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Börsenwelt Presseschau: BAT, Schweizer Electronic AG, E.on und Balda unter der Lupe

Werner Sperber

Fuchs Kapitalanlagen nimmt einen Zug aus dem Gewinnpotenzial von British American Tobacco. BetaFaktor spekuliert über ein Delisting des Verzehnfachers Schweizer Electronic AG. Platow Derivate gratuliert den Discount-Zertifikaten zum Geburtstag und hat einen passenden Schein für E.on parat. Der Börsendienst setzt auf ein Derivat, das sich nach Gerüchten zu Balda im Wert verdreifachen könnte. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen verweisen darauf, dass vor allem die britische BAT die Konsolidierung der Tabak-Industrie vorantreibt. Vor zwei Jahren kaufte British American Tobacco die staatliche türkische Tekel für 1,7 Milliarden Dollar sowie die Zigaretten- und Kautabak-Aktivitäten von Skandinavisk Tobakskompagni. Im vergangenen Jahr übernahm BAT die indonesische Bentoel für 580 Millionen Dollar. Mittlerweile ist BAT, die als eine von 250 Marken "Lucky Strike" verkauft, in 180 Märkten aktiv. Aufgrund des breiten Markenportfolios und der dichten regionalen Präsenz bezeichnet sich BAT als den internationalsten Tabak-Konzern der Welt. In Bezug auf die Größe rangiert das Unternehmen unter den nichtstaatlichen Zigarettenproduzenten hinter Philip Morris auf Platz Zwei. BAT hat die Wirtschaftskrise weit hinter sich gelassen und rückläufige Absatzzahlen durch Preiserhöhungen mehr als ausgeglichen. Die Zahlen für das erste Halbjahr sind in allen Regionen, außer Osteuropa, besser ausgefallen als erwartet. So stieg der Umsatz im Jahresvergleich um acht Prozent und der der Gewinn je Aktie legte um 13 Prozent auf 1,05 Euro zu. Nach den Gewinnschätzungen der Analysten von Merrill Lynch beläuft sich das KGV für 2010 auf 13 und für 2011 auf 12. Die Aktien sind demnach mit einem Kursziel von 32,88 Euro und einem Stoppkurs bei 23,29 Euro kaufenswert.


Der BetaFaktor: Es ist Strom auf den Aktien der Schweizer Electronic

Seit Ende vergangenen Jahres hat sich der Kurs der Aktie der Schweizer Electronic AG beinahe verzehnfacht. Die Experten des BetaFaktors erklären, dass die Halbjahreszahlen auch belegen, dass diese Gewinne gerechtfertigt sind. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 80 Prozent auf 50,8 Millionen Euro zu und das bereinigte EBIT verbesserte sich von minus 5,7 Millionen auf plus 5,8 Millionen Euro. Die Schweizer Electronic AG profitierte dabei nicht nur von der weltweiten Konjunkturerholung, sondern vor allem von einem im Mai erhaltenen Riesenauftrag der SMA Solar AG. Die Kapazitäten sind inzwischen so weit ausgelastet, dass der Konzern Teile der Auftragsarbeiten an die Meiko Electronics Ltd. ausgelagert hat, mit der im April 2009 eine strategische Allianz vereinbart worden ist. Aufgrund dieser Zusammenarbeit ist die Schweizer Electronic AG mittlerweile zum europaweit drittgrößten Hersteller von Leiterplatten geworden. Die Experten schätzen den Jahresumsatz auf 110 bis 120 Millionen Euro und das EBIT auf bereinigt 15 Millionen Euro und inklusive der Sondereffekte auf mehr als 20 Millionen Euro. Da die Wirtschaft sich weiter erholt und die Solarbranche sogar noch besser läuft, ist ein Börsenwert von 100 Millionen Euro eher zuwenig als zuviel. Denn die Wirtschaftserholung läuft, und die Solarbranche erst recht. Vor diesem Hintergrund könnten sich die Experten sogar vorstellen, dass die Familie Schweizer den Konzern von der Börse nimmt, denn in der Zukunft sind noch weitaus bessere Zahlen für den Konzern möglich. Nachdem die Aktie selbst an allgemein schwachen Börsentagen gut lief und immer wieder interessante Geld-Angebote bei einer leeren Brief-Seite zu sehen waren, ist es wahrscheinlich, dass sich jemand unbedingt noch bei der Schweizer Electronic AG engagieren möchte. Das Kursziel beträgt 40 Euro.


Platow Derivate:  Zum Geburtstag ein E.on-Zertzifikat

Die Experten von Platow Derivate erinnern daran, dass Thomas Zwirner, HSBC Trinkaus & Burkhardt, vor 15 Jahren die Discount-Zertifikate erfunden hat, um den Anlegern ein Produkt zur "Steuer-Optimierung" anbieten zu können. Mittlerweile sind diese Rabatt-Papiere zum "Klassiker" geworden, den vor allem konservative Investoren gerne kaufen. Discount-Zertifikate erzielen die höchsten Börsenumsätze. Die Experten empfehlen als "Geburtstagsgruß" weiterhin das Discount-Zertifikat (WKN AA1 6S1) der Royal Bank of Scotland auf E.on bis zu Notierungen von 20,50 Euro zum Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 16 Euro gesetzt werden. Das Papier wird am 22. Juni 2011 fällig und ist mit einem Rabatt von knapp 2,60 Euro ausgestattet. Bei einem maximalen Rückzahlungsbetrag von 23 Euro ergibt sich eine Seitwärtsrendite von 12,8 Prozent beziehungsweise 15,2 Prozent per anno.

Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:

Die 2.300 Call-Optionsscheine (WKN DB2 CL9) auf Pfleiderer, die 6.000 Long-Zertifikate (WKN VT0 FCR)  auf die Deutsche Börse AG und die 850 Long-Zertifikate (WKN BC1 DGY) auf das Währungspaar Euro/Dollar sind jeweils mit Gewinn ausgestoppt worden. Die 4.000 Turbo-Bull-Zertifikate (WKN CM5 G31) auf Phoenix Solar und die 6.000 Long-Zertifikate (WKN DZ1 R8J) auf Aixtron sind jeweils mit einem Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 4.500 Call-Optionsscheine (WKN DB9 FP7) auf Linde zu 1,25 Euro aufgenommen und bei 0,97 Euro abgesichert sowie 2.300 Long-Zertifikate (WKN VT0 KNF) auf die Vorzugsaktie von Volkswagen zu 1,70 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 1,10 Euro gesetzt. Nun sollen noch 310 Inline-Optionsscheine (WKN SG1 RPJ) auf den DAX mit den Grenzwerten 5.700 und 6.600 Punkte zu höchstens 4,20 Euro ins Depot genommen werden.


Der Börsendienst: TPK schiebt Balda an

Balda hält rund 19 Prozent an der TPK. Der taiwanesischen Hersteller von berührungsempfindlichen Bildschirmen ist angeblich ein Lieferant von Apple und strebt in den kommenden Wochen den Börsengang an. Nach Angaben der Experten des Börsendienstes haben Analysten den Wert der 19-prozentigen Beteiligung von Balda bislang auf 100 Millionen Euro geschätzt. Neuesten Gerüchte aus Asien zum TPK-IPO zufolge schätzen Analysten den Wert nun auf mehr als 150 Millionen Euro, sofern der Börsengang zu den angekündigten Konditionen klappt. Wenn sich das als wahr herausstellt, dürfte die Aktie von Balda in der nächsten Zeit um 30 bis 40 Prozent zulegen. Bei einem Kurssprung von 40 Prozent würde dabei das endlos laufende Turbo-Bull-Zertifikate (WKN CM5 W5K) der Commerzbank auf Balda um rund 200 Prozent zulegen. Der Schein ist mit einer Basis bei 2,71 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 2,89 Euro und einem Hebel von derzeit 5,1 ausgestattet.

Änderungen in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 700 Anteilscheine von Cancom IT Systeme mit einem Gewinn von 15 Prozent zu 7,10 Euro ausgebucht.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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