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AVT und E.on im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

W. Sperber

Zukunftswerte sieht die Zukunft von Advanced Vision Technology optimistisch und deren Meinung zufolge sehen die Anleger diese Zukunft derzeit viel zu pessimistisch. Der Frankfurter Börsenbrief schätzt die charttechnische und fundamentale Ausgangslage für den Aktienkurs von E.on als sehr aussichtsreich ein.

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Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Zukunftswerte erklären, Advanced Vision Technology (AVT) bietet Inspektionssysteme für die Druckindustrie an. Die weltweit größte und wichtigste Druckmesse, die Drupa, die im Mai stattfand, brachte dem israelischen Konzern neue Aufträge im Wert von zwei Millionen Dollar, also noch keinen richtigen Schub. Der Wert der Bestellungen belief sich im zweiten Quartal auf insgesamt 11,2 Millionen Dollar. Das sind sogar 6,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Grund für den Rückgang liegt in einem sehr schwachen US-Geschäft. Der Umsatz stieg jedoch um 2,7 Prozent auf 11,5 Millionen Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 42,9 Prozent auf eine Million Dollar zu. Besonders stark wuchs das Geschäft in der Region Asien-Pazifik. Der entsprechende regionale Umsatzanteil erhöhte sich von neun auf 21 Prozent. Im ersten Halbjahr insgesamt stiegen die Erlöse um acht Prozent auf 23,6 Millionen Dollar. Das EBIT legte um 91 Prozent auf 2,1 Millionen Dollar zu und der Nettogewinn um 57 Prozent auf 1,8 Millionen Dollar beziehungsweise 0,33 Dollar je Aktie. Vorstandsvorsitzender Shlomo Amir bestätigte auf Nachfrage von Analysten die Ziele für das Gesamtjahr. Demnach soll der Umsatz 49 bis 50 Millionen Dollar und der Gewinn 4,0 und 4,5 Millionen Dollar erreichen. Insgesamt erwartet er ein gutes zweites Halbjahr, wobei das vierte Quartal üblicherweise das stärkste im Jahresverlauf ist. Finanzvorstand Nadav Yassour erwartet, dass die auf sehr gute 52,3 Prozent angestiegene Bruttomarge wohl auch in den kommenden Quartalen gehalten werden kann. Damit würden die Gewinne im Jahresvergleich auch dann steigen, wenn die Umsätze lediglich gleich blieben. Auch der auf 14,4 Millionen Dollar gestiegene Netto-Barbestand ist positiv zu werten. Das entspricht 2,67 Dollar beziehungsweise 2,15 Euro je Aktie. Obwohl AVT als Investitionsgüterhersteller stark von konjunkturellen Zyklen beeinflusst ist, stellt diese sehr günstige Bewertung einen übertriebenen Pessimismus der Anleger dar, der irgendwann korrigiert werden sollte. Aufgrund der guten internationalen Aufstellung und guten Chancen, dass das Geschäft im zweiten Halbjahr auch in den USA wieder Fahrt aufnimmt, bleibt die Aktie bis zu Notierungen von 4,60 Euro klar kaufenswert. Der "faire Wert" beträgt 7,50 Euro.


Der Frankfurter Börsenbrief: Bald sollte sich der Einstieg lohnen

E.on hat bereits eine Reihe von Beteiligungen abgegeben und ein umfassendes Sparprogramm auf den Weg gebracht. Zudem einigte sich der Energieversorgungskonzern mit dem halbstaatlichen russischen Gashandelsmonopolisten Gazprom auf einen für E.on vorteilhaften Vertrag. Der alleine daraus abzuleitende positive Ergebniseffekt beträgt für das erste Halbjahr etwa 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2012 im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 65,4 Milliarden Euro. Der Gewinn verdreifachte sich auf 3,1 Milliarden Euro. Die Experten des Frankfurter Börsenbriefes geben das KGV für das nächste Jahr mit gut 9 an und die Dividendenrendite für dieses Jahr auf etwa sechs Prozent. Das charttechnische Bild würde sich deutlich verbessern, wenn der Widerstand bei 18,70 Euro überwunden wird. Anleger sollten die Aktie ab einer Notierung von 19,02 Euro kaufen. Das Kursziel beträgt 25 Euro und der Stoppkurs sollte bei 15,70 Euro gesetzt werden.

Die aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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