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Börsenwelt Presseschau: Drillisch, Hewlett Packard, Silber und Gold sowie Agrarrohstoffe unter der Lupe

Werner Sperber

Der Zertifikate & Optionsscheine Trader möchte mit einem Derivat an Drillisch verdienen. Der Strategie-Report erkennt charttechnische Chancen für ein Engagement bei Hewlett Packard (HP). Der Rohstoff-Report möchte mit Zertifikaten eine garantiert bessere Wertentwicklung erreichen, als die reine Preisentwicklung von Silber und Gold. Zertifikate Kompakt listet Gründe für Investitionen in Agrarrohstoffe auf und stellt entsprechende Zertifikate vor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader schätzen, dass der Mobilfunk-Service-Provider Drillisch am 12. August sehr gute Zahlen für das zweite Quartal 2011 vorlegen wird. Deshalb dürfte sich die Aktie in den nächsten Wochen verteuern. Zudem spricht die Charttechnik mit dem seit mehreren Monaten gültigen Aufwärtstrend für den Einstieg. Risikobereite Anleger sollten das endlos laufende Bull-Zertifikat (WKN CK2 2PJ) der Commerzbank auf Drillisch kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 6,33 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 6,75 Euro und einem Hebel von derzeit 3,6 ausgestattet.


Der Strategie-Report: Hewlett Packard zieht nach oben  

Der Aktienkurs von Hewlett Packard ist in den vergangenen Monaten bis auf 33,95 Dollar gesunken. Mittlerweile hat die Notierung den mittelfristigen Abwärtstrend überwunden, ist aber an der Hürde bei 37,66 Dollar bislang gescheitert. Die Experten des Strategie-Reports halten es dennoch für wahrscheinlich, dass der Aktienkurs die umgedrehte Schulter-Kopf-Schulter-Formation nach oben auflöst, wenn dieser Widerstand auf Schlusskursbasis überwunden wird. Anleger sollten deshalb ab Notierungen von 37,72 Dollar mit Kurszielen von 40,34 bis 41,74 Dollar einsteigen und ihr Engagement bei 35,95 Dollar absichern. 


Der Rohstoff-Report: Silber und Gold mit garantierter Outperformance   

Langfristige Investitionen, die nach Angaben der Experten des Rohstoff-Reports die meisten reichen Anleger reich gemacht haben, gelten als überholt. Dem allgemeinen Zeitgeist folgend, zählt nur noch der kurzfristig zu erreichende Erfolg. Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den Angeboten für Zertifikate. Die Royal Bank of Scotland (RBS) stellt sich mit neuen Produktlinien gegen diesen Trend. Die RBS belohnt Anleger dafür, den Zertifikaten und damit der Bank die Treue zu halten. Um diese Belohnung zu finanzieren, verzichtet die RBS auf einen Teil der Zinsgewinne aus dem eigenen Handelsgeschäft und gibt sie als Rabatt (Discount) oder als Zinsen (Kupon) an die Anleger weiter. An den möglichen Preissteigerungen des Basiswertes haben die Investoren dennoch unbegrenzt teil. Die Uncapped-Discount-Zertifikate der RBS setzen sich aus einer Long-Position auf den Basiswert sowie abdiskontierten Zinsen zusammen. Diese Zinskomponente fällt umso höher aus, je länger die Laufzeit des Zertifikates ist. Neben den Preisschwankungen des Basiswertes beeinflussen während der Laufzeit vor allem Zinsänderungen den Wert des Zertifikates. Sinken die Zinsen, sinkt auch der Abschlag auf das Papier und das Zertifikat steigt im Wert. Steigen die Zinsen, steigt der Discount und das Zertifikat verliert an Wert. Bei den Kupon-Zertifikaten schüttet die RBS einmal im Quartal Zinsen an den Zertifikate-Anleger aus. Während der Laufzeit wirken sich Zinsänderungen gleich aus, wie bei den Discount-Zertifikaten. Die RBS hat Anfang Juni die ersten Discount-Zertifkate und Kupon-Zertifikate dieser Art mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren (Fälligkeit jeweils am 31. Mai 2016) auf den Markt gebracht. Die Basiswerte sind der DAX, Silber und Gold, wobei die Papiere auf die Edelmetalle nicht währungsgesichert sind. Der anfängliche Rabatt beträgt bei dem Uncapped-Discount-Zertifikat (WKN AA3 DZ5) auf Silber zehn Prozent und bei dem Uncapped-Discount-Zertifikat (WKN AA3 D5A) auf Gold fünf Prozent. Der jährliche Zinskupon beträgt bei dem Kupon-Zertifikat (WKN AA3 D5B) auf Silber 2,5 Prozent und bei dem Kupon-Zertifikat (WKN AA3 D5C) auf Gold ein Prozent. Bei den Silber-Papieren beträgt die Geld/Brief-Spanne 1,5 Prozent, bei den Gold-Zertifikaten ein Prozent.


Zertifikate Kompakt: Konservativ und aussichtsreich in Agrarrohstoffe  

Agrarrohstoffe sind aus mehreren Gründen attraktiv für Investoren: Es bieten sich chancenreiche Spekulationen auf ein knapperes Angebot bei steigender Nachfrage, Rohstoffinvestments sichern gegen die Inflation ab und das Portfolio wird breiter aufgestellt. Die Experten von Zertifikate Kompakt belassen es bei der Aufzählung dieser drei Gründe für ein Engagement in Soft Commodities. Allerdings erinnern sie auch daran, dass es umstritten ist, auf den Preis von Weizen, Mais oder Reis zu spekulieren. Dank Anlageprodukten wie den Exchange Traded Commodities (ETCs) oder Zertifikaten fließt immer mehr spekulatives Kapital in Agrarrohstoffe. Kritiker befürchten, dass die Preisentwicklung dieser Güter somit künftig weniger von Angebot und Nachfrage abhängen könnte, sondern von Spekulanten manipuliert wird. Dadurch können sich viele Menschen in armen Ländern wichtige Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten. Einzelne Soft Commodities schwanken kurzfristig teilweise stark im Preis, da die Rohstoffmärkte vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt sind: Lagerbestands-Meldungen, Wetterprognosen, politische Einflüsse, wie Subventionen oder Ausfuhrbeschränkungen, Streiks, Unruhen, Hungerrevolten und schließlich auch Wechselkurseinflüsse. Anleger sind deshalb mit Produkten auf breit diversifizierte Rohstoff-Indizes häufig besser gestellt als mit Zertifikaten auf einzelne Rohstoffe. Insgesamt und auf längere Sicht dürften sich Agrarrohstoffe schon aufgrund der immer stärkeren Nachfrage aufgrund der steigenden Bevölkerungszahl verteuern. Zudem ist die Preisentwicklung wenig von der Konjunkturentwicklung abhängig. Eher indirekte Investments sind Anlagen in Unternehmen, die im Geschäft mit Agrarrohstoffen aktiv sind und indirekt vom Boom der Agrarrohstoffe profitieren. Passende Zertifikate sind die endlos laufenden Index-Zertifikate (WKN HV1 DBA) der Unicredit auf den DAXglobal Agribusiness, (WKN SG0 NAG) der Société Générale auf den SGI Global Agriculture und (WKN VFP 5U6) der Bank Vontobel auf den Agrar Rohstoff Aktien. Mit dem open-end-Zertifikat (WKN ABN 08N) der Royal Bank of Scotland auf den Index Rogers International Agricultural Commodity setzen Anleger breit gestreut auf die Agrarrohstoffe selbst. Rohstoffinvestments erfolgen in der Regel über den Kauf von Future-Kontrakten. Das bedeutet, auslaufende Kontrakte müssen in neue mit längerer Laufzeit getauscht, "gerollt" werden. Ist dieser neue, länger laufende Kontrakt teurer als der vorhergehende, kommt es zu "Roll-Verlusten" für den Anleger in einer sogenannten Contango-Konstellation. Der umgekehrte und für den Investor günstige Fall, also dass der neue Kontrakt günstiger ist, wird Backwardation genannt und deutet auf niedrige Lagerbestände hin. Die Investition in Kontrakte mit verschiedenen Laufzeiten und der Einsatz von speziellen Roll-Kalendern, um Saisonalitäten bei einzelnen Agrarrohstoffen zu nutzen, sollen die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Laufzeiten glätten. Entsprechende Papiere dazu sind das endlos laufende Zertifikat (WKN AA0 QL5) der Royal Bank of Scotland auf den Index RICI Enhanced Agriculture sowie die am 26. Mai 2017 fällige Kapitalschutz-Anleihe mit Cap (WKN LB0 F0B) der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) auf den Index Top-10-Rohstoff.

Änderung im Musterdepot des Chart Trader:

Die 127 Anteilscheine von Daimler 710000 sind zum Einstandskurs von 51,60 Euro ausgestoppt worden.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das langfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 1.200 Aktien der Homag Group mit einem Gewinn von 68 Prozent zu 13,43 Euro ausgebucht.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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