Werner Sperber
Die Börse am Sonntag verspricht sich dicke Polster von der Anlage in die Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli. Die Euro am Sonntag spielt gerne mit Frogster. Der Anlegerbrief performaxx hält SHS Viveon für attraktiv. Die Platow Börse freut sich über das starke Eigenleben der Aktie der Merck KGaA. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag loben, die innovativen Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli verstehen es, sehr gute Schokolade zu machen. Die Nummer 1 im Premium-Segment beweist das mit immer neuen vortrefflichen Kreationen und den aktuellen Zahlen. Nach der Delle im rezessionsgeprägten Jahr 2009 ist der Konzern wieder zurück auf dem Wachstumspfad. Die Chancen für weitere Zuwächse in den nächsten Jahren sind vorhanden, denn das Management des schweizerischen Konzerns wird die eigene Marke weiter stärken, konstant Marktanteile hinzugewinnen und neue Märkte erschließen wollen. Zudem überzeugt die gesunde Bilanz mit der hohen Eigenkapitalquote von 68,5 Prozent. Alles in allem ist Lindt & Sprüngli nicht nur für Schokoladenliebhaber eine leckere Angelegenheit, sondern auch für langfristig orientierte Anleger. Die Experten empfehlen die Genussscheine (Partizipationsscheine, kurz PS) mit einem Nennwert von zehn Schweizer Franken zu kaufen und den Stoppkurs bei 1.620 Euro zu setzen.

Die Euro am Sonntag: Die Frogster-Runen prophezeien Wachstum
Das Online-Computerspiel "Runes of Magic" von Frogster hat sich zum Verkaufsschlager entwickelt, mit dessen Hilfe das Unternehmen im ersten Halbjahr 2010 einen Gewinn je Aktie von 0,40 bis 0,50 Euro erwirtschaftet haben dürfte. Georg Pröbstl, Experte der Euro am Sonntag, erinnert bei seiner Schätzung auch daran, dass Frogster in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Sonderbelastungen bilanzieren muss. Pröbstl geht für das Gesamtjahr 2010 von einem Nettoertrag pro Anteilschein von 1,45 Euro aus. In den kommenden drei Jahren soll sich dieser Betrag vervielfachen. Vorstandsvorsitzender Christoph Gerlinger sagte im Interview mit Pröbstl, Frogster werde in der kommenden Woche eine deutlich schnellere Version zum Herunterladen anbieten, was die Zahl der neuen Spieler kräftig steigen lassen dürfte. Frogster sicherte sich auch die europäischen Lizenzen für zwei weitere Onlinespiele, welche im nächsten Jahr anlaufen sollen und ebenso erfolgreich werden könnten wie "Runes of Magic". Zudem bearbeitet Frogster derzeit noch drei weitere Projekte. Nachdem sich der Onlinespiele-Anbieter Gameforge 60 Prozent der Frogster-Aktien gekauft hat und für die restlichen Anteilscheine je 25 Euro bietet, ist der Kurs nach unten abgesichert. Nach oben gibt es noch Luft, da Pröbstl das Angebot angesichts der guten Perspektiven von Frogster für wenig attraktiv hält. Er empfiehlt, die Aktie mit einem Kursziel von 37,20 Euro zu kaufen und das Engagement bei 18,50 Euro abzusichern.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Jens Castner, Verantwortlicher für das defensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 400 Anteilscheine der C-Quadrat Investment AG zu 14,45 Euro aufgenommen. Im offensiv aufgestellten Musterdepot, das von Joachim Spiering betreut wird, sind die 1.400 Aktien von Bob Mobile mit einem Gewinn von acht Prozent zu 15,56 Euro ausgestoppt worden. Sven Parplies hat in seinem Momentum-Musterportfolio 220 Akien von Citrix Systems zu 45,50 Euro eingebucht. Zudem hat er 4.055 Papiere von Evotec zu 2,46 Euro aufgenommen, die allerdings schon wieder ausgestoppt worden sind. Auch die 240 Anteilscheine von Baidu notieren unterhalb der Stopp-Schwelle.
Der Anlegerbrief performaxx: SHS Viveon ist attraktiv
Das kleine IT-Beratungsunternehmen SHS Viveon hat sich erfolgreich von seinen Problemen befreit und ist für die Zukunft solide aufgestellt. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx überzeugt vor allem die attraktive Bewertung der Aktie bei intakten Wachstumsaussichten. Sie schätzen den Gewinn je Aktie für das laufende Jahr auf einen Euro und für 2011 auf 1,50 Euro, was KGVs von 8 beziehungsweise 5 bedeuten würde. Allerdings ist SHS Viveon von einer positiven Wirtschaftsentwicklung direkt abhängig. Zudem sind die Papiere markteng, weshalb nur risikobereite Anleger die sehr guten Turnaround-Chancen nutzen sollten.
Die Platow Börse: Positives, Merck-liches Eigenleben
Während beim DAX einiges auf eine charttechnische Top-Formation hingedeutet hat, bildete sich bei Merck ein Boden aus. Die Kursentwicklung der Anteilscheine des Chemie- und Pharmakonzerns überraschte aber auch die Experten der Platow Börse. Nachdem der Kurs den Widerstand bei knapp 65 Euro überwunden hat, ist die Bodenbildung abgeschlossen, wobei Kursrücksetzer möglich sind. Mit einem KGV von 15 für 2011 ist die Aktie zwar ambitioniert bewertet, was angesichts des Wachstums und der weiteren Perspektiven aber gerechtfertigt ist. Mit einem Stoppkurs bei 53 Euro sollten Anleger bei Notierungen von nicht mehr als 65,50 Euro einsteigen.
Änderung im Musterdepot der Platow Börse:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 1.000 Anteilscheine von Bertrandt zu 35,85 Euro aufgenommen und bei 27 Euro abgesichert.
Änderungen im Musterdepot des Emerging Markets Investor:
Die eine Million Anteilscheine von Jupiter Energy sind mit einem Verlust von elf Prozent zu 0,024 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 10.000 Aktien von American Oriental zu 1,75 Euro aufgenommen.
Änderungen im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die 1.000 Anteilscheine von Neurosearch sind mit einem Verlust von 15 Prozent zu 10,85 Euro ausgestoppt worden.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die 2.500 Anteilscheine von Sunways und die 6.000 Aktien von Ce Global Sourcing sind mit Verlusten von zehn beziehungsweise fünf Prozent zu 5,50 Euro respektive 1,90 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 1.450 Papiere von LPKF Laser, 550 Titel von Frogster und 90.000 Anteilscheine von European Gas zu 9,60 Euro, 26 Euro beziehungsweise 0,161 Euro aufgenommen.
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