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Andritz will zukaufen

Martin Münzenmayer

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Der österreichische Technologiekonzern Andritz verfügt über reichlich Cash und will einen Teil davon für Akquisitionen ausgeben. Daher dürfte das Unternehmen seinen Wachstumskurs mittel- bis langfristig fortsetzen.

Der österreichische Technologiekonzern Andritz verfügt über reichlich Cash und will einen Teil davon für Akquisitionen ausgeben. Daher dürfte das Unternehmen seinen Wachstumskurs mittel- bis langfristig fortsetzen.

Jede Krise bietet auch Chancen. Das sieht auch Wolfgang Leitner so. Deshalb will der Vorstandschef des Technologiekonzerns Andritz in diesem Jahr lukrative Akquisitionsmöglichkeiten nutzen. Durch den Erwerb interessanter Unternehmen soll das Produkt- und Technologieangebot von Andritz abgerundet werden. Gut möglich, dass Leitner aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise Deals zu sehr attraktiven Konditionen abschließen wird.

Prall gefüllte Kriegskasse
Während schlechter Zeiten gilt das Motto „Cash is king“. Da trifft es sich gut, dass Andritz über viel Liquidität verfügt: Per Ende September 2008 befanden sich rund 931 Millionen Euro in der Kasse des Unternehmens. Somit ist Andritz nicht auf Bankkredite angewiesen – ein bedeutsamer Vorteil angesichts der Tatsache, dass Banken in puncto Kreditvergabe in den vergangenen Monaten zurückhaltender geworden sind.

Großauftrag aus China
Für berechtigten Optimismus sorgen bei Leitner aber nicht nur die anvisierten Zukäufe, sondern auch die anhaltend gute Auftragslage. Erst vor Kurzem hat Chinas größter Titan-Produzent Baoji Titanium Industry Co. Ltd. bei Andritz Titan-Kaltwalz- und Bandbehandlungsanlagen inklusive der entsprechenden Automatisierungstechnik bestellt. Diese Order hat einen Gesamtwert von 40 Millionen Euro.

Hoher Auftragsbestand
Sollte sich die Geschäftsentwicklung des österreichischen Traditionsunternehmens wider Erwarten abschwächen, wäre das kein Beinbruch. Denn per Ende September 2008 standen Aufträge im Gesamtwert von 4,56 Milliarden Euro in den Büchern. Die Andritz-Mitarbeiter werden also auch in den kommenden Monaten alle Hände voll zu tun haben.

Respektable Performance
Seit der Kaufempfehlung des AKTIONÄRS am 22. Dezember 2008 hat sich die Andritz-Aktie mit einem Wertzuwachs um etwa 28 Prozent wesentlich besser als der österreichische Leitindex ATX entwickelt. Dennoch ist der ATX-Titel mit einem 2009er-KGV von 8 nach wie vor günstig bewertet. Darüber hinaus glänzt Andritz mit guten Wachstumsperspektiven. Anleger, die noch keine Andritz-Aktien im Depot haben, sollten sich mit einem Kauflimit von 21,00 Euro auf die Lauer legen.

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