachim Spiering möchte nun 1.470 Aktien von Burberry sowie 3.700 Put-Optionsscheine (WKN CG1 S7M) auf den TecDAX aufnehmen. Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, möchte 500 seiner 1.000 WGF-Hypothekenanleihen ausbuchen. In dem von Sven Parplies betreuten Momentum-Musterdepot sind die 152 Anteilscheine von Biogen Idec mit einem Minus ausgestoppt worden.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.