Werner Sperber
Fuchs Kapitalanlagen sieht Archer Daniels Midland als sehr gute Möglichkeit an, von der Renaissance der landwirtschaftlichen Rohstoffe zu profitieren. Platow Derivate spekuliert auf eine Zwischen-Rallye von Aixtron und hat dafür das passende Zertifikat im Musterdepot. Der Frankfurter Börsenbrief hofft in Griechenland auf ein Banken-Comeback ähnlich wie in den USA. Das Nebenwerte-Journal hält nicht nur den Aufwärtstrend wie im Lehrbuch für einen Einstiegsgrund bei Krones. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen verweisen auf die immer wieder auftauchenden Vorwürfe, wonach in und für den Rohstoffmarkt in London die Zahlen zu den Lagerbeständen dort manipuliert werden. Rohstoffhändler hätten viel Macht und deshalb seien Investments in einzelne Rohstoffe, wie Kupfer, Weizen oder Gold zu Recht verpönt. Außerdem hätten Anlagen in Rohstoffkonzerne besser abgeschnitten als Investments in die Rohstoffe selbst. Die Experten gehen allerdings von einer Renaissance des Marktes für landwirtschaftliche Rohstoffe aus und empfehlen deshalb den Kauf der günstig bewerteten Aktie von Archer Daniels Midland (ADM) als Basis-Investment in diesem Segment. In dem Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 hat ADM den Gewinn je Aktie überraschend stark um 15 Prozent auf 2,27 Euro gesteigert, was einem KGV von 10 entspricht. Das Kursziel beträgt 27 Euro und der Stoppkurs sollte bei 18,25 Euro gesetzt werden. Der im Jahr 1902 gegründete US-Konzern lagert und verarbeitet Getreide und Ölsaaten und stellt daraus unter anderem Nahrungsergänzungsstoffe, Sojaschrot, Palmöl oder Backmehl her. Die Vorstandsvorsitzende Patricia Woertz will zudem die Sparte Biokraftstoffe zum Wachstumsträger entwickeln.

Platow Derivate: Aixtron zieht vom Doppelboden zum Jahreshoch
In der vergangenen Woche hat der Spezialmaschinenbaukonzern Aixtron dank der nach wie vor starken Nachfrage nach LED-Leuchten sowie des starken Dollars sehr gute Halbjahreszahlen vorgelegt. Da der Vorstand mit Blick auf die Auftragslage für den weiteren Jahresverlauf recht optimistisch bleibt, hat das Management erneut die Jahresziele angehoben. Wenn alles gut läuft, glauben die Experten von Platow Derivate daran, dass die Aixtron-Führung die Prognosen im November bei Vorlage der Ergebnisse zum dritten Quartal erneut erhöht. Aufgrund von Gewinnmitnahmen und weil Großaktionär Camma einen Teil der Anteile verkauft hat, ist der Aktienkurs vom Jahreshoch bei 26,40 Euro zwischenzeitlich gesunken. Neben der stabilen Unterstützung bei rund 19 Euro scheint sich bei 22,40 Euro ein weiterer Boden auszubilden. Von dieser Marke aus dürfte die Notierung nun wieder in Richtung Zwischenhoch anziehen. Die Experten empfehlen risikobereiten Anlegern den Kauf des endlos laufenden Mini-Future-Call-Optionsscheines (WKN DZ1 R8J) der DZ Bank auf Aixtron. Der Schein weist eine Basis bei 17,20 Euro, eine Knock-out-Schwelle bei 18,06 Euro und einen Hebel von aktuell 5 aus.
Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:
Die 9.500 Call-Optionsscheine (WKN DB6 HY8) auf Celesio und die 3.000 Mini-Short-Zertifikate (WKN CG9 BZX) auf Hochtief sind mit Verlusten von 19 beziehungsweise 21 Prozent zu Kursen von 0,38 Euro respektive 0,96 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 6.000 Mini-Long-Zertifikate (WKN DZ1 R8J) auf Aixtron zu 0,56 Euro aufgenommen und bei 0,38 Euro abgesichert. Nun sollen noch 4.500 Call-Optionsscheine (WKN DB9 FP7) auf Linde zu höchstens 1,25 Euro eingebucht werden. Der Stoppkurs soll bei 0,97 Euro gesetzt werden.
Der Frankfurter Börsenbrief: Die Alpha Bank soll das Comeback der griechischen Banken anführen
Die Alpha Bank ist eine der drei größten Banken Griechenlands und die Aktie ist nach Ansicht der Experten des Frankfurter Börsenbriefes die "Turnaround-Chance der Woche". Natürlich hat nicht nur der griechische Staat Probleme sondern auch die griechischen Banken haben ausfallgefährdete Kredite in den Büchern. Der Abschreibungsbedarf war in den vergangenen Quartalen durchaus mit dem kanadischer Banken zu vergleichen. Doch die Alpha Bank erwirtschaftete im ersten Quartal 2010 ein erstaunliches Zinsergebnis von mehr als 1,7 Milliarden Euro - und das obwohl das Zinsniveau gesunken ist. Damit hat das Institut die erforderlichen Neubewertungen in der Bilanz ausgleichen können. Die Alpha Bank hat zudem im Juli angekündigt, die Staatshilfen zurückzahlen zu wollen. Solche Nachrichten sind in den USA der Auslöser einer kräftigen Bankenrallye gewesen. Eine solche erwarten die Experten nun auch für Griechenland, obwohl weder die griechischen noch die US-amerikanischen Banken auf lange Sicht eine brillante Zukunft haben, da noch zu viele Altlasten in den Büchern stehen. Dennoch dürfte die Rallye die Kurse der Aktie der Alpha Bank bis zum Jahresende auf 7,44 Euro steigen lassen. Der Stoppkurs sollte bei 5,65 Euro gesetzt werden.
Das Nebenwerte-Journal: Krones schenkt den Anlegern gut ein
Nach der Wirtschaftskrise zeigt der Trend bei Krones im ersten Halbjahr 2010 wieder nach oben. Zudem ist die Finanz- und Vermögenslage des schuldenfreien Weltmarktführers für Getränkeabfüllanlagen und Verpackungstechnik solide. Vorstandsvorsitzender und Großaktionär Volker Kronseder hat den Konzern zudem frühzeitig mit dem Effizienzprogramm "Converse" flexibler aufgestellt und damit auf eine unberechenbare und schwankende Weltwirtschaftslage eingestellt. Damit ist nach Ansicht der Experten des Nebenwerte-Journals sichergestellt, dass der Verlust aus dem Jahr 2009 ein einmaliger Ausrutscher in der Firmengeschichte bleibt und Krones künftig solide Gewinne erwirtschaftet. Der Rekordwert von mehr als drei Euro Ertrag je Aktie dürfte eher früher als später wieder erreicht werden. Das Geschäft von Krones ist nahe an den Themen "Essen und Trinken" angesiedelt und deshalb relativ unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Zudem profitiert das Unternehmen langfristig vom Bevölkerungswachstum und der stetig steigenden Nachfrage nach Trinkwasser.
Änderung im Realdepot des BetaFaktor:
Die Verantwortlichen für das Realportfolio wollen weiterhin ihre 27 Anteilscheine von Magforce Nanotechnologies verkaufen, allerdings ist das bisherige Kurslimit nicht erreicht worden. Deshalb sollen die Aktien nun nur noch für mindestens 39,40 Euro abgestoßen werden.
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