Andreas Deutsch
Normalerweise benutzen die "Quants", die quantitativen Analysten von J. P. Morgan Chase, ihre Computer zur Aktienanalyse. Vor der WM wandten sie ihre mathematischen Formeln auf Fußball an. Das Ergebnis ist insgesamt nicht schlecht. Zweimal lagen die Experten allerdings kräftig daneben.
Fehlanalyse Nummer 1: England wird nicht Weltmeister, sondern ist bereits im Achtelfinale gegen eine bärenstarke deutsche Mannschaft ausgeschieden (4:1). Die "Quants" hatten berechnet, dass sich England im Finale gegen Spanien durchsetzen wird - im Elfmeterschießen. Zudem prophezeiten die Analysten Deutschland ein frühes Aus. Das Team von Jogi Löw würde bereits im Achtelfinale gegen Slowenien rausfliegen, so die Experten damals. Tatsächlich steht Deutschland im Halbfinale. Die Slowenen sind in der Vorrunde ausgeschieden.
Treffer
Allerdings lagen die Experten auch hier und da richtig. Wie berechnet, schieden im Viertelfinale die großen Favoriten Brasilien und Argentinien aus. Darüber hinaus stehen Holland und Spanien im Halbfinale der WM.
Mickrige Chancen
Auch die Dekabank versuchte sich vor der WM in Sachen Fußballanalyse. Ihre traurige Prognose: "Für Deutschland ist im Halbfinale Schluss", so die Dekabank-Volkswirte in ihrer Studie "Deutschlands wahre Chancen beim Cup der guten Hoffnung". Die Titelchancen der Deutschen bezifferten sie auf nur 5,7 Prozent. Nach den glanzvollen Auftritten der deutschen Mannschaft meint DER AKTIONÄR: Bitte unbedingt neu berechnen!