Werner Sperber
Der Hot Stocks Investor hoffen auf liquideren Handel und eine Kursexplosion bei Aragon Energy. Die Euro am Sonntag sieht schwere Zeiten auf die Deutsche Bank zukommen und hat dafür das passende Derivat. Die Platow Börse rät dazu, weiterhin beim Börsenrenner Cancom IT Systeme einzusteigen. Der Austria Börsenbrief sieht viele Gründe für den Kauf von Tara Gold Resources. Trade24 setzt auf Coherent. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Die Euro am Sonntag: Die Deutsche Bank muss politische Zinsen zahlen
Petra Maier, Expertin der Euro am Sonntag, zitiert die Analysten der Investmentbank JP Morgan, welche die Auswirkungen der Pläne des US-Präsidenten Barack Obama bezüglich der Einschränkungen für Investmentbanken eingeschätzt haben. Demnach würden die Gewinne der Investmentbanken im schlimmsten Fall um 27 Prozent sinken, sollten die Pläne tatsächlich umgesetzt werden. Die Kapitalanforderungen an europäische Banken könnten ebenfalls steigen, was die Gewinn-Ausschüttungen an die Aktionäre belasten dürfte. Die Deutsche Bank benötigt bis zum kommenden Jahr fünf Milliarden Euro mehr Eigenkapital, deshalb könnte die Dividende für 2009 reduziert werden, was die Aktie weniger attraktiv macht. Charttechnisch drohen weitere Kursverluste, sollte die Marke von 45 Euro unterschritten werden. Eine stabile Unterstützung befindet sich bei 40 Euro. Wenn auch dieses Kursniveau unterschritten wird, droht ein weiterer starker Einbruch. Petra Maier rät risikobereiten Anlegern deshalb zum Kauf des endlos laufenden Mini-Future-Short-Optionsschein (WKN GS2F3F) von Goldman Sachs auf die Deutsche Bank. Der Schein ist mit einer Basis bei 52,97 Euro, einer Knock-Out-Schwelle bei 49,20 Euro und einem Hebel von derzeit 5,3 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Jens Castner, verantwortlich für das defensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 400 Anteilscheine von KTG Agrar zu 14,66 Euro aufgenommen. Die 500 Anteilscheine von Atoss Software und die 250 Aktien von Stratec Biomedical sind mit einem Gewinn von 55 Prozent beziehungsweise 34 Prozent zu 11,95 Euro respektive 25,53 Euro ausgebucht werden, nachdem die charttechnischen Aufwärtstrends beendet sind. Zudem will Castner 1.200 Titel von Cancom IT Systeme zu höchstens 4,80 Euro einbuchen. Joachim Spiering, zuständig für das offensiv angelegte Musterportfolio, hat 1.550 Anteilscheine von Telegate zu 9,60 Euro sowie 6.420 Put-Optionsscheine (WKN DB6 8JX) auf den TecDAX zu 1,09 Euro aufgenommen. Die 385 Aktien von HeidelbergCement sind mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 44 Euro ausgestoppt worden. Die 2.270 Korridor-Optionsscheine (WKN SG1 KH6) auf den DAX sind abgelaufen und mit einem Gewinn von 34 Prozent zu zehn Euro ausgebucht worden. Nun will Spiering noch 1.900 Papiere von Steico einbuchen und bei sechs Euro absichern. Im Momentum-Musterdepot sind die 412 Anteilscheine von Aixtron mit einem Gewinn von 189 Prozent zu 21,79 Euro ausgestoppt worden. Zudem sind unter die Stopp-Loss-Marken gefallen und ausgebucht worden: 746 Aktien von Nvidia mit einem Verlust von zehn Prozent zu 11,84 Euro, 825 Papiere von Virgin Media mit einem Minus von elf Prozent zu 10,56 Euro und 104 Titel von SMA Solar mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 82,75 Euro. Dafür will Sven Parplies, der dieses Momentum-Musterportfolio betreut, Anteilscheine von Drägerwerk, Software AG, Smartrac und Intuitive Surgical aufnehmen.
Die PlatowBörse: Cancom ist nicht zu halten
Seit Jahresanfang verteuerte sich die Aktie von Cancom It Systeme um mehr als 20 Prozent. Vergangene Woche legte das Unternehmen die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2009 vor. Der Umsatz stieg demnach um 16,1 Prozent auf 422,6 Millionen Euro und der Gewinn je Anteilschein sogar um 77 Prozent auf 0,46 Euro. Seit dem Jahr 2004 hat sich der Ertrag je Aktie verdreiundzwanzigfacht. Der Vorstand con Cancom geht aufgrund des "verbesserten" Umfelds davon aus, dieses hohe Tempo beibehalten zu können. Im Jahr 2010 sollen die Erlöse auf 500 Millionen Euro und der Gewinn je Aktie auf 0,50 Euro anwachsen. Nach Ansicht der Experten der Platow Börse dürfte Cancom zudem weitere Zukäufe tätigen. Gerüchten zufolge soll die nächste Akquisition bereits in den nächsten Wochen verkündet werden. Für diesen Zukauf stehen flüssige Mittel von 25,8 Millionen Euro bereit. Die Experten weisen darauf hin, dass die Aktie trotz der hohen Kursgewinne nur mit einem KUV von 0,1 und einem KGV von 8 bewertet ist. Anleger sollten die Anteilscheine also jetzt und gegebenenfalls bei 4,55 Euro nachkaufen. Der Stoppkurs sollte bei 3,60 Euro gesetzt werden.
Der Austria Börsenbrief: Viele gute Gründe für Tara
Die Experten des Austria Börsenbriefes halten Mexiko für eine der weltweit attraktivsten Region für den Bergbau und die Suche nach Rohstoffen. Zudem ist die politische Lage stabil und die Verkehrsinfrastruktur gut. Tara Gold Resources ist bankschuldenfrei und kauft, exploriert und entwickelt in Mexiko Rohstoffliegenschaften. Das Unternehmen besitzt mehrere aussichtsreiche Projekte sowie eine 80-prozentige Beteiligung an der im Mai 2006 gegründeten Tochtergesellschaft Tara Minerals. Wertsteigerungspotenzial bieten zudem Tara Golds Beteiligungen an der Paramount Gold and Silver Corporation, der NWM Mining Corporation und der privaten Explorationsgesellschaft La Camera Mining. Tara Minerals fördert seit dem dritten Quartal 2009 bereits Zink, Blei und Silber im Vorzeigeprojekt Don Roman and Lourdes. Dort wird weiterhin nach Silber und auch Gold geforscht. Ein Abnahmevertrag und eine Vereinbarung bezüglich kostenloser technischer Hilfe für Tara Minerals mit einem mexikanischen Tochterunternehmen des Rohstoffkonzerns Glencore International stufen die Experten als sehr vorteilhaft für Tara Minerals ein. Das Unternehmen darf zudem die 20 Kilometer von der mexikanischen Stadt Choix entfernte Liegenschaft Centenario kaufen, in deren Boden sich Gold, Silber, Kupfer, Blei und Zink befinden. Auch die 90-prozentige Beteiligung von Tara Minerals an der Adit Resources Corporation spielt eine große Rolle für Tara Minerals. Das Picacho-Areal von Adit Resources weist eine Gold- und Silber-Aderstruktur auf. Zudem sind dort eine Verarbeitungsanlage mit einer Kapazität von 250 Tonnen pro Tag, zwei Kugelmühlen, eine Erz-Trennanlage sowie weiteres Equipment vorhanden. Adit-Vorstandsvorsitzender Robert Wheatley will das Unternehmen im nächsten halben Jahr an die Börse bringen, aber auch ein Joint-Venture mit einem Rohstoffkonzern wäre möglich, was beides Tara ebenfalls gut tun dürfte. Der Börsenwert von Tara Minerals beträgt derzeit 77 Millionen Euro; der 80-prozentige Anteil, den Tara Gold an Tara Minerals hält, ist demnach 61,6 Millionen Euro wert. Vorstandsvorsitzender beider Unternehmen ist Francis Biscan jr., der bei Tara Gold aber nur eine Marktkapitalisierung von 36 Millionen Euro feststellen kann. Tara Gold ist demnach eindeutig unterbewertet. Zudem plant Tara Gold ein Listing an der American Stock Exchange (AMEX), was mehr Anleger auf die Papiere aufmerksam machen wird. Die entsprechenden Voraussetzungen sind fast vollständig erfüllt, sodass das Listing bald beantragt werden kann. Auch die Liegenschaften von Tara Gold selbst sind interessant. Beispielsweise soll im Projekt La Currita mittelfristig mit dem Abbau von Gold und Silber begonnen werden. Da die Aktie von Tara Minerals nur in Berlin und auch nur mit sehr geringen Stückzahlen gehandelt wird, sollten risikobereite Anleger ein Kauflimit von 1,52 Euro streng einhalten oder an der US-amerikanischen Nasdaq handeln. Die Aktie von Tara Gold ist in Frankfurt am Main wesentlich liquider zu handeln und mit einem Limit von bis zu 0,39 Euro kaufenswert.
Änderungen in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das international aufgestellt Musterportfolio haben ihre 120 Anteilscheine der Allianz mit einem Verlust von zehn Prozent zu 81,50 Euro ausgebucht und dafür 250 Aktien der Münchener Rückversicherung zu 109,50 Euro eingebucht.
Trade24.de: Der Aktienkurs von Coherent dürfte weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Coherent als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 28 Dollar gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot von Financial Fortune:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 400.000 Anteilscheine von Can Can Lingerie zu 0,052 Euro aufgenommen und bei 0,04 Euro abgesichert. Zudem sind 30.000 Aktien von Aragon Energy zu 0,60 Euro mit einem Stoppkurs von 0,45 Euro sowie 40.000 Titel von Zecotek zu 0,50 Euro mit einem Stopp.Loss von 0,40 Euro eingebucht worden.
Änderung im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen 225 Anteilscheine von Verbund zu höchstens 30 Euro aufnehmen und bei 27,70 Euro absichern.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Im kurzfristig ausgerichteten Musterportfolio sind die 800 Anteilscheine von LPKF Laser mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 4,66 Euro ausgestoppt worden.