Werner Sperber
Die Actien-Börse Daily steht weiter zur Commerzbank. Der Zertifikate + Optionsscheine Trader empfiehlt antizyklischen Investoren ein Derivat auf Roth & Rau. Der Austria Börsenbrief rät antizyklischen Anlegern zum Einstieg bei der Esprit Holding. CdC Aktiensnapshot sieht Chancen für den Augenheilkunde-IT-Anbieter Ifa Systems. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Actien-Börse Daily erklären, dass die Commerzbank mit dem Gewinn von 116 Millionen Euro im dritten Quartal enttäuscht hat. Analysten hätten den Ertrag auf 143 Millionen Euro geschätzt. Der Jahresgewinn werde aber sich mehr als eine Milliarde Euro betragen. Die Experten schätzen den Gewinn im Jahr 2012 auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro. Bei diesem Betrag sind allerdings noch die Zinsen zu berücksichtigen, welche die Bank an den Staat zu zahlen hat. Die Commerzbank dürfte ab dem zweiten Quartal 2011 damit beginnen, ihre Steuerzahler-Hilfen zurückzuzahlen. Dafür gibt es mehrere Modelle, worüber allerdings noch nicht entschieden worden ist. Die Experten bleiben bei ihrem Kursziel von zehn Euro.

Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: Gegen den Trend für Roth & Rau
Viele Analysten haben gerade erst ihre Einstufung für die Aktie von Roth & Rau respektive ihre Kursziele gesenkt. In den vergangenen Monaten ist der Aktienkurs von Roth & Rau stetig gesunken und hat nun bei 16 Euro nach oben gedreht. Diese Ausgangssituation halten die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader für aussichtsreich, um gegen die Meinung der Analysten auf steigende Kurse zu setzen. Dazu raten die Experten sehr risikobereiten Anlegern zum Kauf des am 17. März 2011 fälligen Call-Optionsschein (WKN DE3 QYB) der Deutschen Bank auf Roth & Rau. Der Schein ist mit einer Basis von 18 Euro und einem Hebel von derzeit 10,7 ausgestattet. Wer auf weiter sinkende Notierungen setzen will, sollte den am selben Tag ablaufenden Put-Optionsschein (WKN DB8 K0N) desselben Emittenten kaufen. Dieser Schein weist eine Basis von 15 Euro und einen Hebel von aktuell 13,3 auf.
Änderungen im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen Call-Optionsscheine (WKN CM0 E33) auf die Commerzbank für höchstens 0,58 Euro aufnehmen und bei 0,40 Euro absichern sowie Call-Optionsscheine (WKN DE3 QYB) auf Roth & Rau zu maximal 0,18 Euro einbuchen und den Stoppkurs bei 0,10 Euro platzieren.
Der Austria Börsenbrief: Esprit trifft den Geist der antizyklischen Anleger
Im ersten Halbjahr 2010 hatte die Esprit Holding Probleme beim Verkauf ihrer Mode in einigen osteuropäischen Großhandelsgeschäften. Dank neuer Produktsegmente behauptet sich der Konzern allerdings im Einzelhandel Osteuropas gegen die stärker werdende Konkurrenz etwa von H&M oder Inditex. In den übrigen Regionen läuft es ohnehin besser, wie die Experten des Austria Börsenbriefes erklären. Insgesamt sank der Umsatz im Jahresvergleich um 2,2 Prozent auf 33,7 Milliarden Hongkong-Dollar. Das operative Ergebnis gab um 33,9 Prozent auf 3,79 Milliarden Dollar nach. Dank des wie gewöhnlich starken Finanzergebnisses ging der Nettogewinn nur um 10,9 Prozent auf 4,23 Milliarden Dollar (mehr als 392 Millionen Euro) zurück. Die Experten loben die besser als erwartet ausgeglichenen Rückgänge im Großhandels-Segment, den Erfolg der Strategie, mit mehreren Marken im Einzelhandel aufzutreten und die Expansion in den USA und China, also außerhalb des Kernmarktes Europa. Das Management will in China weiter wachsen, was auch deswegen erfolgversprechend ist, da die Konkurrenzsituation in Europa hart ist. Die Experten verweisen zwar auch auf die insgesamt eher negativen Analystenkommentare zu Esprit, raten jedoch antizyklisch orientierten und risikobereiten Anlegern zum Kauf der Aktie. Das mittelfristige Kursziel beträgt sechs Euro.
CdC Aktiensnapshot: Ifa Systems hat den Durchblick
Ifa Systems ist der weltweit führende Anbieter von Informationstechnologie für die Augenheilkunde (Ophthalmologie). Der Konzern erzielt mehr als 70 Prozent seines Umsatzes mit Lizenzeinnahmen. Dazu kommen IT-Dienstleistungen und Hardware-Verkauf. Das Unternehmen bietet seine Produkte und Dienstleistungen in 15 Ländern und sieben Sprachen an, wobei mehr als drei Viertel der Erlöse aus Deutschland stammen. Nun expandiert Ifa verstärkt in den USA und in China, wo das Unternehmen jeweils von staatlichen Förderprogrammen, Beteiligungen und Kooperationspartnern profitieren dürfte. Im Jahr 2009 steigerte Ifa den Umsatz um 2,7 Prozent auf 5,75 Millionen Euro. Das EBIT legte um 82,3 Prozent auf 1,13 Millionen Euro zu und der Nettogewinn um 28,3 Prozent auf 770.000 Euro. Ifa schüttete eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie aus, nachdem für das Jahr 2008 noch 0,08 Euro ausgezahlt worden sind. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr 2010 einen Umsatzanstieg von mindestens 15 Prozent auf wenigstens 6,61 Millionen Euro. Das EBIT dürfte um mindestens 45 Prozent auf mehr als 1,64 Millionen Euro zulegen. Nachdem Ifa Systems im zweiten und dritten Quartal 2010 das Kapital um brutto eine Million und noch einmal um 1,6 Millionen Euro erhöht hat, investiert der Konzern das in die Ausweitung des Leistungsportfolios. Die Experten des CdC Aktiensnapshot erwarten sich davon zusätzliches Wachstumspotential für die Jahre 2011 und 2012.
Änderung im Musterdepot des Chart Trader:
Die 2.687 Anteilscheine von Paion A0B65S sind mit einem Gewinn von 15 Prozent zu 2,48 Euro ausgestoppt worden.
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