Werner Sperber
Börse Online empfängt Kaufsignale von C.A.T. Oil. Global Performance ist langfristig von Kontron überzeugt, aber kurzfristig ... Der Trend Invest Report sieht Nachholpotenzial bei der Smart-Grid-Aktie Esco Technologies. Der Aktionärsbrief spekuliert mit der Deutschen Börse. Trade24 setzt auf GoYellow Media. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Die Experten von Börse Online erklären, die Aktie von C.A.T. Oil profitiere offensichtlich von der Ölpreis-Hausse. Auch nach dem starken Kursanstieg lohnt sich der Einstieg noch, denn mit dem Anstieg der Notierung auf ein Niveau oberhalb einer seit zweieinhalb Jahren gültigen Abwärtstrendlinie, hat der Chart ein neues Kaufsignal generiert. Bei Kursen von elf bis 13 Euro wartet eine horizontale Widerstandszone. Die kurzfristige Aufwärtstrendlinie bei 7,50 Euro dient als gute Unterstützung. Der Stoppkurs sollte dennoch erst bei 5,25 Euro gesetzt werden. Die Experten geben das Kursziel mit zwölf Euro an.
Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:
Die Verantwortlichen für das Trend-Musterportfolio haben sämtliche Werte ausgebucht. Dabei erzielten sie für ihre 77 Anteilscheine der Deutschen Börse AG, den 62 Aktien der Deutschen Bank und den 150 Titeln der Hannover Rückversicherung Gewinne von 14 bis 18 Prozent. Die Verantwortlichen für das dynamisch ausgerichtete Musterdepot haben ihre 400 Inline-Optionsscheine (WKN SG0 8EC) auf Brent Crude Öl mit einem Verlust von 50 Prozent zu 3,34 Euro ausgebucht. Dafür sollen nun 2.500 Anteilscheine von Balda zu höchstens 1,95 Euro aufgenommen und bei 1,18 Euro abgesichert werden. Die Verantwortlichen für das ausgewogen angelegte Musterportfolio haben ihre 250 Bonuszertifikate (WKN SG0 GGX) auf Silber mit einem Gewinn von fünf Prozent zu 13,83 Euro ausgebucht. Die Verantwortlichen für das konservativ geführte Musterdepot haben ihre 80 Anleihen (WKN A0T WJ1) von Siemens mit einem Gewinn von sieben Prozent zu 108,46 Euro ausgebucht. Nun sollen auch die 75 Discountzertifikate (WKN VFP 3YY) auf Gold aus dem Depot genommen werden, da nicht nur die Dollarschwäche die Preissteigerungen bei Gold ausgleicht, sondern nun auch der Goldpreis selbst zurückgegangen ist.
Chart
Global Performance: Die Charttechnik und die Zahlen lassen vor Kontron zurückschrecken
Die Zahlen von Kontron für das dritte Quartal sind nach Ansicht der Experten von Global Performance ziemlich enttäuschend ausgefallen. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 6,6 Prozent auf 115,6 Millionen Euro. Auch wegen einer Sonderbelastung von drei Millionen Euro brach der operative Gewinn um 62 Prozent auf 4,76 Millionen Euro ein und der Nettogewinn um 68 Prozent auf 2,98 Millionen Euro. Die schwache Bruttomarge spricht für steigenden Preisdruck und verschlechtert die Gewinnaussichten für die Zukunft. Die Experten haben ihre Gewinnschätzungen deshalb gesenkt und befürchten, dass die angestrebte Verbesserung der operativen Marge bis zum Jahr 2011 auf bis zu zwölf Prozent nicht gelingen wird. Langfristig dürfte sich das Unternehmen zwar gut entwickeln. Dazu kommt die Übernahmefantasie und fundamental ist die Aktie auch noch nicht zu teuer, doch das charttechnische Bild hat sich eingetrübt, so dass von weiter sinkenden Kursen auszugehen ist. Die Experten raten deshalb dazu, Kontron-Aktien zu verkaufen.
Der Trend Invest Report : Noch ist Esco Technologies günstig
Die US-Regierung fördert den Umbau der Stromnetze in „intelligente“ Smart Grids mit Milliarden für Städte und Unternehmen. Esco Technologies profitiert davon indirekt, denn das US-Unternehmen erzielte zuletzt 65 Prozent seiner Gewinne im Netz-Geschäft. Die Firma bietet einerseits den Strom- und Gasversorgern Software zur Diagnose und dem Management ihrer Strom- und Gasnetze an und andererseits dem Endkunden Hard- und Software, um die Energie effizienter einzusetzen. Darunter befinden sich auch die Stromzähler der Zukunft, die mit dem Netz kommunizieren und helfen Energiekosten zu senken. Eine weitere Sparte von Esco liefert Filterlösungen für die Luft- und Raumfahrt-Industrie. Da die Aktie von Esco eine der wenigen im Smart-Grid-Sektor ist, welche noch günstig zu haben sind, empfehlen die Experten des Trend Invest Report risikobereiten Anlegern den Kauf der Papiere.
Änderungen im Musterdepot des Trend Invest Report:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 100 Anteilscheine von Hotel.de mit einem Gewinn von 14 Prozent zu 12,02 Euro ausgebucht. Dafür sind 1.000 Aktien von Design Hotels zu 0,70 Euro aufgenommen werden. Nun sollen die 300 Titel von Fabasoft zu mindestens 3,61 Euro ausgebucht werden.
Der Aktionärsbrief: Die Deutsche Börse hat die Lizenz zum Geld drucken
Die EU-Kommission plant die Transparenz am Derivate-Markt zu erhöhen, die Kontrahenten- und Handelsrisiken zu senken und die Aufsicht und Integrität an den Derivate-Märkten zu stärken. Zur Verringerung des Kontrahentenrisikos will die Kommission die Kapitalanforderungen an die Banken deutlich erhöhen, welche kein Clearing-House nutzen und lediglich Sicherheiten austauschen. Damit sollen die Clearing-Houses gestärkt werden. Marktteilnehmer sollen zudem alle standardisierten Derivate-Kontrakte über zentrale Gegenparteien abwickeln müssen. Zudem sollen die Offenlegungspflichten für alle OTC-Derivate (außerbörslich gehandelte Derivate) erhöht werden, um die Transparenz zu verbessern und Regulierungsbehörden auf steigende Risiken am Markt aufmerksam zu machen. Die EU-Kommission will dazu bis Mitte 2010 einen Gesetzesvorschlag vorlegen. Der Widerstand von den Banken und von der Industrie ist allerdings groß. Die Banken verlieren ihre jetzige Bedeutung im Derivatespiel. Der Industrie gefallen die mit der Neuregelung im Clearing verbundenen Margin Calls nicht. Die Experten des Aktionärsbriefes werten diese Vorhaben als Anzeichen dafür, dass ein Großteil der standardisierten Derivatekontrakte bald über die Börsen gehandelt werden. Nur so kann die Transparenz und Disziplinierung des Marktes letztlich erfolgen. Diese neuen Derivate-Regeln könnten für die Deutsche Börse AG wie eine Lizenz zum Gelddrucken werden, denn dann wäre eine Neubewertung des Unternehmens nötig. Weltweit liegt das Handelsvolumen dieser OTC-Derivate bei 450 Billionen Dollar.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das Allround-Musterportfolio wollen 70 Anteilscheine der Deutschen Börse AG aufnehmen und das Engagement bei 49 Euro absichern. Im spekulativ ausgerichteten Musterdepot sind die 1.500 Anteilscheine von Heliad Equity Partners zu 4,30 Euro ausgestoppt worden und die 3.000 Aktien von GFT Technologies zu 2,40 Euro. In beiden Fällen ist ein Verlust von je elf Prozent angefallen. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen nun 1.000 Aktien von Westag + Getalit aufnehmen. Den Stoppkurs setzen sie bei 11,50 Euro.
Trade24.de: Die Aktie von GoYellow Media dürfte weiter steigen
GoYellow Media prüft eine Strafanzeige gegen die Deutsche Telekom AG wegen vorsätzlicher Kursmanipulation. Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus Harisch sagte: „Die Deutsche Telekom hat gegen Paragraph 20a des Wertpapierhandelsgesetzes, Verbot der Marktmanipulation, verstoßen und mit unsubstantiierten sowie maßlos überzogenen Forderungen den Aktienkurs unseres Unternehmens manipuliert. Unsere Aktionäre wurden dadurch zu Unrecht verunsichert. Wir prüfen jetzt, mit welchen Rechtsmitteln wir gegen das Bonner Unternehmen vorgehen können.“ Der Aktienkurs von GoYellow war nach der Veröffentlichung des Klageeingangs um rund zehn Prozent gefallen. Die Deutsche Telekom hatte zwei Tochtergesellschaften von GoYellow eine Schadensersatzklage in Höhe von rund 9,3 Millionen Euro zugestellt. Mit dieser Klage fordert der Konzern nachträgliche Zahlungen für die Nutzung der Daten, die bei der Online-Branchenauskunft GoYellow.de in einem Zeitraum von fünf Wochen abgefragt wurden. Im gesamten ersten Quartal 2005, in das der betreffende Zeitraum fällt, machte GoYellow.de 119.000 Euro Umsatz. Die gesamte Summe der an die Deutsche Telekom bezahlten Datenkosten belief sich im Geschäftsjahr 2005 auf rund 133.000 Euro. Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von GoYellow als „Top-Favorit, spekulativ“ zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 6,80 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Millionendepot:
Gerd Weger, Verantwortlicher für Das Millionendepot, hat folgende Restpositionen mit Gewinn ausgebucht: 3.000 Anteilscheine von Freenet, 1.000 Aktien von Bwin Interactive Entertainment sowie 1.000 Papiere der Deutschen Börse. Die restlichen 1.000 Aktien von Shanda Interactive Entertainment sind mit Verlust ausgebucht worden. Bei Bwin und der Deutschen Börse sind neue Engagements angedacht. Auch der Chart von Medigene ist unter Druck geraten. Fundamentale Gründe erkennt Weger nicht und spekuliert, kurzfristig orientierte Investoren könnten beim Warten auf den Kooperationspartner für den möglichen Blockbuster Endotag-1 die Geduld verloren haben. Da der Kurs nun wieder in der Nähe der Unterstützung bei vier Euro angelangt ist, könnte ein Rebound folgen. Weger hat deswegen seinen Bestand von Medigene-Aktien auf 10.000 Stück verdoppelt. Der Einstandskurs für die frisch eingebuchten Papiere beträgt 4,21 Euro. Da der DAX nachhaltig unter die Marke von 5.600 Punkten gefallen ist, hat Weger zudem 5.000 hochspekulative endlos laufende Wave-Put-Optionsscheine (WKN DB9 QN9) der Deutschen Bank auf den DAX zu 4,08 Euro aufgenommen und mittlerweile mit Gewinn wieder ausgebucht. Weger überlegt, diese Optionsscheine erneut einzubuchen.
Änderungen im Musterdepot des TradeCentre
Simon Betschinger, Verantwortlicher für Musterportfolio, hat seine 130 Vorzugsaktien von Biotest mit einem Gewinn von 32 Prozent zu 41 Euro ausgebucht. Mit den 400 Aktien von Gerry Weber International schaffte er bei einem Kurs von 21,71 Euro ein ausgeglichenes Ergebnis und mit den 3.000 Anteilscheinen von Pironet NDH verbuchte er einen Verlust von 56 Prozent bei einem Kurs von 1,40 Euro. Nun möchte Betschinger 550 Aktien von Eckert & Ziegler zu höchstens 5,40 Euro aufnehmen.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die 253 börsennotierten Indexfonds (WKN ETF 001) auf den DAX sind mit einem Gewinn von neun Prozent zu 56,50 Euro ausgestoppt worden und die 301 Indexzertifikate (WKN GS8 SLF) auf den RTX mit einem Gewinn von 16 Prozent zu 14,10 Euro. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben dafür 550 ETCs (WKN A0S VX3) auf den Dow-Jones-UBS-Commodity-Index zu 18,39 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 16,80 Euro gesetzt.
Änderungen im Musterdepot des Zertifikate und Optionsscheine Trader:
Die 100 Mini-Future-Long-Zertifikate (WKN AA1 YDT) auf Gold sind mit einem Gewinn von 23 Prozent zu 26,80 Euro ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben zudem ihre 489 Wave-Call-Optionsscheine (WKN DB7 AJ5) auf den ATX-Index mit einem Verlust von 20 Prozent zu 8,90 Euro ausgebucht. Dafür sind 294 Call-Optionsscheine (WKN DB2 TA3) auf das Währungspaar Euro/Britisches Pfund zu 6,15 Euro aufgenommen worden. Der Stoppkurs wurde bei 4,35 Euro gesetzt.