Werner Sperber
Der BetaFaktor freut sich über das "ausgefallene Sommerloch" bei Cancom IT Systeme. ÖkoInvest beschäftigt sich mit den beiden Index-Neulingen Jinko Solar und GCL Poly Energy. Die Platow Börse stellt fest: Es tut sich was bei Technotrans. Focus Money will die Anleger-Nerven mit einem Garantie-Zertifikat auf einen Schwellenländer-Index schonen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von BetaFaktor erinnern daran, dass der Wert der neuen Aufträge für Cancom IT Systeme unvermindert ansteigt. Jüngst hat das Unternehmen für die Monate Juli und August einen Anstieg des Volumens der neuen Bestellungen um 40,2 Prozent gemeldet. Vorstandsvorsitzender Klaus Weinmann kommentierte im Interview mit dem BetaFaktor: "Das Sommerloch ist dieses Jahr für uns ausgefallen." Deshalb ist auch das organische Wachstum "deutlich höher als letztes Jahr". Zum einen holen Kunden Investitionen nun nach und zum anderen sorgen neue Cancom-Produkte, wie etwa die eigene Cloud-Lösung, für Wachstum. Dazu kommen die Beteiligung mit 20,5 Prozent an der österreichischen Plaut AG beziehungsweise die Synergieeffekte daraus. Weinmann erklärte: "Wir haben erste Cross-Selling-Effekte." Weinmann mochte keine Prognose für das Jahr 2011 abgeben, denn "es steht noch mindestens eine Akquisition an". Erst danach will er konkreter werden. Die Experten bleiben demnach bei ihrem Kursziel von elf Euro.
Änderung im Realdepot des BetaFaktor:
Engelbert Hörmannsdorfer, Verantwortlicher für das Realdepot, will 470 Aktien von Intica Systems, zu höchstens 4,26 Euro kaufen.

ÖkoInvest: Zwei neue Werte im Index
Die Experten von ÖkoInvest verweisen darauf, dass Jinko Solar und GCL Poly Energy die beiden Unternehmen Q-Cells und Solargiga Energy Holding aus dem PPVX verdrängt haben. In dem von den Zeitschriften "Photon" und "Öko-Invest" zusammengestellten, nicht-kommerziellen Solaraktien-Index "Photon Photovoltaik Aktien Index (PPVX) " werden 30 Konzerne geführt. GCL Poly Energy erfüllte erst jetzt die Aufnahmekriterien, nachdem das Unternehmen mittlerweile mehr als 50 Prozent des Umsatzes mit Solaraktivitäten erzielt und der Erlösanteil aus den Geschäften mit fossilen Energieträgern zurückgegangen ist. Im ersten Halbjahr 2010 setzte GCL Poly Energy 5,79 Milliarden Hongkong-Dollar (580 Millionen Euro) um, wovon 3,65 Milliarden Dollar beziehungsweise 63 Prozent aus dem Geschäft mit Silizium und Wafern stammen. Obwohl der Konzern mit einer debt-equity-Quote von 75 Prozent hoch verschuldet ist und im ersten Halbjahr noch 0,02 Dollar Verlust auswies, beträgt das KUV mehr als 5. Die Experten gehen allerdings für das Gesamtjahr 2010 von einem Gewinn pro Anteilschein von 0,154 Dollar aus, was einem KGV von lediglich 13 entspräche. Auch Jinko Solar ist mit einem Verschuldungsgrad (debt to equity ratio, gearing, leverage; berechnet aus dem Fremdkapital geteilt durch das Eigenkapital) von 80 Prozent finanzschwach. Nach einem Umsatz- und Gewinneinbruch im Jahr 2009 legen die Erlöse nun wieder zu. Analysten schätzen, dass der Hersteller von Wafern, Solarzellen und Solarmodulen im nächsten Jahr sogar wieder ein einstelliges KGV erreichen könnte.
Die Platow Börse: Technotrans drückt flüssig nach oben
Der Aktienkurs von Technotrans legt bei hohen Handelsumsätzen zu. Nach Ansicht der Experten der Platow Börse haben die Papiere des Lieferanten für die Druckindustrie noch weiteres Potenzial. Sie erwarten zudem in den nächsten Wochen positive Nachrichten. Deshalb sollten Anleger noch bis zu Notierungen von 6,50 Euro einsteigen und ihr Engagement bei 5,20 Euro absichern.
Focus Money: Nervenschonend in die wachstumsstarken Schwellenländer investieren
Die Experten von Focus Money empfehlen das am 3. September 2007 bei einem Indexstand von 1.091,95 Punkten aufgelegte und am 6. März 2012 fällige Garantie-Zertifikat (WKN MS2 UWP) von Morgan Stanley auf den MSCI-Emerging-Market-Index zum Kauf. Morgan Stanley garantiert, zum Laufzeitende mindestens den Nominalwert des Zertifikates von 100 Euro zurückzuzahlen. Derzeit notiert das Papier bei weniger als 100 Euro. Eine mögliche Rendite berechnet Morgan Stanley jedoch nach dem Durchschnittswert des Indexes während der Laufzeit. Die Investmentbank verwendet dazu das sogenannte Asianing-Verfahren. Dazu wird der Schlusskurs des MSCI Emerging Markets in jedem Quartal festgehalten. Aus diesen 18 Schlusskursen, welche während der Zertifikate-Laufzeit notiert werden, bildet Morgan Stanley einen Durchschnittswert. Ist dieser Durchschnitt höher als die 1.091,95 Zähler bei der Emission des Zertifikates, erhält der Anleger zum Garantiebetrag die entsprechende prozentuale Wertentwicklung erstattet. Im MSCI-Emerging-Markets-Index werden derzeit rund 800 Unternehmen aus 21 Schwellenländern, wie etwa Südkorea, Brasilien oder Südafrika, geführt. Die Experten erklären, die Schwellenländer befinden sich in einer besseren Situation als die Industriestaaten, welche noch jahrelang mit ihren hohen Schulden zu kämpfen haben werden. Die Unternehmen in den Emerging Markets profitieren zudem von dem dort zunehmenden Wohlstand. Die Renditechancen in den Schwellenländern sind entsprechend hoch, was allerdings auch für die Risiken gilt. Deshalb sollten die Anleger zu einem Garantie-Zertifikat greifen.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Eberhard Rohe, im Börsenspiel von Focus Money verantwortlich für das Musterportfolio der DAB Bank, möchte seine restliche Liquidität von rund 10.600 Euro für Anteilscheine des britischen Biotechunternehmens Abcam verwenden und die Aktien zu höchstens 1.570 Britische Pence (19,07 Euro) aufnehmen. Manuel Hölzle, zuständig für das Musterdepot der GBC AG, hat 2.100 Anteilscheine der Beteiligungsgesellschaft Max21 zu 2,61 Euro eingebucht. Zudem hat er seinen Bestand von 350 Papieren von Kinghero um weitere 350 Stück zu 15,90 Euro aufgestockt. Der Misch-Einstandskurs für alle 700 Titel beträgt 15,54 Euro. Nun will Hölzle noch den Bestand von 11.000 Papieren von KPS um weitere 3.000 Stück aufstocken, wobei er das Limit auf 0,85 Euro je KPS-Aktie festgelegt hat.
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