Werner Sperber
Der Zertifikate und Optionsscheine Trader baut mit einem Derivat auf den Rohstoffindex DJ UBS Commodity Index. TradeCentre nimmt der Aktie von Nordex den Wind aus den Windkraftanlage-Flügeln. Der Austria Börsenbrief lässt seine Anlagesympathien zum Wassertechnologiekonzern BWT fließen. Die Actien-Börse Daily hofft darauf, dass der Dreifachboden im Aktienchart der Allianz hält. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader halten Anlagen in Rohstoffe für interessant. Der Index UBS Commodity hat Ende Juli die mittelfristige Abwärtstrendlinie und die 200-Tagelinie überwunden. Zudem erzeugte der Indikator MACD auf Wochenbasis ein Kaufsignal. Knapp unterhalb der 200-Tagelinie, die nun als Unterstützung dient, verläuft bei 131 Punkten eine weitere Unterstützungslinie. Die Experten geben das Kursziel mit 155 Indexzählern an, welches erst bei einem Indexstand von weniger als 128 Punkten gefährdet ist. Sie raten zum Kauf des ETC (WKN A0S VX3; Exchange Traded Commodity), der den UBS Commodity Index nachbildet.
Änderungen im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die 6.980 Long-Zertifikate (WKN DZ0 23F) auf Gildemeister sind mit einem Verlust von sechs Prozent und die 161 Long-Zertifikate (WKN BN5 RF4) auf das Währungspaar Euro/Kanadischer Dollar mit einem Minus von elf Prozent zu 0,33 Euro beziehungsweise zu 8,40 Euro ausgestoppt worden. Auch die Long-Zertifikate (WKN BN2 E6U) auf das Währungspaar Euro/US-Dollar sind ausgestoppt worden. Bei einem Kurs von 8,15 Euro verblieb hier allerdings ein Gewinn von 24 Prozent. Im Musterportfolio befindet sich damit derzeit ausschließlich eine Barposition. Die Verantwortlichen wollen nun allerdings 1.960 Call-Optionsscheine (WKN DB2 BTC) auf Fresenius zu höchstens 1,50 Euro aufnehmen und bei 0,95 Euro absichern.

TradeCentre: Nordex und der Windenergiebranche geht die Puste aus
Nachdem Marktführer Vestas eine drastische Umsatz- und Gewinnwarnung ausgesprochen hat, stempeln die Experten des TradeCentre die Aktie von Nordex zum "Aktienbären der Woche". Unter anderem prognostiziert der Vestas-Vorstand nur mehr eine EBIT-Marge von fünf bis sechs Prozent, während Nordex im ersten Halbjahr ohnehin nur auf zwei Prozent gekommen ist. Wenn also selbst Vestas leidet, bläst der Wind den kleineren Windkraftanlagenherstellern eiskalt ins Gesicht. Die Probleme sind bekannt: In China erhalten vor allem chinesische Unternehmen die Bestellungen, auf dem europäischen Festland ist der Markt gesättigt und vor den europäischen Küsten erhält Siemens immer mehr Aufträge. Zudem lässt die Charttechnik von Nordex vermuten, dass es mit dem Kurs noch weiter nach unten geht.
Der Austria Börsenbrief: BWT hat Wachstumspotenzial im Überfluss
Die BWT Holding bezeichnet sich und inklusive ihrer Tochterfirmen und Gesellschaften an denen die BWT beteiligt ist als das führende europäische Wassertechnologieunternehmen für den gesamten Wasserkreislauf, von der Quelle bis zum Sickerwasser. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 230 Millionen Euro. Das EBIT verringerte sich aufgrund von Abschreibungen auf die neuen Pharma-Aktivitäten und Investitionen um 4,2 Prozent auf 19,2 Millionen Euro. Nachdem im Vorjahreszeitraum ein positiver Sondereffekt aus einem Beteiligungsverkauf verbucht wurde, sank der Gewinn je Aktie um 12,5 Prozent auf 0,84 Euro. Der Vorstand prognostiziert dennoch für das Gesamtjahr 2010 einen Ertrag auf dem Vorjahresniveau von 1,32 Euro pro Anteilschein. Nach Ansicht der Experten des Austria Börsenbriefes sind die Bilanzrelationen mit einer Eigenkapitalquote von 47 Prozent auf einem gesunden Niveau. Die Experten schließen sich den Analysten der Erste Group an, die den Gewinn je Aktie für 2010 auf 1,31 Euro schätzen, für 2011 auf 1,44 Euro und für 2012 auf 1,68 Euro. Aufgrund des stetigen und hohen Gewinnwachstums ist ein Bewertungsaufschlag im Vergleich zum Gesamtmarkt gerechtfertigt, zumal BWT im Vergleich zu anderen Wassertechnologie-Unternehmen günstig ist. Die Experten stufen die Anteilscheine von BWT deshalb als "Outperformer" ein.
Actien-Börse Daily: Wenn der Allianz-Boden hält, kann er bis 105 Euro tragen
Die Allianz kauft 80 Filialen des Discount-Marktes Aldi für 100 bis 120 Millionen Euro. Diese Investition soll sich für den Versicherungskonzern mit 6,5 bis sieben Prozent rentieren. Die Experten der Actien-Börse Daily halten diese Transaktion für klug, da der Bestand an Immobilien im Kapitalanlageportfolio erhöht wird. Die Allianz ist die erste Gesellschaft, welche die Schwäche am Anleihemarkt erkannt und gehandelt hat. Derzeit hat das Portfolio ein Volumen von rund 310 Milliarden Euro, wovon 82 Prozent in festverzinslichen Papieren investiert sind, welche eine Rendite von etwa drei Prozent einbringen und damit nicht einmal die Hälfte von guten Immobilien. Sieben Prozent des Portfolios legt die Allianz in Aktien an und angeblich 2,8 Prozent in Grundvermögen. Um das Immobilien-Vermögen auf die Größenordnung von vor zehn Jahren zu bringen, müsste die Allianz fünf bis sechs Milliarden Euro in erstklassige Objekte investieren, was weder der deutsche noch der europäische Markt hergibt. Charttechnisch hat sich bei 75/77 Euro ein Dreifach-Boden ausgebildet. Wenn diese Unterstützung nun hält, sind Kurse von bis zu 105 Euro möglich.
Änderung im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 1.395 Weizen-Zertifikate (WKN CZ2 4HR) mit einem Gewinn von 26 Prozent zu 4,45 Euro ausgebucht.
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