Börsenwelt Presseschau: Arqueonautas Worldwide - Arqueologia Subaquática, Euro/Dollar, Roche, Software AG und Peabody Energy unter der Lupe
Der Anlegerbrief performaxx sucht und findet Kaufgründe für das Mode- und marinearchäologische Unternehmen Arqueonautas Worldwide - Arqueologia Subaquática. Die Euro am Sonntag spekuliert auf einen im Vergleich zum Dollar schwächer werdenden Euro und hat ein passendes Derivat parat. Die Börse am Sonntag will auf Nummer sicher gehen und rät zum Einstieg in ein Derivat auf Roche. Die Platow Börse geht von einem weiteren Höhenflug der Aktie der Software AG aus. Trade24 setzt auf Peabody Energy. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Anlegerbriefes performaxx erklären, dass die Geschäftsentwicklung der portugiesischen Arqueonautas Worldwide - Arqueologia Subaquática zügig voranschreitet. Die führende marinearchäologische Gesellschaft beantragte in Indonesien die Untersuchungslizenz für zwei bereits geortete, rund 500 Jahre alte chinesische Dschunken. Der Konzern steht auch kurz davor, die Bergungslizenz für ein altes Schiffswrack in Brasilien zu erhalten. Im März nahm der Konzern zudem die Suche nach zwölf historischen Schiffswracks aus dem 16. und 18. Jahrhundert vor Mosambik auf. Dabei rechnet der Vorstand schon in diesem Sommer mit ersten Funden. Das vom Management prognostizierte Wertpotenzial des Projektportfolios in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro scheint sich damit zu realisieren. Zudem prüft die Gesellschaft die Umsetzung weiterer Bergungsprojekte und plant über eine Unternehmenspartnerschaft mit einer Tiefseebergungsgesellschaft die Erweiterung des Aktionsspielraums auf Tiefen bis zu 4.000 Metern. Schließlich dürften Arqueonautas durch den gelungenen Start seines Fashion-Labels schon bald zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen, um weitere Bergungsprojekte zu finanzieren und technologisch aufzurüsten. Nach dem sehr erfolgreichen Start des ersten Ladens in Düsseldorf Ende vergangenen Jahres, eröffnete Arqueonautas Worldwide im ersten Quartal 2010 drei weitere Geschäfte in Hamburg, Hannover und Dresden. Die Lizenzerträge aus der Partnerschaft mit der Kitao-Gruppe, welche die Marke international vertreiben will, entwickeln sich besser als geplant und verleihen dem Geschäft von Arqueonautas Stabilität. Der Vorstand geht davon aus, dass künftig die Hälfte des Konzernumsatzes mit dem Modegeschäft erzielt werden und prognostiziert prozentual zweistellige Wachstumsraten. Die Experten schätzen den Konzernerlös für das laufende Jahr auf mehr als acht Millionen Euro und den Gewinn auf zwei bis drei Millionen Euro, obwohl die Geschäftsentwicklung von Arqueonautas Worldwide schwer einzuschätzen ist. Um das Ertragsziel der Experten von mindestens zwei Millionen Euro zu erreichen, muss die Gesellschaft zwei Projekte umsetzen, was mehr als wahrscheinlich ist. Bei einem aktuellen Börsenwert von rund 20 Millionen Euro würde das KGV für 2010 deutlich einstellig ausfallen. Arqueonautas Worldwide überzeugt zudem durch intakte und signifikante Wachstumspotenziale, die nicht zuletzt aus dem Erfolg des Fashion-Labels erwachsen. Die Experten raten dazu, die Aktie als Depotbeimischung zu kaufen.

Die Euro am Sonntag: Weich, weicher, Euro
Die Experten der Euro am Sonntag erinnern daran, dass der US-Dollar seit den ersten Gerüchten um das Schuldendebakel von Griechenland im Dezember 2009 im Vergleich zum Euro deutlich an Wert gewonnen hat. Das europäische Statistikamt hat nun bekannt gegeben, dass die 16 Euro-Länder im vergangenen Jahr neue Schulden in Höhe von durchschnittlich 6,3 Prozent ihrer jeweiligen Brutto-Inlands-Produkte (BIP) aufgenommen haben. Das ist die höchste Kreditaufnahme seit der Einführung des Euro im Jahr 1999. Von den Maastricht-Kriterien, welche bei der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung als "Heiliger Gral" galten (wie etwa die Höchstgrenze der Neuverschuldung von drei Prozent des BIP), ist keine Rede mehr. Jetzt feilschen die Politiker nur mehr um die Höhe der Finanzspritzen für Griechenland. Das Vertrauen in den Euro ist weg. Nun könnte die Unterstützung bei 1,325 Dollar je Euro bald fallen. Risikobereite Anleger kaufen deshalb das endlos laufende Turbo-Short-Zertifikat (WKN BN4 6KN) der BNP Paribas auf einen im Vergleich zum Dollar schwächer werdenden Euro. Der Schein ist mit einer Basis und einer Knock-out-Schwelle bei etwas mehr als 1,39 Dollar und einem Hebel von 22 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Jens Castner, Verantwortlicher für das defensiv ausgerichtete Musterportfolio, erhöht sein Limit für die Neuaufnahme von 220 Anteilscheinen von Stratec Biomedical von 16 auf 26,50 Euro. Im offensiv ausgerichteten Musterdepot sind die 2.130 Aktien von Nokia mit einem Verlust von 14 Prozent zu zehn Euro ausgestoppt worden. Zudem hat Joachim Spiering, zuständig für dieses Portfolio, seine 400 Vorzugsaktien von Drägerwerk mit einem Gewinn von 20 Prozent zu 45,47 Euro ausgebucht. Dafür hat er 5.200 Titel von Heliad Equity Partners zu 3,83 Euro aufgenommen und bei 3,20 Euro abgesichert. Nun möchte er noch 1.100 Papiere der Varengold Wertpapierhandelsbank einbuchen. Sven Parplies verwaltet das Momentum-Musterportfolio und hat 792 Titel von Liberty Media zu 12,06 Euro aufgenommen. Nun möchte er seine 330 Anteilscheine der NII Holding und seine 55 Aktien von Priceline ausbuchen und dafür Titel von Wynn Resorts und Infineon Technologies aufnehmen.
Die Börse am Sonntag: Sicher ist sicher, mit Roche
Die Aschewolke aus Island könnte der Auslöser für die längst überfällige Korrektur an den Börsen sein. Andererseits zeigt der übergeordnete Trend noch immer nach oben. Eine dritte Möglichkeit ist nach Ansicht der Experten der Börse am Sonntag eine schwankungsfreudige längere Seitwärtsbewegung an den Märkten. Deshalb raten sie dazu, nicht zu verkaufen, sondern auf defensive Wert, wie etwa den schweizerischen Pharmakonzern Roche zu setzen. Der Pharmasektor entwickelt sich kontinuierlich und ist von Ereignissen wie der isländischen Aschewolke, den Skandalen um Goldman Sachs oder den Sorgen um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft kaum betroffen. Die Geschäfte von Roche laufen ausgezeichnet und das Unternehmen hat mit den Zahlen für das erste Quartal die Schätzungen der Analysten übertroffen. Zudem bestätigte der Vorstand seine Prognose für das Gesamtjahr 2010. Demnach dürfte der Umsatz um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag zulegen und der Gewinn bei konstanten Wechselkursen um einen zweistelligen Prozentbetrag wachsen. Dabei hat das Management den deutlichen Rückgang des Umsatzes mit dem Grippemedikament Tamiflu bereits berücksichtigt. Sollte die Schweinegrippe allerdings wieder ausbrechen, könnte Roche die eigenen Ziele sogar erhöhen, was der Aktie zusätzlichen Schub geben dürfte. Roche baut auch seine Geschäfte in den wachstumsstarken Emerging Markets weiter aus. Zudem überzeugt das Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite von derzeit 3,4 Prozent. Das alles dürfte den Aktienkurs nach unten absichern. Eine interessante Alternative zur Aktie ist das capped Bonus-Zertifikat (WKN SG1 A7Z) der Société Générale auf Roche. Das Papier läuft bis zum 24. Juni 2011. Die Bank zahlt 270 Schweizer Franken zurück, wenn der Aktienkurs während der Laufzeit die Sicherheitsschwelle von 135 Franken nie berührt oder unterschritten hat. Dann beträgt die Rendite 12,9 Prozent beziehungsweise 11,2 Prozent auf das Jahr gerechnet.
Die Platow Börse: Software bleibt kaufenswert
Der Aktienkurs der Software AG ist mittlerweile auf den höchsten Stand seit dem Herbst des Jahres 2000 gestiegen und rückt weiter auf die Marke von 100 Euro vor. Auch wenn die Bewertung mit einem KGV von 17 und einem KUV von 2,5 für 2010 für die niemals günstige Aktie inzwischen recht üppig ist, halten die Experten der Platow Börse eine Fortsetzung des Aufwärtstrends und ein Überschreiten der Schwelle von 100 Euro für wahrscheinlich. Dabei könnten auch die am 27. April zu veröffentlichenden Zahlen für das erste Quartal 2010 helfen. Sie sollten ordentlich ausfallen und keine großen Überraschungen bringen. Den Experten gefällt zudem der langfristige Ausblick. Denn künftig will der TecDAX-Konzern den Umsatz alle fünf bis sechs Jahre verdoppeln, wobei der boomende Markt für Business Process Intelligence der Hauptwachstumstreiber sein soll. Deshalb bleibt die Aktie mit einem Stoppkurs bei 76 Euro kaufenswert.
Änderung im Musterdepot der Platow Börse:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben zu ihren 2.700 Anteilscheinen von United Internet weitere 1.200 Stück zu 11,59 Euro aufgenommen. Der Stoppkurs liegt bei 9,50 Euro.
Trade24.de: Der Aktienkurs von Peabody Energy dürfte weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Peabody Energy als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 47,50 Dollar gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot von Financial Fortune:
Die 30.000 Anteilscheine der Prosperity Minerals Holding sind mit einem Gewinn von 32 Prozent zu 1,65 Euro ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben zudem ihre 20.000 Aktien von Uranerz Energy mit einem Verlust von drei Prozent zu 1,36 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 10.000 Titel von Bolser zu 2,28 Euro aufgenommen und bei zwei Euro abgesichert. Zudem haben sie 200.000 Papiere von Advanced Explorations zu 0,16 Euro sowie 20.000 Anteilscheine von Clenergen zu 0,90 Euro eingebucht. Anscheinend haben die Verantwortlichen schließlich noch ihren Bestand von 500.000 Aktien von Majestic Gold wieder um 500.000 Stück aufgestockt.
Änderungen im Musterdepot des Hot Stocks Investor:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 25.000 ihrer zuvor 100.000 Anteilscheine von IC Potash mit einem Gewinn von 59 Prozent zu 0,41 Euro ausgebucht. Bei China Crescent haben sie sich von einer Million der zuvor 2,5 Millionen Aktien mit einem Plus von 31 Prozent zu 0,017 Euro getrennt und schließlich haben sie noch 150.000 der zuvor 300.000 Titel von Victory West Moly mit einem Ertrag von 59 Prozent zu 0,164 Euro getrennt. Dafür haben sie 200.000 Aktien von Advanced Explorations zu 0,16 Euro aufgenommen.
Änderung im Musterdepot des Börsendienstes:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen 2.000 Anteilscheine von Cenit zu höchstens 5,90 Euro aufnehmen.
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