Werner Sperber
TradeCentre hält Dialog Semiconductor bald wieder für kaufenswert. Die Euro am Sonntag hat ein ganz neues Gefühl für die Aktie von Infineon Technologies. Der Anlegerbrief performaxx hat einen guten Draht zum Mobiltelefon-Hersteller HTC. Der Austria Börsenbrief Rohstoffe schürft mit Aldridge Minerals vor allem in der Türkei nach (Edel)-Metallen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von TradeCentre sind sich nicht ganz schlüssig bezüglich der kurzfristigen Entwicklung des Aktienkurses von Dialog Semiconductor. Doch generell gehen sie von steigenden Notierungen aus. Sie raten zum Kauf bei Kursrücksetzern, gehen davon aus, dass die Korrektur bald beendet ist, halten das Papier auf dem jetzigen Niveau für sehr interessant, raten zum Einstieg und vorsichtigeren Anlegern zum Abwarten, bis sich ein Boden gebildet hat. Operativ läuft es gut bei Dialog, auch wenn im ersten Quartal die Übernahme von SiTel Semiconductor belastet hat. Vorstandsvorsitzender Jalal Bagherli erklärte im Interview mit den Experten: "Das Auftaktquartal ist traditionell unser schwächstes Vierteljahr, das Schlussquartal das stärkste. Q2 ist etwas schwächer gestartet. Die operative Marge wird sich zum Jahresende hin verbessern." Die Integration von SiTel verlaufe nach Zeitplan und der erste positive Ergebnisbeitrag soll im dritten Quartal erfolgen. Weitere Übernahmen (bei einem Netto-Barbestand von rund 95 Millionen Euro) möchte Dialog frühestens in sechs bis acht Monaten tätigen, wenn sich Möglichkeiten bieten. Zu möglichen Problemen des Kunden Apple sagte Bagherli: "Grundsätzlich entwickeln sich die Geschäfte mit unserem Kundenportfolio zufriedenstellend. Probleme mit einzelnen Kunden sind mir nicht bekannt." Bislang prognostizierte Bagherli für das Jahr 2014 Erlöse von einer halben Milliarde Euro, nun geht er davon aus, dass dieses Ziel früher erreicht wird und der Umsatz im Jahr 2015 bereits eine Milliarde Euro beträgt. Analysten schätzen den Umsatz für dieses Jahr auf 485 Millionen Euro, das EBIT auf knapp 70 Millionen Euro und den Nettogewinn auf 62 Millionen Euro. Im nächsten Jahr sollen mehr als 600 Millionen Euro erlöst werden, das EBIT 105 Millionen Euro betragen und der Gewinn pro Anteilschein 1,45 Euro erreichen. Das entspräche einem KGV von preiswerten 13.

Die Euro am Sonntag: Infineon verspricht hohe Gewinne und Wachstum
Die extremen Zeiten für die Aktie von Infineon Technologies sollen vorbei sein. Vorstandsvorsitzender Peter Bauer sagte jedenfalls: "Die Transformation ist abgeschlossen." Der Halbleiterkonzern konzentriert sich nun auf die Themen Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit. Windräder, Elektroautos oder fälschungssichere Ausweise sind die Zukunftsmärkte. Ab jetzt soll Infineon jährlich um mindestens zehn Prozent wachsen, eine Gewinnspanne von 15 bis 20 Prozent erwirtschaften und eine Dividende zahlen. Bis März 2013 will Infineon bis zu 300 Millionen Euro in den Rückkauf eigener Aktien investieren. Zudem weist der Konzern flüssige Mittel von mehr als zwei Milliarden Euro aus. Die könnten für Zukäufe verwendet werden, wenn der Preis denn stimmen würde. Eine Milliarde Euro soll allerdings als Reserve für schwierigere Zeiten behalten werden. Aufgrund dieses Barbestandes ist aber auch Infineon selbst ein Übernahmeziel. Doch auch ohne solche Fantasien halten die Experten der Euro am Sonntag die Aktie mit einem KGV von 12 für das nächste Jahr für attraktiv bewertet. Sie empfehlen den Einstieg mit einem Kursziel von 8,50 Euro und einem Stoppkurs bei 6,40 Euro.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensive Musterportfolio, hat seine 1.160 Anteilscheine von SMT Scharf beinahe unverändert zum Einstandskurs zu 21,44 Euro ausgebucht. Dafür hat er 770 Stammaktien von Sixt zu 38,92 Euro aufgenommen und bei 35 Euro abgesichert. Nun möchte er noch seine 8.000 Titel von 4SC wohl mit prozentual zweistelligem Verlust sowie seine 2.630 Papiere von Steico anscheinend mit prozentual einstelligem Gewinn aus dem Depot nehmen. Jens Castner, Betreuer des defensiv orientierten Musterdepots, möchte seine 200 Anteilscheine von C-Quadrat wohl mit leichtem Gewinn ausbuchen. Im Momentum-Musterportfolio von Sven Parplies sind die 6.493 Anteilscheine von Sky Deutschland, die 166 Aktien von Biogen Idec, die 292 Titel von Vertex Pharma, die 1.224 Papiere von Drillisch und die 207 Anteilscheine von Kabel Deutschland zumeist mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür hat Parplies 185 Aktien von Green Mountain Coffee Roasters zu 54,65 Euro aufgenommen. Nun möchte er noch Titel von Sky Deutschland und SGL Carbon einbuchen.
Der Anlegerbrief performaxx: HTC hat sich durchgesetzt
HTC stellt Mobiltelefone her. Das Unternehmen ist nach Ansicht der Experten des Anlegerbriefes performaxx einer der wenigen taiwanesischen Konzerne, der sich in den vergangenen zwei Jahren qualitativ gegen Nokia und Sony-Ericsson durchsetzen konnte. Nach der Kursrallye bis auf 1.300 Taiwanesische Dollar korrigierte die Notierung bis auf 1.100 Dollar in einer Flaggenformation. Wenn es der Kurs nun schafft, den Widerstand bei 1.300 Dollar zu überwinden, sind Notierungen von bis zu 1.800 Dollar möglich. Ab einem Kurs von 1.300 Dollar sollten die Anteilscheine demnach gekauft werden. Der Stopp-Loss sollte bei 1.000 Dollar platziert werden.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihren Bestand von 700 Call-Optionsscheinen (WKN BN8 RX3) auf das Währungspaar Britisches Pfund/Japanischer Yen um 800 weitere Papiere zu 5,31 Euro aufgestockt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 1.500 Calls beträgt 6,80 Euro.
Austria Börsenbrief Rohstoffe: Goldene Zeiten für Aldridge Minerals
In der politisch stabilen Türkei mit seiner guten Infrastruktur und den großen Vorkommen an Bunt- und Edelmetallen lässt es sich nach Ansicht der Experten des Austria Börsenbriefes Rohstoffe hervorragend investieren. Die Explorationsfirma Aldridge Minerals verfügt deshalb über hervorragende Entwicklungsperspektiven. Das wichtigste Projekt von Aldridge ist das in der Zentral-Türkei gelegene Gebiet "Yenipazar", in dem 854.400 Unzen Gold, 26,6 Millionen Unzen Silber sowie riesige Vorkommen an Kupfer, Blei und Zink liegen sollen. Basierend auf den aktuellen Preisen dieser Metalle sind die Bodenschätze in Yenipazar mehr als vier Milliarden Dollar wert. Der Betrieb einer nötigen Tagebau-Mine dürfte zudem sehr kostengünstig sein. Anatolia Minerals stehen als ehemaligem Eigentümer des Projektes vertragsgemäß sechs Prozent des Nettoertrags zu, bis mit dem Tagebau ein Umsatz von 165 Millionen Dollar erzielt worden ist. Danach soll Anatolia Minerals zehn Prozent des Nettoertrags erhalten. Für Aldridge bleiben auf jeden Fall stattliche Gewinne übrig. Selbst auf Berechnungs-Grundlage wesentlich niedrigerer Metallpreis als aktuell, beträgt der Nettokapitalwert von Yenipazar 209 Millionen Dollar. Die Marktkapitalisierung von Aldridge liegt aber nur bei 48 Millionen Kanadischen Dollar. Somit ist die Aktie unter fundamentalen Aspekten definitiv zu niedrig bewertet. Zudem sucht Aldridge auf dieser Liegenschaft weiter nach Metallen und die Ressourcenschätzung für das Vorzeigeprojekt dürften schon in den nächsten Monaten angehoben werden. Der erfahrene Vorstand sucht auch nach weiteren interessanten Projekten in der Türkei. Schon jetzt besitzt Aldridge Lizenzen für den Abbau von Nickel. Außerdem gehört dem Konzern ein aussichtsreiches Gold-Kupfer-Projekt in Papua Neuguinea.
Änderungen im Musterdepot des Austria Börsenbriefes Rohstoffe:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 150 stay-high-Optionsscheine (WKN SG1 2JK) auf Silber zu 8,20 Euro sowie 60 Bonus-Zertifikate (WKN AA2 ZHV) auf Barrick Gold zu 53,17 Euro aufgenommen.
Änderungen im Musterdepot des Emerging Markets Investor:
Die 1,4 Millionen Anteilscheine von WHL Energy sind mit einem Verlust von 17 Prozent zu 0,02 Euro ausgestoppt worden, die 30.000 Aktien von Peregrine Metals mit einem Minus von 31 Prozent zu 0,60 Euro und die 15.000 Titel von Shenkai Innovations mit einem Verlust von 19 Prozent zu 1,60 Euro.
Änderungen im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die 1.250 Anteilscheine von Incyte sind mit einem Gewinn von vier Prozent zu 12,50 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 9.700 Aktien von YM Biosciences zu 2,06 Euro aufgenommen und bei 1,75 Euro abgesichert sowie 57.000 Titel von Lee's Pharma zu 0,26 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,23 Euro gesetzt.
Änderung im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die 3.000 Anteilscheine von Polytec sind mit einem Gewinn von fünf Prozent zu 7,50 Euro ausgestoppt worden.
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