Die Verantwortlichen für das ausgeglichen ausgerichtete Musterportfolio wollen ihren Bestand von 150 Aktien von TEVA Pharmaceuticals zu mindestens 34,60 Euro ausbuchen. Da die beiden Gold-Discountzertifikate (WKN AA1K1H und CB78SD) nahe an den Caps, also an der Begrenzung für weitere Kursgewinne, notieren, sollen die Bestände von 250 beziehungsweise 45 Stück ebenfalls aus dem Depot genommen werden. Dafür sollen 60 Gold-Discountzertifikate (WKN CZ24GB) der Commerzbank zu höchstens 93,90 Euro aufgenommen werden. Die Verantwortlichen für das Trend-Musterportfolio haben aufgrund des überhitzten Aktienmarktes ihre Bestände an Aktien der Deutschen Bank, Jenoptik und MAN jeweils halbiert und 63 beziehungsweise 1.500 respektive 95 Stück ausgebucht. Auchdie 200 Anteile von Xetra-Gold (WKN A0S 9GB) sind ausgebucht worden, da der Preisanstieg des Goldes durch den Kursverlust des Dollar im Vergleich zum Euro zunichte gemacht wird und deshalb kein Potenzial für kurzfristig steigende Kurse für Anleger in Euro mehr gibt. Nun wollen die Verantwortlichen auch die Hälfte ihrer Bestände der Deutschen Börse, der Hannover Rückversicherung und von MAN limitiert ausbuchen. Die jeweiligen Aktienkurse sollen demnach mindestens 58,84 Euro bei der Deutschen Börse AG, 32,10 bei der Hannover Rückversicherung und 59,60 Euro bei MAN betragen. Die Verantwortlichen für das konservativ ausgerichtete Musterportfolio haben ihren Bestand von 80 Anleihen (WKN A0G0PD) der Deutschen Telekom mit einem Gewinn von acht Prozent ausgebucht und dafür 80 Anleihen (WKN A0GZ4C) des Energieversorgers EnBW zu 101,88 Euro aufgenommen. Nun soll der Bestand an 250 Aktien von E.on ausgebucht werden, da die Bezirksregierung Münster entschieden hat, E.on dürfe ein Kohlekraftwerk in wichtigen Teilen nicht weiter bauen. Die Verantwortlichen für das dynamisch angelegte Musterportfolio haben 400 Inline-Optionsscheine (WKN SG0 8EC) auf Brent-Öl zu 6,72 Euro aufgenommen. Die Experten sehen ebenfalls das Risiko eines überhitzten Aktienmarktes und wollen deshalb ihren Bestand an 350 Aktien von Red Hat zu mindestens 17,20 Euro ausbuchen. Zudem spekulieren die Musterdepotverantwortlichen auf eine Korrektur im heißgelaufenen Bankensektor und wollen dafür 160 Short-Indexfonds (WKN DBX 1AH) der Deutschen Bank auf den -STOXX-600-Bankenindex zu höchstens 32,50 Euro aufnehmen.
Der Aktionärsbrief: Foris profitiert von der Finanzkrise
Foris ist nach Ansicht der Experten des Aktionärsbriefes als Erfinder der Gerichtsprozess-Finanzierung ein Profiteuer der Finanzkrise. Das Unternehmen zahlt bei einem Rechtsstreit die Gerichts- und Anwaltskosten, Beweis- und Sachverständigenkosten und, wenn der Prozess verloren wird, auch die Kosten des gegnerischen Anwalts. Für die Übernahme des Prozesskostenrisikos erhält Foris im Erfolgsfall einen Anteil von mindestens zehn Prozent vom erzielten Erlös, also von dem Betrag, der dem Kläger tatsächlich zufließt. Gerade die aktuelle Krise lässt das Prozessvolumen deutlich ansteigen. Im Fokus steht derzeit eine Sammelklage gegen den Finanzvertrieb AWD Österreich, bei dem Foris ein Betrag von bis zu zehn Millionen Euro zufließen könnte, was rund 60 Prozent des aktuellen Börsenwertes entspräche. In den vergangenen Monaten haben auch Insider, besonders Aufsichtsrat Oliver Schmidt, kräftig Foris-Aktien gekauft. Offensichtlich gehen die Insider von einem positiven Ausgang der AWD-Klage aus, oder von einer kurz bevorstehenden außergerichtlichen Einigung. Doch auch ohne AWD-Klage ist die Foris-Aktie günstig: Bei einem für 2009 geschätzten Gewinn von mehr als 0,40 Euro je Aktie beträgt das KGV nur 7. Die Bilanz von Foris ist mit nur geringen Finanzschulden und einer Eigenkapitalquote von 71 Prozent solide. Der „faire Wert“ der Aktie liegt bei rund 4,50 bis fünf Euro. Zudem ist auch charttechnisch ein Kaufsignal generiert worden. Der Stoppkurs sollte bei 2,38 Euro gesetzt werden.
Änderungen im spekulativen Musterdepot des Aktionärsbriefes:
Der Bestand an 1.000 Aktien von Geneart ist zu 6,75 Euro mit einem Gewinn von 13 Prozent ausgestoppt worden. Dafür sind 20.000 Anteilscheine von Caatoosee zu 0,44 Euro eingebucht worden. Nun sollen noch 2.500 Papiere von Foris aufgenommen werden.
Der Trend Invest Report : Abacho ist der Hammer
Handwerker können sich am bequemsten über MyHammer.de um Kunden bemühen. Täglich stehen auf dieser Internetseite rund 30.000 von Privatnutzern eingegebene Aufträge online, welche im Rückwärtsauktionsverfahren vergeben werden. Diese im Jahr 2005 gestartete Idee ist sehr erfolgreich und hat MyHammer, die 69-Prozent-Tochtergesellschaft von Abacho, schnell zum Marktführer gemacht. Zwischenzeitlich hat sich die operative Dynamik abgeflacht und den Aktienkurs gedrückt. Das könnte sich nun wieder ändern, denn das Wachstum ist wieder enorm: MyHammer steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2009 von 2,4 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro. Denn die Internetfirma hat einen Service eingeführt, der sehr gut ankommt. Im neuen „Branchenbuch“ bezahlen immer mehr Handwerker eine monatliche Gebühr, um sich besser zu präsentieren. Auch die Expansion nach England entwickelt sich gut und MyHammer dürfte sein Geschäft auch auf weitere Länder ausdehnen. Die Experten des Trend Invest Report führen noch den Kauf von gut 378.000 Abacho-Aktien Anfang des Jahres durch die Gesellschaft von eBay-Deutschland- und Jamba-Mitgründer Oliver Samwer zu 3,70 Euro an. Setzt MyHammer.de das Wachstum fort und gelingt in den nächsten Jahren der Break-even, sind noch höhere Kurse möglich.
Änderungen in den Musterdepots des Trend Invest Report:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 300 Aktien von Asknet zu 3,27 Euro aufgenommen. Nun sollen noch 700 Anteilscheine von Abacho zu höchstens 2,21 Euro sowie 300 Papiere von Biofrontera zu höchstens 2,30 Euro eingebucht werden.
Der Börsendienst: GWB, ein starker Immobilienwert
Die GWB Immobilien AG hat sich auf deutsche Einzelhandelsimmobilien spezialisiert und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette vom Neubau oder Kauf über das Management bis zum Verkauf ab. Vorstandsvorsitzender Dr. Norbert Herrmann hat im Gespräch mit den Experten von Der Börsendienst erläutert, Deutschland habe im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch einen großen Nachholbedarf an Shoppingzentren. Die Objekte der GWB sind breit über Deutschland verteilt und befinden sich bis auf wenige Ausnahmen in kleinen und mittleren Städten. Dort hat der Konzern den Vorteil, dass es weniger Konkurrenzflächen gibt und so die Attraktivität der Objekte auf hohem Niveau ist. Die Pipeline für neue Projekte, die aktuell bereits in der Planungsphase sind, ist mit einem Investitionsvolumen von mehr als 200 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre gut gefüllt und verspricht damit weiteres Wachstum. Die Experten vermuten zudem, dass GWB in den nächsten Wochen ein Objekt in Wuppertal für geschätzte 16 bis 18 Millionen Euro verkaufen wird. Dass dieser erwartete, mögliche Verkauf bislang nicht gemeldet worden ist, hat den Kurs der GWB-Aktie belastet. Bei einer Kapitalerhöhung hat GWB zudem 2,5 Millionen Euro eingenommen, wobei die Nachfrage nach den neuen Aktien größer war als das Angebot. Das Immobilienportfolio der GWB wurde zum Halbjahr mit einem Wert von rund 150 Millionen Euro ausgewiesen. Bei Schulden von 120 Millionen Euro ergibt sich damit ein Nettoinventarwert von rund 30 Millionen Euro beziehungsweise 4,80 Euro je Aktie nach der Kapitalerhöhung. Da die Experten die Bilanzierung nach IFRS-Standard für fragwürdig halten, setzen sie den „fairen Wert“ der Aktie auf 2,70 Euro fest. Der Stoppkurs sollte bei 1,50 Euro gesetzt werden.
Global Performance: Vtion, limitiert eine Zeichnung wert
Mit Vtion Wireless Technology (ISIN: DE 000 CHEN99 3)strebt das erste Unternehmen überhaupt im laufenden Jahr in den Prime Standard. Allerdings steht der Ausgabepreis für die 4,5 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung zuzüglich möglicher 675.000 Stück für die Mehrzuteilungsoption aus dem Bestand der Alteigentümer noch nicht fest. Die Aktienanzahl nach dem Börsengang dürfte demnach bei 15,98 Millionen Stück liegen, wobei 32,4 Prozent davon als Freefloat gewertet werden. Auf Basis des erwarteten IPO-Erlöses wird die Spanne nach Ansicht der Experten von Global Performance zwischen 9,20 und 16,10 Euro liegen. Liegt der Ausgabepreis bei 12 Euro, also etwa in der Mitte der erwarteten Spanne, dann bringt es Vtion auf einen Börsenwert von 192 Millionen Euro. Die Hälfte davon wäre aber mit Eigenkapital unterlegt, das schon vor dem IPO rund 40 Millionen Euro betragen hat. Die Zeichnungsfrist läuft von Montag, 28. September bis zum darauffolgenden Dienstag. Die Erstnotiz dürfte am Donnerstag, 1. Oktober, erfolgen. Die Vtion-Gruppe wurde 2002 gegründet und hat sich seither zu einem der drei führenden Anbieter von Datenkarten für den Zugang zum mobilen Internet in China entwickelt. Dazu bietet man über Kooperationen vor allem für Geschäftsreisende diverse Dienstleistungen an. Vor allem beim Ausbau der schnellen Mobilfunknetze der dritten Generation (3G) dürfte China in den nächsten Jahren rasant wachsen. Einen Großteil des zufließenden Geldes aus dem Börsengang will das Vtion-Management daher auch für den Ausbau des Geschäfts - vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung - einsetzen. Der Hauptteil der Datenkarten wird über die drei führenden chinesischen Mobilfunknetzbetreiber in China an die Kunden gebracht, mit denen man enge Beziehungen pflegt. Gleichzeitig besteht hier aber auch eine Abhängigkeit für Vtion. So lange der Markt stark wächst, sehen wir kaum Probleme. Je größer die Marktsättigung, desto stärker dürfte der Druck auf die Margen bei Zulieferern wie Vtion werden. Bislang erzielt der Börsenneuling noch stattliche Renditen: Im abgelaufenen Jahr stieg der Umsatz um 35,2 Prozent auf 39,2 Millionen Euro. Der operative Gewinn betrug 12,6 Millionen Euro und der Nachsteuergewinn 12,4 Millionen Euro. Im erste Halbjahr 2009 entwickelte sich das Geschäft etwas verhaltener. Insgesamt halten die Experten Vtion für einen interessanten Wachstumswert, den Anleger bis 13 Euro zeichnen können.
Änderungen im Musterdepot von Global Performance:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihren Bestand von 250 DAX-Short-Zertifikaten (WKN DB2 SRT) zu 70,84 Euro mit einem Verlust von sieben Prozent ausgebucht. Die Experten gehen immer noch davon aus, dass die Börsen bei einer überhitzten Markttechnik hoch bewertet sind. Einzig die üppig sprudelnde Liquidität sorgt für weiter steigende Kurse. Doch diese flüssigen Mittel würden schnell versiegen, wenn die Notenbanken den Hahn zudrehen, was wohl schnell der Fall wäre, wenn eine steigende Inflation droht. An einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung ohne staatliche Unterstützung ist nicht zu glauben, zumal die Regierungen alleine schon wegen der massiven Schulden ihre Spendierhosen nicht ewig anbehalten können.
Änderungen im Trading-Musterdepot von CdC Aktiensnapshot:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio wollen die Rallye der Aktie von Steico in den vergangenen Tagen zum Ausstieg nutzen. Der Bestand von 210 Stück soll zu mindestens 5,10 Euro, also mit einem Gewinn von mindestens 56 Prozent, ausgebucht werden.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 150 Aktien der Deutschen Börse AG zu 59,06 Euro aufgenommen.