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Amazon bald auf Augenhöhe mit Apple?

Florian Westermann

Für den weltgrößten Online-Einzelhändler Amazon.com könnte es kaum besser laufen. Zuletzt hat der Konzern von seinem Lesegerät "Kindle" und dem Tablet-PC "Kindle Fire" zusammen über eine Million Stück verkauft – pro Woche wohlgemerkt. Damit holt Amazon mächtig zu Apple auf. Bietet die jüngste Korrektur eine Einstiegschance?

Erstmals seit der Einführung vor vier Jahren hat der Online-Einzelhändler Amazon.com relativ konkrete Verkaufszahlen für seine Kindle-Familie, zu denen das Lesegerät "Kindle" und der Tablet-PC "Kindle Fire" gehören, veröffentlicht. In den vergangenen drei Wochen sind demnach jeweils mehr als eine Million Kindle-Geräte über die Ladentheke gegangen - pro Woche wohlgemerkt.

Darüber, wie sich die Verkäufe aufteilen, machte Amazon keine Angaben. Der Konzern sprach lediglich davon, dass das Flagschiff "Fire" seit elf Wochen das meistverkaufte Produkt auf der Plattform sei. Das mag auch am Preis liegen: So kostet das "Fire" in den USA 199 Dollar. Das iPad 2 des Kontrahenten Apple ist in der günstigsten Version für 499 Dollar zu haben.

Apple im Blick

Die Analysten gehen bislang davon aus, dass Amazon im vierten Quartal rund fünf Millionen Geräte der Kindle-Famile verkaufen kann. Die von Amazon am Donnerstag bekannt gegebenen Verkaufszahlen lassen allerdings vermuten, dass der Konzern deutlich mehr Geräte absetzen wird. Zum Vergleich: Die Analysten von Bernstein Research rechnen damit, dass Apple im vierten Quartal 13,6 Millionen iPads an den Mann bringen wird. Von diesen Verkaufszahlen ist Amazon zwar noch weit entfernt, dennoch kristallisiert sich heraus, dass Apple Amazon durchaus ernst nehmen muss.

Basisinvestment

Mit dem Forcieren seines Engagements auf dem Tablet-Sektor schafft sich Amazon eine perfekte Plattform für das E-Book-Geschäft. Für den AKTIONÄR ist die Amazon-Aktie nach wie vor ein Standardinvestment im IT-Bereich. Aus charttechnischer Sicht befindet sich im Bereich von 180 Dollar eine Unterstützung, eine weitere liegt im Bereich von 160 Dollar. Nach der deutlichen Korrektur können Anleger auf dem aktuellen Niveau wieder ein erstes Engagement eingehen. Ein Stopp bei 145 Dollar sichert ab.

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