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Maschinen von Andritz sind begehrt

Martin Münzenmayer

Bei Andritz floriert das Geschäft trotz Wirtschaftsflaute. Ebenfalls positiv zu werten: Die Netto-Liquidität des Technologiekonzerns deckt rund 58 Prozent des derzeitigen Börsenwerts ab.

Bei Andritz floriert das Geschäft trotz Wirtschaftsflaute. Ebenfalls positiv zu werten: Die Netto-Liquidität des Technologiekonzerns deckt rund 58 Prozent des derzeitigen Börsenwerts ab.

Vorstandschef Wolfgang Leitner kann trotz trister Konjunkturaussichten optimistisch in die Zukunft blicken. Denn der von ihm geführte Konzern dürfte auch in den nächsten Jahren auf Wachstumskurs bleiben. Maßgeblich dazu beitragen sollten Zukäufe, für die bei Andritz reichlich Cash vorhanden ist: Ende September 2008 schlummerten rund 931 Millionen Euro in der Kasse des österreichischen Traditionsunternehmens.  

Übernahmen zu attraktiven Konditionen möglich

Aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise geht Leitner davon aus, dass Andritz interessante Unternehmen zu sehr attraktiven Konditionen übernehmen kann. Bezüglich der in Frage kommenden Übernahmekandidaten hat der Firmenlenker allerdings noch keine Angaben gemacht. Fakt ist hingegen, dass die geplanten Akquisitionen zur Stärkung der ohnehin schon führenden Marktstellung der Andritz-Gruppe beitragen werden.

Stattliches Auftragspolster

Das Sortiment des Technologiekonzerns ist breitgefächert: Andritz fertigt Maschinen für die Produktion von Zellstoff und Papier, Wasserturbinen, Pumpen, Generatoren, Anlagen für die Metallbearbeitung, Systeme zur Aufbereitung von Abwasser, Abwasserschlamm und Industrieschlamm sowie Systeme zur industriellen Herstellung von gewöhnlichem Tierfutter und hochwertigem Spezialfutter. Die Maschinen von Andritz sind begehrt: In den ersten neun Monaten des Jahres 2008 erhöhte sich der Wert des Auftragseingangs im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Per 30.09.08 wurde ein Auftragsbestand im Wert von 4,56 Milliarden Euro ausgewiesen – 22,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Großauftrag aus Brasilien

Seit Jahresbeginn hat Andritz elf Großaufträge an Land gezogen und eine Abschwächung der Orderflut ist nicht in Sicht. Den neusten Auftrag hat der brasilianische Energiekonzern Madeira Energia platziert. Dabei geht es um die Lieferung von leistungsstarken Rohrturbinen für ein Wasserkraftwerk, deren Montage sowie die Überwachung der Inbetriebnahme.

Gute Aussichten und hohe Netto-Liquidität

Leitner hat für 2008 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt und geht zudem davon aus, dass Andritz im Jahr 2011 einen Erlös von 4,5 Milliarden Euro erwirtschaften wird. Neben diesen überzeugenden Perspektiven spricht auch der hohe Cash-Bestand für den Technologiekonzern: Abzüglich der Finanzverbindlichkeiten errechnet sich per 30.09.08 eine Netto-Liquidität von 528,5 Millionen Euro, die rund 58 Prozent des derzeitigen Börsenwerts abdeckt.

Jetzt einsteigen!

Bei einem Aktienkurs von 17,65 Euro wird das operative Geschäft von Andritz unter Berücksichtigung der Nettoliquidität an der Börse lediglich mit 389,3 Millionen Euro bewertet. Zu dieser deutlichen Unterbewertung konnte es nur kommen, weil sich die meisten Marktteilnehmer schon seit einiger Zeit nicht mehr für die überzeugenden Unternehmensperspektiven von Andritz interessieren. Das dürfte sich jedoch mittel- bis langfristig ändern. Daher sollten Anleger die mit einem 2009er-KGV von 6 bewertete Andritz-Aktie ordern.

 

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