Werner Sperber
Die Actien-Börse Daily erklärt: "Enttäuschungskurse" sind auch bei Alcoa Kaufkurse. 4investors beschäftigt sich mit der Commerzbank und der Deutschen Bank. Die Platow Börse lobt die Rekordzahlen für ein erstes Quartal von 2G Bio-Energietechnik. Focus Money erwartet Gewinn- und Kurssprünge bei Schuler. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Actien-Börse Daily erinnern daran, dass der US-Aluminium-Konzern Alcoa im zweiten Quartal sechs Milliarden Dollar erlöst hat. Das sei doppelt so viel wie im ersten. Vorstandsvorsitzender Klaus Kleinfeld warnte allerdings, dass hohe Rohstoff- und Energiekosten möglicherweise nicht an die Kunden weitergegeben werden könnten. Daraufhin sank der Aktienkurs. Doch auch für Alcoa gelte, wie derzeit allgemein: "Enttäuschungskurse" seien Kaufkurse, da die fundamentale Lage gleichgeblieben sei. Notierungen zwischen 15 und 16 Dollar sollten zum Einstieg genutzt werden.

4investors: Commerzbank und Deutsche Bank auf der Kippe
Der Aktienkurs der Commerzbank ist bis auf 2,55 Euro gesunken, bevor sich die Notierung auf Basis des Schlusskurses bis auf 2,70 Euro erholt hat. Wenn heute der Sprung über die Hürde zwischen 2,71 und 2,74 Euro gelingt, sind nach Ansicht der Experten von 4investors Kurse von 2,90 bis 3,00 Euro möglich. Das untere Ende des Bollinger-Bandes befindet sich bei 2,71 Euro, allerdings bei fallender Tendenz. Dennoch sollte das zumindest kurzfristig etwas stabilisieren. Falls die Notierung dagegen auf weniger als 2,63 bis 2,55 Euro sinkt, ist ein weiterer Kursrutsch bis auf 2,22 Euro möglich.
Die Experten von 4investors verweisen darauf, dass der Aktienkurs der Deutschen Bank trotz eines massiven Kursrutsches die Unterstützung oberhalb von 35,92 Euro bestätigt hat. Daraufhin erholte sich der Kurs auf Basis des Schlusskurses bis auf 38,10 Euro. Zwar ist es positiv zu werten, dass die Zone zwischen 37,50 und 37,85 Euro überwunden worden ist, jedoch scheiterte die Notierung an der Widerstandszone zwischen 38,60 und 39 Euro. Wenn der Kurs diese Hürde überwindet, wartet der nächste leichte Widerstand bei 40 Euro. Danach sind Kurse von bis zu 42 Euro möglich. Unterstützungen befinden sich zwischen 37,85 und 37,50 Euro sowie bei 36,40 bis 35,92 Euro.
Die Platow Börse: 2G schafft den Rekord in einem ersten Quartal
2G Bio-Energietechnik ist auf die Kraft-Wärme-Kopplung spezialisiert, wobei das Geschäft einer extremen Saisonalität unterworfen ist. Im ersten Quartal 2011 erlöste das Unternehmen damit knapp zwölf Millionen Euro und verdiente 0,4 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern. Damit schaffte 2G das erste positiv abgeschlossene Erstquartal der Unternehmensgeschichte. Die Experten der Platow Börse loben zudem den Auftragsbestand, der Mitte Juni bei 77 Millionen Euro lag. 2G ist dabei stark auf dem Heimatmarkt vertreten, expandiert allerdings auch erfolgreich ins Ausland. Außerdem bestätigte der Vorstand die Jahresziele. Das Unternehmen bleibt demnach auf Wachstumskurs. Anleger sollten deshalb auf aktuellem Niveau und eventuell bei 21,50 Euro einsteigen und ihr Engagement bei 15,75 Euro absichern.
Focus Money: Bei der Schuler AG ist der Knoten geplatzt
Die im Jahr 1839 gegründete und seit dem Jahr 1999 börsennotierte Schuler AG aus Göppingen bei Stuttgart ist Weltmarktführer in der Umform-Technik. Der Konzern produziert Pressen für die Metall verarbeitende Industrie und vor allem die Automobilbranche und deren Zulieferbetriebe. Vorstandsvorsitzender Stefan Klebert erklärte: "Wir sind sehr gut ausgelastet. Wir haben einen großen technologischen Vorsprung. Deshalb nutzen alle europäischen und amerikanischen Auto-Premiumhersteller unsere Pressen." Bei einer erfolgreichen Kapitalerhöhung nahm das Unternehmen knapp 70 Millionen Euro ein, die verwendet werden, um die Schulden zu einem großen Teil zu tilgen. Dadurch spart sich der Konzern in den nächsten beiden Jahren Zinszahlungen von insgesamt zwölf Millionen Euro. Trotz der Verwässerung dürfte sich der Gewinn je Aktie im Ende September ablaufenden Geschäftsjahr 2011/12 alleine dadurch um sechs Prozent erhöhen. Das Unternehmen wird effizienter und baut sein Dienstleistungsgeschäft aus. Die Eigenkapitalquote verbessert sich von 15 auf solide 22 Prozent. Zudem erhöht sich der Streubesitz-Anteil von 26 auf 40 Prozent. Die Experten von Focus Money zitieren Stephan Klepp, Analyst der Berenberg Bank, der sagt: "Damit ist der Gordische Knoten gelöst." Er schätzt den Umsatz in den Fiskaljahren 2010/11 und 2011/12 auf 934 Millionen beziehungsweise 1,06 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie dürfte dabei von 0,71 auf 1,23 Euro steigen. Das entspräche KGVs von 17 beziehungsweise 10. Die Experten rechtfertigen damit ihr Kursziel von 20 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 10,10 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Gerhard Martin, zuständig für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, möchte 300 Anteilscheine von Lanxess aufnehmen. Manuel Hölzle, Verantwortlicher für das Musterdepot der GBC AG, hat seinen 4.000 Aktien der MPH Mittelständischen Pharmaholding weitere 1.000 Titel zu 2,80 Euro hinzugefügt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 5.000 Papiere beträgt 2,63 Euro. Zudem hat er seinen Bestand von 4.000 Anteilscheinen des Immobilienkonzerns Windsor um 500 Aktien zu 2,47 Euro aufgestockt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 4.500 Titel beträgt 2,50 Euro.
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