Martin Weiß
Apple kommt mit der Produktion seines iPads kaum hinterher, das lässt auch bei den Zulieferern auf volle Auftragsbücher schließen. Mit von der Partie ist der Platinenhersteller AT&S. Die Aktie kennt seit Tagen nur eine Richtung: steil nach oben.
Am 7. April hat DER AKTIONÄR die Aktie von AT&S als "Tipp des Tages" zum Kauf empfohlen. Hintergrund: Die Österreicher liefern für Apples Tablet PC, das iPad, die Leiterplatten. Daneben drängte sich das Papier auch wegen der fundamental günstigen Bewertung als Kauf auf. Die Empfehlung kam zum richtigen Zeitpunkt, denn seither ist der Aktienkurs um rund 20 Prozent auf 9,64 Euro gestiegen. Das Kursziel von zehn Euro könnte nun kurzfristig erreicht werden. Lohnt jetzt noch der Einstieg?
Mit Schwung nach oben
Kaum in den Geschäften, schon ausverkauft: Apples iPad verkauft sich in den USA so gut, dass die internationale Markteinführung verschoben werden musste, um die US-Kunden bedienen zu können. Die News, obwohl schon einige Tage alt, hat an der Börse zu kräftigen Kurssteigerungen bei den Aktien der Zulieferfirmen geführt. Neben Dialog Semiconductor, deren Halbleiter das Powermanagement beim iPad übernehmen, steht AT&S im Fokus der Anleger.
Die Aktie des Leiterplattenherstellers steigt zur Wochenmitte um 2,5 Prozent auf 9,75 Euro und befindet sich damit in unmittelbarer Nähe zum genannten Kursziel (10 Euro). In der Vergangenheit folgten Phasen mit massiven Kurszuwächsen jeweils mehrwöchige Konsolidierungsperioden. Verhält sich AT&S entsprechend diesem Muster, dürfte es demnächst zu einer Seitwärtsbewegung kommen.

Anleger, die der Kaufempfehlung gefolgt sind, ziehen den Stopp auf 8,80 Euro nach und sichern so die erzielten Gewinne ab. Wer den Zug verpasst hat, sollte an schwächeren Tagen zugreifen. AT&S ist fundamental weiter attraktiv bewertet, die iPad-Fantasie liefert einen zusätzlichen Kick.