Werner Sperber
Die Actien-Börse Daily beschäftigt sich mit dem "Thema des Jahres": Banken. 4investors sieht Kurschancen bei Infineon Technologies und Volkswagen. Die Platow Börse ist zuversichtlich für den Aktienkurs von Drillisch. Focus Money stuft die Anteilscheine von Chevron als renditestarken Inflationsschutz ein. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Actien-Börse Daily legen sich ausdrücklich darauf fest: Das Thema des Jahres 2011 sind generell Banken, ob in Europa, Amerika oder Asien. Zwar sind Banken keine Highflyer, aber sie liefern eine klare Tendenz und sie sind "die tragenden Säulen der gesamten Wirtschaft". Kursrücksetzer bedeuten Investitionschancen. Das gilt für die Deutsche Bank, die stabile Zahlen vorweist. Das gilt für die UBS mit einem Kursziel von 25 Schweizer Franken, die immer noch nicht an die früheren Ergebnisse angeschlossen hat. Das gilt für die Bank of America, JPMorgan Chase und die Citigroup, die kurz vor einem charttechnischen Kaufsignal stehen. Das gilt auch für American Express, die gerade erst ein solches Kaufsignal erzeugt hat. Die Experten raten Anleger dazu, sich diejenigen Bankaktien herauszusuchen, welche die höchste relative Stärke aufweisen.

4investors: Infineon Technologies und Volkswagen kaufen!
Der Aktienkurs von Infineon Technologie hat den Widerstand bei 7,94 Euro mittlerweile klar überwunden und steigt nun am oberen Ende des steigenden Bollinger-Bandes entlang. Gestern ging die Aktie zum Tageshoch von 8,27 Euro aus dem Handel, weshalb nach Ansicht der Experten von 4investors weiteres Aufwärtspotenzial besteht. Wichtige Unterstützungen befinden sich bei 7,89/7,94 Euro sowie bei 7,67/7,70 Euro.
Die Experten von 4investors zitieren die Analysten der Nord LB, welche ihre Empfehlung zum Kauf der Vorzugsaktien von Volkswagen bestätigt haben. Allerdings senkten sie aufgrund einer neuen Berechnung das Kursziel von 145 auf 140 Euro. Das Management von Volkswagen plant im Jahr 2018 weltweit zehn Millionen Autos zu verkaufen. Die Analysten schätzen, dass der Konzern dieses Ziel schon im Jahr 2017 oder sogar 2016 erreichen kann. In diese Berechnung sind die Verkaufszahlen von Suzuki, Porsche und MAN nicht einbezogen.
Die Platow Börse: Drillisch lockt mit Extra-Geld
Drillisch hat nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2010 die Zahl der Mobilfunk-Kunden weiter erhöht, den Umsatz um 5,2 Prozent gesteigert und mit 49,3 Millionen Euro das EBITDA-Ziel übertroffen. Der Vorstand zeigt sich auch für das laufende Jahr optimistisch. Demnach soll die Kundenzahl nochmals erhöht werden und das EBITDA 52 Millionen Euro erreichen. Nach Angaben der Experten der Platow Börse sind die Analysten reihenweise von Drillisch angetan und haben die Aktie zum Kauf empfohlen. Dabei gibt es neben der guten operativen Entwicklung noch einen weiteren Kaufgrund: Der Mobilfunk-Service-Provider möchte 0,50 Euro je Aktie als Dividende ausschütten, was rund 70 Prozent mehr wären als ein Jahr zuvor und eine Rendite von mehr als sieben Prozent bedeuten würde. In diesem Dividendenplan sind allerdings noch keine Ausschüttungen aus der Beteiligung an Freenet enthalten, so dass eine zusätzliche Sonderausschüttung möglich ist. Deshalb sollten Anleger noch bis zu Notierungen von sieben Euro einsteigen und ihr Investment bei 5,50 Euro absichern.
Focus Money: Chevron schützt vor der Inflation
Die Europäische Statistikbehörde Eurostat hat für Dezember eine Inflationsrate von 2,2 Prozent und für Januar eine Teuerung von 2,4 Prozent im Jahresvergleich festgestellt. Dabei haben vor allem die Preise von Nahrungsmitteln und Öl deutlich angezogen. Nach Ansicht der Experten von Focus Money ist die Wahrscheinlichkeit für eine weiterhin stark steigende Inflation hoch. Die Experten raten deswegen dazu, Aktien des Öl-Konzerns Chevron zu kaufen, denn jeder Dollar, den ein 159-Liter-Fass mehr kostet, schlägt direkt auf den Gewinn von Chevron durch. Dank der vergleichsweise hohen Renditen, welche das US-Unternehmen erwirtschaftet, ist der Gewinnhebel besonders lang. Da der weltweit drittgrößte Öl-Konzern einige neue Großprojekte entwickelt, gehen Analysten davon aus, dass Chevron die Fördermenge in den kommenden Jahren deutlich stärker erhöhen wird als die Konkurrenz. Die Analysten von McQuarie stufen Chevron als einen der wachstumsstärksten Öl-Konzerne ein. Analysten schätzen den Gewinn je Aktie für die Jahre 2010 bis 2012 auf durchschnittlich 6,79 Euro beziehungsweise 8,01 Euro respektive elf Euro, was sehr günstigen Kurs-Gewinn-Vielfachen von 10 beziehungsweise 9 respektive 6 bedeuten würde.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Eberhard Rohe, Verantwortlicher für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, möchte seine 800 Anteilscheine von Augusta Technologie zu mindestens 17,80 Euro ausbuchen und durch 1.000 Aktien der Deutsche Wohnen AG ersetzen. Manuel Hölzle, zuständig für das Musterdepot der GBC AG, hat zehn Anleihen (WKN A1E 8QQ) von Helma Eigenheimbau zu 100 Euro aufgenommen. Nun möchte er seinen Bestand von 1.700 Anteilscheinen von Greiffenberger um 300 Aktien zu höchstens 8,60 Euro aufstocken. Zudem will er seinen 400 Titel von Kinghero ausbuchen und durch 2.000 Papiere von Polytec zu maximal 6,50 Euro ersetzen.
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