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Air France-KLM: Verlust halbiert – oder doch vervierfacht?

Michael Herrmann

Die Aktie des niederländisch-französischen Airline-Konzerns Air France-KLM befindet sich heute im Höhenflug. Hintergrund ist ein um rund die Hälfte reduzierter operativer Verlust. Doch unterm Strich steht ein tiefrotes Minus, das auch noch deutlich höher als erwartet ausfällt.

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Jubelstimmung bei den Anlegern von Air France-KLM. Die Aktie des niederländisch-französischen Konzerns legt heute zweitweise zweistellig zu. Hintergrund ist, dass sich der eingeläutete Sparkurs beim operativen Ergebnis des zweiten Quartals bemerkbar gemacht hat. Zwar stand hier immer noch ein Minus von 66 Millionen Euro zu Buche, damit sich das Minus aber in etwa halbiert. Zudem stiegen die Umsätze um 4,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.

Verlust mehr als vervierfacht

Der Blick auf das Nettoergebnis sollte den Anlegern allerdings die Freude verderben. Die Restrukturierungskosten für den Konzernumbau schlagen hier stark zu Buche. Der Nettoverlust erhöhte sich von 197 auf 895 Millionen Euro. Zum Vergleich: Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Nettoverlust von 211 Millionen Euro gerechnet.

Auch im gesamten Halbjahr tiefrot

Für das erste Halbjahr steht unter dem Strich ein Verlust von fast 1,3 Milliarden Euro zu Buche. Das ist mehr als doppelt so viel als im Vorjahreszeitraum. Im gesamten vergangenen Geschäftsjahr stand bei Air France-KLM unterm Strich „nur" ein Verlust von rund 800 Millionen Euro.

Weiter meiden

Die jüngsten Geschäftszahlen von Air France-KLM zeigen einmal mehr wie angespannt die Lage bei dem niederländisch-französischen Luftfahrtkonzern ist. Der halbierte operative Verlust darf nicht über den immensen Nettoverlust hinwegtäuschen. Anlegern sollten die Aktie weiter meiden und stattdessen auf fallende Kurse setzen.

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