Martin Weiß
Die Aktie des österreichischen Leiterplattenherstellers befindet sich nach dem Turnaround im letzten Quartal weiter im Aufwind. Das Kurspotenzial ist auch nach dem Sprung über die 11-Euro-Marke nicht ausgereizt.
Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat Ende vergangener Woche solide Quartalszahlen vorgelegt und den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft. Motor hinter der Entwicklung ist unter anderem das starke Wachstum bei Smartphones. An der Börse zeigten sich die Anleger beeindruckt und hievten den Titel über die 11-Euro-Marke. DER AKTIONÄR erneuert seine Kaufempfehlung, denn neben der guten Charttechnik und dem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis verspricht auch die niedrige fundamentale Bewertung weiteres Kurspotenzial.
Kursziel 14 Euro
AT&S hat im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2010/11 den Umsatz sequenziell um rund 14 Prozent auf 113,9 Millionen Euro gesteigert und dabei einen Gewinn von 0,33 Euro pro Aktie erwirtschaftet.

Die Österreicher entwickeln Leiterplatten unter anderem für Handys und Smartphones und beliefern damit Firmen wie den US-Elektronikriesen Apple. Der Erfinder von iPhone & Co hat allein im letzten Quartal mehr als 8,4 Millionen iPhones verkauft. Es gilt als relativ sicher, dass AT&S Bauteile für das iPhone liefert und ebenso für Apples iPad. Von dem Tablet PC hat der Konzern seit dem Verkaufsstart mehr als drei Millionen Stück verkauft.
Die Analysten von Auerbach Grayson rechnen für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Gewinn pro Aktie von 1,11 Euro. Damit errechnet sich für die AT&S-Aktie ein günstiges KGV von 10. Der Wert erscheint angesichts der guten Aussichten, über die die Österreicher verfügen, ausbaufähig.
Anleger sollten den charttechnischen Ausbruch zum Einstieg nutzen und einen Stopp bei 9,60 Euro platzieren. Setzt sich AT&S über der 11-Euro-Marke fest, könnten bis Jahresende leicht 14 Euro erreicht werden.