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Börsenwelt Presseschau: BASF, Daimler, VW und BMW, Gerry Weber International sowie Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment unter der Lupe

Werner Sperber

Platow Derivate räumen der Aktie von BASF bessere Chancen ein als dem DAX und erklären, mit welchem Zertifikat Anleger davon profitieren können. Der Frankfurter Börsenbrief ist bei den Automobilkonzernen Daimler, VW und BMW wählerisch. Das Zertifikatejournal findet Gerry Weber International anziehend und hat ein passendes Derivat parat. Für Fuchs Kapitalanlegen kommt niemand an Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment vorbei. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate erinnern daran, dass sich der Aktienkurs von BASF seit zweieinhalb Jahren beständig besser entwickelt als der DAX. Das mathematische Verhältnis von BASF zum DAX hat zudem gerade wieder einen Rekordstand erreicht. Die Anteilscheine des Chemiekonzerns gehören zu den stärksten im deutschen Leitindex überhaupt. Nachdem der Kurs ein Hoch erreicht hat, sollten risikobereite Anleger dem Trend folgen und mit dem am 26. November 2012 fälligen Alpha-Turbo-Long-Zertifikat (WKN DZ2 Q51) der DZ Bank auf eine weitere Outperformance von BASF im Vergleich zum DAX setzen. Der Stoppkurs sollte bei 0,75 Euro gesetzt werden.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 1.300 Short-Zertifikate (WKN MQ1 8HH) auf Infineon Technologies mit Gewinn und die 2.000 Long-Zertifikate (WKN VT1 VTP) auf die Merck KGaA sowie die 1.400 Long-Zertifikate (WKN TB6 CDM) auf Continental jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 2.000 Short-Zertifikate (WKN GS5 E3Q) auf TUI zu 1,24 Euro aufgenommen (Stoppkurs bei 0,88 Euro). Zudem haben sie 55 Alpha-Zertifikate (WKN SG1 2KE) auf das Paar WTI/Brent-Öl zu 83,50 Euro (Stoppkurs bei 70 Euro), 3.900 Long-Zertifikate (WKN BC1 RV6) auf die Merck KGaA zu 0,74 Euro (Stoppkurs bei 0,57 Euro) und 3.700 Put-Optionsscheine (WKN DE6 JFL) auf die Hannover Rückversicherung zu 0,75 Euro (Stoppkurs bei 0,55 Euro) eingebucht. Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 1.600 Alpha-Turbo-Short-Zertifikate (WKN DZ2 RHG) auf eine schwächere Kursentwicklung der Aktie der Deutschen Bank als die der Commerzbank mit einem Verlust ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen haben zudem ihre 3.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 N03) auf das Paar Stada/DAX mit einem Minus ausgebucht. Dafür haben sie 1.850 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 Q51) auf das Paar BASF/DAX zu 1,52 Euro aufgenommen und bei 0,75 Euro abgesichert.


Frankfurter Börsenbrief: BMW und VW sind okay, Daimler ist kaufenswert      

Nach einer Studie des Marktforschungsinstitutes J.D. Power and Associates soll die Zahl der weltweit verkauften Automobile bis zum Jahr 2015 um mehr als 41 Prozent auf 103 Millionen steigen. Der wesentliche Impuls soll aus den Schwellenländern kommen, wo der Absatz auf 60 Millionen Fahrzeuge anwachsen soll. Davon profitieren natürlich auch die deutschen Konzerne der Automobil(zuliefer)-Branche. Die Experten des Frankfurter Börsenbriefes versuchen unter den drei Autokonzernen im DAX den aussichtsreichsten herauszusuchen. BMW will den Absatz bis zum Jahr 2016 auf zwei Millionen und bis 2020 auf 2,5 bis 2,6 Millionen Pkw steigern. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres verkaufte das Unternehmen mit 668.000 Fahrzeugen 20,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr könnten es mehr als 1,46 Millionen Autos werden. Der Vorstand plant, mehrere Werke zu bauen und rund 2.000 Mitarbeiter einzustellen. Analysten schätzen den Gewinn pro Anteilschein auf 7,19 Euro, was einem KGV von lediglich 9 entspräche. Zudem hat der Aktienkurs den wichtigen Widerstand bei 65 Euro überwunden. Volkswagen hat in den ersten fünf Monaten 2011 den Rekordwert von 3,37 Millionen Fahrzeugen verkauft. Das Management möchte nun in der Volksrepublik China zwei Werke bauen. China ist bereits jetzt der weltgrößte Auto-Einzelmarkt. Analysten schätzen das Ergebnis pro Anteilschein für nächstes Jahr auf 18,53 Euro, was einem KGV von nur 7 für 2012 entspräche, obwohl die Notierung der Vorzugsaktie bereits stark angezogen hat. Bei einem Rücksetzer sind die Papiere kaufenswert. Die Kurs-Gewinn-Vielfache von Daimler für das nächste Jahr beträgt 8. Die technologischen Erfolge des Unternehmens mit Sitz in Stuttgart sind bemerkenswert. Der Flotten-Verbrauch von Daimler ist von 9,2 Liter Kraftstoff pro 100 gefahrener Kilometer im Jahr 1995 auf 6,3 Liter im Jahr 2010 gesunken. Im nächsten Jahr soll dieser Wert auf 5,6 Liter sinken und vor allem dank der verstärkten Nutzung der Leichtbauweise mit Karbon-Fasern sollen es im Jahr 2016 nur mehr fünf Liter sein. Daimler arbeitet mit dem japanischen Konzern Toray zusammen, um Karbon-Fasern zu beziehen, die für die Fertigung von Fahrzeugteilen in Großserie tauglich sind. Zudem baut Daimler auch seine Präsenz in China aus. Die Experten empfehlen, die Aktie von Daimler bis zu Notierungen von 52 Euro mit einem Kursziel von 65 Euro und einem Stoppkurs bei 45,30 Euro zu kaufen.


Das Zertifikatejournal: Gerry Webers gute Seitwärtsrendite     

Die Aktie von Gerry Weber International ist in den MDAX aufgestiegen und hat dort diejenige von Tognum verdrängt. Der Aktienkurs des Modekonzerns hat sich seit August 2010 beinahe verdoppelt. Doch das spiegelt nur die gute operative Entwicklung wider, die auch an den Zahlen für die ersten sechs Monate des Ende Oktober ablaufenden Geschäftsjahres 2010/11 abzulesen ist. Diese Ergebnisse waren weit besser als von den Analysten geschätzt. Der Vorstand erwartet für das gesamte Fiskaljahr einen Umsatzanstieg von zehn Prozent auf den Rekordwert von 700 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von mehr als 14 Prozent. Zum 4. Juli gibt das Unternehmen Gratis-Aktien im Verhältnis 1:1 aus. Der Aktienkurs sinkt dementsprechend um 50 Prozent, doch da der Anleger nun zwei statt einem Anteilschein besitzt, bleibt es für ihn gleich. Für den Konzern dagegen erhöht sich die optische Attraktivität bei Käufern, wenn der Kurs niedriger ist. Charttechnisch ist der übergeordnete Aufwärtstrend intakt, auch wenn jüngst etwas Druck auf die Notierungen aufgekommen ist. Die Experten des Zertifikatejournals raten vor diesem Hintergrund zum Einstieg in das am 22. Juni 2012 fällige capped Bonus-Zertifikat (WKN MQ1 K58) von Macquarie auf Gerry Weber. Die Bank zahlt 51,50 Euro (25,75 Euro nach dem Split vom 4. Juli) zurück, wenn der Aktienkurs während der Laufzeit nie auf oder unter die Marke von 34 Euro (17 Euro) sinkt. Das entspricht einer Rendite von 12,2 Prozent beziehungsweise 12,7 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Der Stoppkurs sollte bei 35 Euro (17,50 Euro) gesetzt werden.   


Fuchs Kapitalanlagen: Schoeller-Bleckmann ist ein Muss     

Im laufenden Jahr verbrauchen vor allem die Menschen in den Industrienationen und in der Volksrepublik China weltweit 88 Millionen Fass mit 159 Liter (Barrel) Öl pro Tag. Das ist mehr als jemals zuvor. Rückgänge der Nachfrage und der Produktionsmenge waren bislang nur in schweren Rezessionen, wie etwa im Jahr 2009, zu verzeichnen. Es wird nach Angaben der Experten von Fuchs Kapitalanlagen immer kostspieliger, Erdöl zu finden und zu fördern. Die bestehenden Vorkommen werden bislang allerdings nur etwa bis zur Hälfte erschlossen. In den Lagerstätten bleibt so genanntes schweres Erdöl zurück. Das ist schwefelhaltiger und dickflüssiger als leichtes Erdöl. Vor allem aber ist die Produktion deutlich schwieriger und technisch wesentlich aufwendiger. Um das schwere Erdöl fördern zu können, muss es verflüssigt werden. Dazu werden Pipelines in die Erde gebohrt, durch die 300 Grad heißer Wasserdampf in die Quellen gepresst wird. Wie leichtes Erdöl kann dann auch das erhitzte und dadurch verflüssigte schwere Erdöl abgepumpt werden. Das U.S. Geological Survey schätzt, dass rund 3.400 Milliarden Barrel schweren Erdöls in der Erde lagern. Diese Menge würde ausreichen, um die derzeitige, weltweite Nachfrage für die kommenden 100 Jahre abzudecken. Das amerikanische Wissenschaftsinstitut schätzt allerdings, dass von diesen Vorkommen nur knapp 13 Prozent mit den derzeit zur Verfügung stehenden Techniken zu erschließen sind. Allerdings ist von technischen Innovationen auszugehen. So erprobt Chevron derzeit eine Explorations-Technologie im Wafra-Ölfeld zwischen Saudi-Arabien und Kuwait. Der hohe Ölpreis führt also zu einem deutlichen Anstieg der Investitionen der Ölkonzerne. Selbst kostspielige Investitionen rechnen sich ab einem Ölpreis von mehr als 80 Dollar pro Barrel. Am Nischen-Weltmarktührer Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) kommt dabei niemand vorbei. Der Produzent von Hochpräzisionsteilen für die Ölservice-Industrie erzielt 60 Prozent des Umsatzes mit den drei Konzernen Schlumberger, Halliburton und Baker Hughes. Das Geschäft von SBO hängt maßgeblich von der Konjunktur in der Ölfeld-Dienstleistungsbranche ab. Doch selbst im Krisenjahr 2009 verdiente der Konzern noch Geld. Mittlerweile erreichen die Ergebnisse wieder das Vorkrisen-Niveau. Auch die mittel- bis langfristigen Trends sprechen für SBO. Denn weltweit nehmen sowohl die Offshore-Bohrungen als auch die Ausbeutung schwer zugänglicher Vorkommen zu. Für beides braucht man das Equipment des Unternehmens aus Österreich. Charttechnisch befindet sich bei 55 Euro eine Unterstützung, die in der aktuellen Korrektur nicht unterschritten werden sollte. Anleger sollten die Anteilscheine mit einem KGV von 16 für das kommende Jahr mit einem Kursziel von 76,13 Euro und einem Stopp-Loss bei 51,54 Euro kaufen.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 200 Anteilscheine von Amadeus Fire zu 28,96 Euro aufgenommen.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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