Apple: Lebensgefahr
Die Aktie des iPhone-Herstellers Apple ist in den vergangenen Tagen erneut unter Druck geraten. Unter anderem hat der Konzern mit Problemen beim iPhone 5 zu kämpfen. Selbst die australische Polizei hat sich nun zu einer ungewöhnlich scharfen Warnung genötigt gefühlt. Wie geht es jetzt weiter?
Der ungebremste Höhenflug der Apple-Aktie ist vorbei - zumindest vorerst. Seit dem Allzeithoch Mitte September hat der Titel inzwischen rund ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Das neue iPhone 5 verkauft sich zwar wieder wie geschnitten Brot, allerdings hat Apple mit einigen Problemen bei seinem wichtigsten Produkt zu kämpfen.
Gefahr in Australien
Zu nennen ist da beispielsweise der Apple-Kartendienst. Inzwischen hat selbst die Polizei im australischen Bundesstaat Victoria vor der Nutzung gewarnt. Die Behörde mahnte zu Vorsicht, weil in der Map-Anwendung die Stadt Mildura an die falsche Stelle mitten in einen Nationalpark platziert wurde - etwa 70 Kilometer vom eigentlichen Standort. Es handele sich um eine "potenziell lebensgefährliche Angelegenheit", da es in dem Nationalpark keine Wasserversorgung gebe und die Temperaturen 46 Grad erreichen könnten. Die Polizei habe bereits einige verirrte Autofahrer einsammeln müssen. Einige von ihnen seien bis zu 24 Stunden ohne Wasser und Essen gestrandet gewesen und hätten lange Entfernungen durch gefährliches Gebiet auf der Suche nach Mobiltelefon-Empfang zurückgelegt.
Probleme mit Kartendienst
Apple hatte seinen eigenen Kartendienst mit der Markteinführung des iPhone 5 im September gestartet. Unmittelbar nach dem Start gab es scharfe Kritik, weil Anwendern viele Fehler, fehlende Details oder verzerrte Luftaufnahmen auffielen. Betroffen von den Problemen sind auch dutzende Millionen Nutzer älterer Geräte, die mit der Aktualisierung auf das neue Betriebssystem iOS 6 zu den Apple-Karten wechselten. Apple-Chef Tim Cook empfahl, Konkurrenzdienste wie etwa von Google oder Nokia zu nutzen, bis es eine Lösung gebe.
Sorgen unbegründet
Dem US-Anlegermagazin Barron´s zufolge seien die jüngsten Sorgen um den Milliardenkonzern weitgehend unbegründet. "Keine der jüngsten Befürchtungen - geringere Margen, Lieferengpässe, Konkurrenz für das iPad, das Apple-Maps-Fiasko - seien von größerer Bedeutung", argumentiert Barron´s.

Hammer-Jahr 2013
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Apple die Probleme mit dem Kartendienst behoben hat. DER AKTIONÄR rät nach wie vor dazu, das derzeitige Niveau der Aktie zum Kauf zu nutzen.
Mit Material von dpa-AFX.
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