Werner Sperber
TradeCentre kürt die Douglas Holding zum "Aktienbullen der Woche". Der Chart Trader hält eine Spekulation auf steigende Conergy-Kurse für reizvoll. Die Actien-Börse Daily stuft ein Engagement in Anleihen der Allied Irish Banks als chancenreich ein. Der Austria Börsenbrief schwärmt von der wundervollen Aktie von Mayr-Melnhof Karton. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des TradeCentre gehen davon aus, dass die Douglas Holding mit den Douglas Parfümerien und den Juwelieren von Christ ideal aufgestellt ist, um von der Kauffreude der Deutschen zu Weihnachten zu profitieren. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erwartet ein so starkes Weihnachtsgeschäft wie seit Jahren nicht mehr. Bei hochpreisigen Produkten, wie Parfüm oder Schmuck, machen sich höhere Umsätze schnell in höheren Gewinnspannen im Konzern bemerkbar. Deshalb dürfte die Douglas Holding als "Aktienbulle der Woche" weiterhin der Nutznießer einer anziehenden Binnenkonjunktur sein.
Änderungen im Realdepot von TradeCentre:
Die Verantwortlichen für das Real-Portfolio sind mittelfristig weiterhin bullish. Das Problem der Staatsschulden werde letzten Endes mit Hilfe der Europäischen Zentralbank zu lösen sein, welche nach einem sogenannten "Hair-Cut", also dem Beschneiden der Rückzahlungshöhe von Anleihen auf weniger als den Nominalwert von 100 Prozent, stabilisierend eingreift. Ein höherer Bargeldbestand sei nun sinnvoll, um im Fall einer größeren Marktkorrektur günstig Positionen aufbauen zu können. Deshalb verkaufen die Verantwortlichen ihre 700 Anteilscheine von Euromicron, wollen dafür allerdings mindestens jeweils 20,60 Euro.

Der Chart Trader: Conergy fällt in die Hände eines Hedge-Funds
Conergy schafft es nach Ansicht der Experten des Chart Trader seit Jahren, sich der Pleite zu entziehen. Nun will das hochverschuldete Unternehmen die Gläubiger mit Aktien bezahlen, wodurch der Solarkonzern in die Hände eines Hedge-Funds fällt. Diese Aussichten führten zu einer Wende mit steigenden Aktienkursen. Das erste Ziel beträgt mehr als 0,50 Euro, wo derzeit eine Abwärtstrendlinie verläuft. Das nächste Kursziel befindet sich bei 0,70 Euro.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen Anteilscheine von Conergy zu höchstens 0,40 Euro aufnehmen und bei 0,30 Euro absichern sowie Zertifikate (WKN AA0 M62) auf Holz zu maximal 5,50 Euro einbuchen und den Stoppkurs bei 4,60 Euro setzen.
Die Actien-Börse Daily: Schickt das Geld zu den Iren rein!
Die Allied Irish Bank musste umfangreich gestützt werden. Mittlerweile gehören dem Staat 90 Prozent des Instituts, das zu den größten des Landes zählt. Der Kurs der am 25. Juni 2019 fälligen, mit 12,5 Prozent verzinsten Anleihe (WKN A1A JKD; ISIN XS0435953186) fiel dennoch bis auf 33,5 Prozent. Die Experten der Actien-Börse Daily fragen sich, ob die Bank ihre Anleihen zusammenstreichen, also eine Art indirekte Insolvenz absolvieren muss, weil es eine direkte Insolvenz nicht geben kann? Wenn dem so wäre, käme bestimmt kein Kurs von 100 oder 80 Prozent heraus, allerdings liegt der Kurs mit Sicherheit deutlich höher als jetzt, wenn die Bank mit Hilfe des Geldes aus dem EU-Rettungsfonds durchfinanziert würde.
Der Austria Börsenbrief: Mayr-Melnhof ist wundervoll
US-Investor Warren Buffet hat einmal gesagt: "Es ist besser ein wundervolles Unternehmen zu einem anständigen Preis zu kaufen, als ein anständiges Unternehmen zu einem wunderbaren Preis." Die Experten der Austria Börsenbriefes stufen in diesem Sinne Mayr-Melnhof Karton als wundervolles Unternehmen ein. Auch während der Rezession sank die EBIT-Marge nie auf weniger als ordentliche 6,6 Prozent. Die Bilanz ist mit flüssigen Mitteln von mehr als 250 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 66 Prozent erfreulich gesund. Dem Vorstand gelingt es, den Wert des voll ausgelasteten Unternehmens beständig zu steigern, ohne zu große finanzielle Abenteuer einzugehen. Die jüngst präsentierten Quartalszahlen sind vorzüglich und die Experten schätzen den Gewinn je Aktie für das kommende Jahr auf 6,70 Euro. Da die Kurse weiter steigen dürften, wollen die Experten nicht mehr auf niedrigere Notierungen warten und raten deshalb zum Kauf.
Die Experten der Austria Börsenbriefes gehen davon aus, dass die Hauptversammlung von Lenzing am 10. Dezember einen Aktiensplit im Verhältnis 1:7 beschließen wird. Die Aktionäre werden deshalb demnächst siebenmal so viele Aktien in ihrem Depot haben als jetzt, wobei sich der Kurs dafür siebteln wird. Mit dieser Transaktion ist zwar kein Mehrwert für die Anteilseigner verbunden, allerdings ist es schon häufiger vorgekommen, dass sich der Kurs nach einem Split erhöht, da er optisch günstiger ist und somit zu Käufen reizt.
Änderung in einem Musterdepots des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das Österreich-Musterportfolio wollen 500 Anteilscheine von Mayr-Melnhof Karton zu höchstens 80 Euro aufnehmen.
Änderungen im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die 2.500 Call-Optionsscheine (WKN DB9 MTQ) auf Freenet sind mit einem leichten Gewinn ausgestoppt worden. Nun wollen die Verantwortlichen die Call-Optionsscheine mit den Wertpapierkennnummern DZ0 WKW, CM7 M35 und CG4 Z2C auf die Aktien von Wacker Chemie, Manz Automation und die Deutsche Börse AG einbuchen. Die Limits für die Aufnahmen betragen 1,20 Euro beziehungsweise 0,88 Euro respektive 0,76 Euro und die Stoppkurse sollen bei 0,94 Euro beziehungsweise 0,70 Euro respektive 0,66 Euro gesetzt werden.
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