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Barclays startet gut in 2009, HSBC braucht keine Staatshilfen

Thorsten Küfner

Während die britischen Banken RBS und Lloyds Banking Group ihre Geschäfte nur dank der milliardenschweren Unterstützung des Staates aufrecht erhalten können, sorgen deren Konkurrenten Barclays und HSBC weiterhin für positive Meldungen. So ist Barclays stark ins Jahr 2009 gestartet. HSBC erklärte, auch im Falle einer weiteren Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds keine Staatshilfen in Anspruch nehmen zu müssen.

Während die britischen Banken RBS und Lloyds Banking Group ihre Geschäfte nur dank der milliardenschweren Unterstützung des Staates aufrecht erhalten können, sorgen deren Konkurrenten Barclays und HSBC weiterhin für positive Meldungen. So ist Barclays stark ins Jahr 2009 gestartet. HSBC erklärte, auch im Falle einer weiteren Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds keine Staatshilfen in Anspruch nehmen zu müssen.

Die britische Großbank Barclays ist nach eigenen Angaben gut in das laufende Jahr gestartet. Man sei mit der bisherigen Entwicklung der Geschäftsbereiche weiterhin zufrieden. Die Briten erklärten zudem, dass man derzeit mit der Regierung über eine Inanspruchnahme der staatlichen Versicherungen für ausfallgefährdete Wertpapiere verhandelt. Der Staat hatte diese Hilfen bereits den beiden Konkurrenten RBS und Lloyds Banking Group gewährt. Der Staat sichert die angeschlagenen Konzerne für Ausfälle eines Wertpapierportfolios von 325 beziehungsweise 260 Milliarden Pfund ab und erhält im Gegenzug eine Gebühr. An den beiden Instituten ist die Regierung mittlerweile auch mehrheitlich beteiligt. Barclays betonte allerdings, dass man nur an dem Versicherungsprogramm der Regierung teilnehmen werde, wenn dies nicht zwingend an eine Beteiligung des Staates geknüpft sei.

iShares vor dem Verkauf

Des Weiteren bestätigte Barclays die Tochtergesellschaft iShares verkaufen zu wollen. Laut Unternehmensangaben stehe Barclays in Verhandlungen mit mehreren potenziellen Investoren. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Über die erwartete Höhe des Kaufpreises wollten sich die Briten nicht äußern. In einigen Pressemeldungen wird davon ausgegangen, dass Barclays durch den Verkauf des führenden Anbieters von ETFs bis zu fünf Milliarden Pfund erhalten könnte.

HSBC: Brauche weiterhin keine Staatshilfen

Indes hat der größere Konkurrent von Barclays, die HSBC, erneut bekräftigt, keine Staatshilfen in Anspruch nehmen zu müssen. Finanzvorstand Douglas Flinterklärte gegenüber der Zeitung „South China Morning Post“, selbst in einem sich weiter eintrübenden wirtschaftlichen Umfeld sei das Institut nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen. Flint hält es auch für unwahrscheinlich, dass der Konzern in naher Zukunft eine weitere Kapitalerhöhung durchführen müsse (Lesen Sie hierzu auch: HSBC: Der Musterschüler braucht Geld).

Zwei Finanzriesen zu Schleuderpreisen

Wenn man der Finanzkrise etwas Positives abgewinnen kann, dann zumindest, dass nun Aktien von profitablen Konzernen mittlerweile beinahe zu Schleuderpreisen gehandelt werden. So hat die HSBC in dem für die Finanzbranche katastrophalen Jahr 2008 noch einen Gewinn erzielt. Dennoch sind die Aktien der größten Bank Europas an der Börse derzeit so billig wie seit der Asienkrise nicht mehr. Allerdings sollten Anleger vor dem Einstieg noch eine Bodenbildung abwarten.

 

Auch Barclays wirtschaftete im abgelaufenen Jahr profitabel. Dennoch kam auch der Kurs der Barclays-Anteilscheine deutlich unter die Räder. Aktuell beträgt der Marktwert des gesamten Konzerns etwa sechs Milliarden Pfund. Zum Vergleich: In den vergangenen drei Jahren erzielte der Global Player jeweils einen Nettogewinn von deutlich mehr als vier Milliarden Pfund, woraus sich ein 2008er-KGV von gerade einmal 1 errechnet. Mutige Anleger nutzen diese deutliche Unterbewertung. Der Stoppkurs sollte bei 0,65 Euro platziert werden.

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