Alarm bei BMW- und Daimler-Kontrahent
Trotz der Absatzkrise in Europa laufen die Bänder bei den deutschen Autobauern auf Hochtouren. Der französische Konkurrent Peugeot hat indes mit argen Problemen zu kämpfen. Sogar von einem Liquiditätsengpass ist die Rede. So können Anleger dennoch profitieren.
Die Aktie des französischen Autobauers Peugeot kennt nur eine Richtung: nach unten. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Kurs um über 70 Prozent eingebrochen. Angesichts der Probleme der Franzosen verwundert das kaum. Anders als die deutsche Konkurrenz liegt der Fokus des Konzerns sehr stark auf Europa. "Wachstum in Europa können Sie vergessen. Europa befindet sich in den nächsten fünf Jahren wohl in einer Rezession", sagte Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer gegenüber dem AKTIONÄR.
Absatzeinbruch
So gab Peugeot erst am Freitag bekannt, dass sein Absatz im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 1,62 Millionen Fahrzeuge eingebrochen ist. Gleichzeitig musste Peugeot Gerüchte zurückweisen, denen zufolge der Konzern bei der Pariser Regierung einen Notkredit beantragt habe.
Damit aber nicht genug. "Die Nettoschulden liegen nach Kapitalerhöhung und dem Verkauf von Unternehmensteilen derzeit bei geschätzten drei Milliarden Euro. Falls keine Markterholung kommt oder größere weitere Verkaufserlöse hereinkommen, könnte es eng werden. Auf Dauer machen wir uns ernsthaft Sorgen", so der Analyst Arndt Ellinghorst von Crédit Suisse im Gespräch mit der Automobilwoche. Die Eigenkapitalquote liege derzeit bei etwa 21 Prozent. "Als Zulieferer würde ich mir schon ein paar Gedanken machen und alle Sicherungsmöglichkeiten in Betracht ziehen."

Aktie meiden
Peugeot steckt tief in der Krise, die Aktie sollte unbedingt gemieden werden. Mit diesem Zertifikat können Sie von der Krise bei den Franzosen profitieren. Weitere Einzelheiten sowie eine aktuelle Einschätzung mit Hintergrundinfos finden Sie in der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄR, die ab Mittwoch am Kiosk oder hier bereits im Online-Abruf zu haben ist.
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