Werner Sperber
Der BetaFaktor geht davon aus, dass BKN Biostrom ohne Biodiesel nun Gas gibt. Die Euro am Sonntag erkennt Potenzial bei Infineon Technologies. Der Platow Börse zufolge verkauft MAN gut und auch die Aktie verkauft sich gut. Die Börse am Sonntag sieht Chancen, mit Orangensaft gut zu verdienen, so wie einst die "Glücksritter" Eddie Murphy und Dan Aykroyd. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des BetaFaktor zitieren Günter Schlotmann, Alleinvorstand von BKN Biostrom, bezüglich des Verkaufs der Rest-Sparte Biodiesel: "Dieses Mal kommt sie nicht zurück, die Kaufpreisfinanzierung steht." Der Verkauf soll zum Buchwert getätigt worden sein, wobei die Experten davon ausgehen, dass dieser bei rund einer Million Euro liegt. Die Verluste aus dem Biodiesel-Geschäft gehören der Vergangenheit an. Schlotmann kann sich endlich auf das boomende Geschäft und die volle Pipeline mit Biogas-Anlagen konzentrieren. Der Konzernchef erklärte im Interview mit dem BetaFaktor: "Wir haben einen sehr guten Auftragsbestand." Die Analysten von SES Research schätzen den Umsatz für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr 2009/10 auf 18,4 Millionen Euro. Im Fiskaljahr 2010/11 dürfte BKN Biostrom 23 Millionen Euro erlösen und 0,06 Euro je Aktie verdienen. Im Geschäftsjahr 2011/12 soll der Gewinn pro Anteilschein auf 0,11 Euro steigen. Die Börse nimmt die gute Entwicklung langsam wahr, weshalb die Experten mit einem Turnaround-Kursziel von 2,50 Euro zum Einstieg raten.
Die Euro am Sonntag: Infineon Technologies hat Potenzial
Peter Bauer, Vorstandsvorsitzender von Infineon Technologies, hat die Prognose für das vierte Quartal 2010 angehoben. Der Umsatz dürfte um 15 Prozent höher liegen als ein Jahr zuvor. Bislang erwartete Bauer einen Zuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich. Zudem soll die Gewinnspanne zulegen. Neben den guten Ergebnissen der mittlerweile an Intel verkauften Sparte Mobilfunk-Chips, haben wohl auch die Kernsegmente Automotive und Industrie ihren Anteil an diesen verbesserten Aussichten. Da Bauer auch für die kommenden Jahre im Durchschnitt ein prozentual zweistelliges Wachstum der Erlöse prognostiziert, sollte sich der Bestand an flüssigen Mitteln im Konzern weiter verbessern, was sich auf die Dividendenzahlung auswirken dürfte. Die Experten der Euro am Sonntag gehen von einer Ausschüttung von 0,10 Euro für 2010 aus. Charttechnisch pendelte der Aktienkurs in der jüngeren Vergangenheit zwischen den Marken von 4,10 und 5,60 Euro. Die Experten empfehlen die Anteilscheine mit einem Kursziel von sechs Euro und mit einem Stoppkurs bei 3,95 Euro zum Kauf.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Jens Castner, Verantwortlicher für das defensiv aufgestellte Musterportfolio, will seine 400 Anteilscheine von C-Quadrat mit einem Gewinn ausbuchen. Joachim Spiering, zuständig für das offensiv ausgerichtete Musterdepot, dürfte anhand des im Wochenvergleich verringerten Liquiditätsbestandes, wie angekündigt, die 1.870 Aktien der PSI AG für Produkte und Systeme der Informationstechnologie und die 11.700 Papiere von Paion aufgenommen haben. Sven Parplies, der das Momentum-Musterportfolio betreut, hat die 628 Titel von Virgin Media sowie die 300 Anteilscheine von Intuit wohl mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 504 Aktien von Smartrac zu 19,85 Euro aufgenommen, die er gleich wieder aus dem Musterdepot nehmen will.
Die Platow Börse: MAN nimmt Fahrt auf
Die Aktie von MAN notiert derzeit so hoch, wie seit Mitte des Jahres 2008 nicht mehr. Der Grund für die jüngste Kursrallye liegt in der Meldung, der Absatz im Jahr 2010 dürfte besser ausfallen als bislang erwartet. Vor allem in Europa und Brasilien laufen die Geschäfte. Vorstandsvorsitzender Georg Pachta-Reyhofen geht davon aus, dass nicht nur 100.000 Nutzfahrzeuge sondern 120.000 abgesetzt werden können. Damit sind Erlöse von 15 Milliarden Euro möglich, wie sie der Lkw-Hersteller im Jahr 2008 erreicht hat. Die Experten der Platow Börse verweisen zudem auf die Bewertung der Aktie mit einem KGV von 14 für das Jahr 2011 und raten zum Einstieg mit einem Stopp-Loss bei 62 Euro.
Die Börse am Sonntag: Orangensaft für "Glücksritter"
An der Intercontinental Exchange (ICE) hat sich der seit Anfang September zu erkennende Preisanstieg für gefrorenes Orangensaft-Konzentrat (FCOJ) verstärkt. Frozen Concentrated Orange Juice kostet nun wieder soviel, wie seit Februar 2008 nicht mehr. Damit hat FCOJ die Konsolidierung zwischen 125 und 150 US-Cent je pound beendet, was nach Ansicht der Experten der Börse am Sonntag einem Kaufsignal entspricht. Bei anhaltender Kauflaune könnte aus charttechnischer Sicht relativ schnell der Bereich von 175 bis 180 Cent erreicht werden. Zudem sprechen Sorgen, die Erntemenge von Orangen könnte sich aufgrund des Wetterphänomens La Niña verringern, für eine fortgesetzte Preis-Rallye. Sollte sich La Niña verstärken, könnte dies zu einer schlechten Regenzeit in Brasilien und damit zu einer schlechteren Ernte führen. Die daraus eventuell folgenden Angebotsengpässe dürften wiederum die Preise weiter treiben. Brasilien ist der weltgrößte Produzent von Orangen. Der US-Staat Florida ist der zweitgrößte Produzent und hier bedrohen voraussichtlich noch bis in den Oktober die Wirbelstürme die Ernte. Anhaltspunkte liefert auch die offizielle Ernteprognose für die Ende September ablaufende Erntesaison 2010/11, die das US-Landwirtschaftsministerium am 8. Oktober vorlegen will. Die renommierte Agrarökonomin Elizabeth Steger erwartete im August, dass der Vorjahreswert von 133,6 Millionen Kisten je 40,8 Kilogramm um 15 Prozent überschritten wird. Die Experten raten vor diesem Hintergrund zum Kauf des endlos laufenden Zertifikates (WKN GS0 CC3) von Goldman Sachs auf den Future (OJ)/C1 für gefrorenen, konzentrierten Orangensaft. Zudem raten sie risikobereiten Anlegern zum Einstieg in den open-end Call-Optionsschein (WKN DZ6 3HW) der DZ Bank. Der Schein ist mit einer Basis bei 120,93 Cent je pound FCOJ, einer Knock-out-Schwelle bei 125,13 Cent und einem Hebel von derzeit 4,1 ausgestattet. Um von sinkenden Notierungen zu profitieren, sollten Investoren sich im ebenfalls endlos laufenden Short-Zertifikat (WKN SG1 NJY) der Société Générale engagieren. Dieser Schein weist aktuell eine Basis bei 214,40 Cent, eine Knock-out-Schwelle bei 193 Cent und einen Hebel von 2,8 auf.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 75 Vorzugsaktien von Fuchs Petrolub mit einem Gewinn von sieben Prozent zu 81 Euro ausgebucht.
Änderungen im Musterdepot von Financial Fortune:
Die 100.000 Anteilscheine von Petroamerica Oil sind mit einem Verlust von 14 Prozent zu 0,24 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 400.000 Aktien von Majestic Gold zu 0,086 Euro aufgenommen und bei 0,07 Euro abgesichert. Zudem haben sie 100.000 Papiere von Olympus Pacific Minerals zu 0,348 Euro eingebucht.
Änderungen im Musterdepot des Hot Stocks Investor:
Die 4.000 Anteilscheine von China New Borun sind mit einem Gewinn von 23 Prozent zu 6,50 Euro ausgestoppt worden. Die 30.000 Aktien von Wind Works Power werden wieder im Musterportfolio geführt. Die Verantwortlichen haben zudem 350.000 Papiere von Majestic Gold zu 0,094 Euro aufgenommen und bei 0,08 Euro abgesichert.
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