Werner Sperber
Der Zertifikate und Optionsscheine Trader will Kasse mit der Postbank machen und hat ein passendes Derivat ausgesucht. Der Aktionärsbrief kürt Fresenius zum "Bullen der Woche". Börse Online wirft einen wohlwollenden Blick auf den Chart von Medigene. Aktien-Strategie hält einen Besuch bei Dr. Hönle für lukrativ. Trade24 setzt auf Sotheby's. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader, verweisen darauf, dass der Aktienkurs der Deutschen Postbank eine Aufwärtsbewegung korrigiert, welche an dem charttechnischen Widerstand bei 26,79 Euro gestoppt worden ist. Bei dieser Konsolidierung bildete sich ein symmetrisches Dreieck. Verlässt die Notierung diese Formation nach oben, indem der Kurs von 24,90 Euro überwunden wird, bestätigt sich die vorhergehende Aufwärtsbewegung. Das daraus abgeleitete Kursziel beträgt 33 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 21,10 Euro gesetzt werden. Risikobereiten Anlegern raten die Experten zum Kauf des endlos laufenden Mini-Future-Long-Zertifikates (WKN TB2 7Y1) von HSBC Trinkaus & Burkardt auf die Deutsche Postbank. Der Schein ist mit einer Basis bei 17,71 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 18,60 Euro und einem Hebel von derzeit 4,1 ausgestattet.
Änderung im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 6.394 Call-Optionsscheine (WKN DB5 M3B) auf BayWa zu 0,95 Euro aufgenommen und bei 0,80 Euro abgesichert.

Der Aktionärsbrief: Fresenius ist herausragend
Die Experten des Aktionärsbriefes halten die Rekordzahlen von Fresenius für das Jahr 2009 für herausragend. Auch die Ergebnisse der wichtigsten Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care (FMC) sind voll überzeugend. Das Jahr 2010 dürfte für Fresenius erneut mit Rekorden enden. Sämtliche Unternehmensbereiche wachsen, wobei sich Fresenius Kabi derzeit am dynamischsten entwickelt. Kabi bietet Krankenhausnahrung und Generika an, die jeweils intravenös verabreicht werden. Die Krankenhaus-Tochtergesellschaft Helios will im laufenden und im nächsten Jahr wieder zukaufen, da viele Kommunen ihre Kliniken privatisieren. Da das Geschäftsmodell von Fresenius sehr verlässlich ist und die Wachstumsraten sehr konstant, gestehen die Experten der Fresenius-Aktie eine Bewertung mit einem KGV von 16 zu. Derzeit wird die Kurs-Gewinn-Vielfache für das Jahr 2010 aber nur auf 12 geschätzt, weswegen der Aktienkurs nach dieser Rechnung durchaus bis auf 68 Euro steigen könnte. Zudem haben die Experten ein charttechnisches Kaufsignal erkannt, weshalb sie dazu raten, eine Anfangsposition einzugehen und bei schwächeren Kursen aufzustocken. Das Kursziel beträgt 62 Euro.
Änderungen in einem Musterdepot des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben 3.000 Anteilscheine von GFT Technologies zu 3,19 Euro aufgenommen und bei 2,70 Euro abgesichert. Nun wollen sie noch 1.500 Aktien von LPKF Laser zu höchstes 5,65 Euro einbuchen.
Börse Online: Medigene lockt mit dem MACD
Die Experten von Börse Online vermuten, dass der Chart von Medigene endlich einen Boden ausbilden kann. Sie raten risikobereiten Anlegern zum Einstieg bei Notierungen bei 3,80 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 3,25 Euro gesetzt werden und das Kursziel beträgt fünf Euro. Zwischen 3,35 Euro und 3,50 Euro befindet sich eine Unterstützungszone, bei vier Euro wartet ein Widerstand. Der Indikator Moving Average Convergence-Divergence (MACD) signalisiert, dass diese Hürde überwunden werden kann. Bei fünf Euro verläuft derzeit die seit fünf Jahren gültige Abwärtstrendlinie.
Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:
Die Verantwortlichen für das konservativ angelegte Musterdepot wollen 40 Fondsanteile von E Dividende & Substanz (WKN 164 325) zu höchstens 220 Euro aufnehmen. Die Verantwortlichen für das ausgewogen ausgerichtete Musterportfolio haben 700 Anteilscheine von AT & S Austria zu 7,24 Euro aufgenommen und bei 5,30 Euro abgesichert. Im Trend-Musterdepot sind die erst neu aufgenommenen 1.000 Aktien von Deutsche Wohnen mit einem Verlust von fünf Prozent zu 6,40 Euro ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen haben zudem 280 von 560 Aktien von Rhoen-Klinikum mit einem Gewinn von einem Prozent zu 17,12 Euro aus dem Depot genommen. Dafür haben sie 270 Papiere von Disney & Co zu 23,08 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 18,90 Euro gesetzt. Nun sollen noch 1.500 Aktien von Medigene zu höchstens 3,90 Euro eingebucht werden. Im dynamisch ausgerichteten Musterportfolio sind die 600 Discount-Zertifikate (WKN DB8 RJJ) auf Nordex sowie die 150 Anteilscheine von Ormat zu 8,45 Euro beziehungsweise 23,80 Euro ausgestoppt worden. Dabei ist ein Gewinn von zwei Prozent respektive ein Verlust von 13 Prozent erzielt worden. Die Verantwortlichen haben dafür 400 Titel von Twintec zu 12,01 Euro sowie 400 Papiere von Vtion Wirless Technology zu 11,90 Euro aufgenommen und die Stoppkurse bei 8,90 Euro beziehungsweise 9,50 Euro platziert.
Aktien-Strategie: Dr. Hönle lädt zum Einsteigen ein
Der Aktienkurs von Dr. Hönle befindet sich seit März 2009 in einem intakten Aufwärtstrend. Die Experten von Aktien-Strategie begründen den jüngsten Kurssprung mit den guten Zahlen für das erste Quartal des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2009/10 sowie dem starken Ausblick des Managements auf den weiteren Verlauf des Fiskaljahres. Dr. Hönle hat sich auf UV-Technologie spezialisiert, die etwa beim Trocknen von Lacken in der Automobil-
oder Druckindustrie oder der Oberflächenentkeimung eingesetzt wird. Zwischen September und Dezember 2009 erlöste das Unternehmen damit 12,4 Millionen Euro. Das sind drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis verbesserte sich aber von minus 0,59 Millionen auf plus 1,23 Millionen Euro. Die Kostensenkungen und die drei Übernahmen waren also wohl erfolgreich. Alle drei zugekauften Firmen sind im ersten Fiskalquartal profitabel gewesen. Der Nettogewinn von Dr. Hönle erreichte 0,76 Millionen Euro beziehungsweise 0,15 Euro je Aktie. Das Management prognostiziert für das gesamte Geschäftsjahr Erlöse zwischen 47 und 50 Millionen Euro. Die Experten schätzen das operative Ergebnis auf drei bis vier Millionen Euro, da die Break-Even-Schwelle auf ein Umsatzniveau von 42 Millionen Euro gedrückt wurde. Der Nettogewinn je Aktie dürfte mindestens 0,40 Euro betragen. Die weiteren Perspektiven sind gut, weil die UV-Technologie im Vergleich zu anderen Verfahren als effizienter und umweltfreundlicher gilt und sich so immer neue Anwendungsbereiche erschließt. Mit einem KGV von 11 für das Fiskaljahr 2010/11 ist die Aktie günstig bewertet. Die Übernahmen haben die Bilanz zwar leicht eingetrübt, mit 8,8 Millionen Euro beziehungsweise rund 34 Prozent des ausgewiesenen Eigenkapitals, ist der Betrag an unsicheren immateriellen Bilanzpositionen aber noch auf einem erträglichen Niveau. Die Experten empfehlen aufgrund der Marktenge der Aktie nur risikobereiten Anlegern den limitierten Einstieg bei Kursrücksetzern für höchstens 6,05 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 5,15 Euro gesetzt werden. Der "faire Wert" beträgt rund 8,50 Euro.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 1.200 Anteilscheine von Silicon Sensor zu 6,04 Euro aufgenommen und bei 5,11 Euro abgesichert.
Trade24.de: Der Aktienkurs von Sotheby's dürfte weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Sotheby's als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 29 Dollar gesetzt werden.
Änderung im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 1.300 Anteilscheine von Medion zu 8,10 Euro aufgenommen und bei 7,30 Euro abgesichert.