Air France-KLM: Schwere Vorwürfe der Pilotengewerkschaft
Der Lufthansa-Konkurrent Air France-KLM kommt nicht zur Ruhe. Die französische Pilotengewerkschaft SNPL hat Air France Mängel bei der Ausbildung vorgeworfen. Diese hätten zum tragischen Absturz des Fluges 447 vor der Küste Brasiliens beigetragen. Die Airline habe dies bis heute nicht ausreichend reflektiert.
Im Sommer 2009 stürzte vor der Küste Brasiliens ein Airbus der Air France ins Meer. 228 Menschen starben bei dem Unglück. Die bisher vorgelegten Untersuchungsberichte sehen die Hauptschuld an der Katastrophe bei den Piloten. Diese hätten laut der Untersuchungskommission auf die aufgetretenen Probleme nicht adäquat reagiert. Die Pilotengewerkschaft Syndicat des pilotes de lignes (SNPL) erhebt nun aber auch schwere Vorwürfe an Air France.
Unzureichende Schulung
Die SNPL hat ein"Weißbuch" vorgelegt, und darin eine Reihe von Fragen aufgelistet, von denen sie glaubt, dass sie die französische Flugunfalluntersuchungs-Kommission nicht stellt. Neben dem Flugzeugdesign steht dabei vor allem die Pilotenausbildung in der Kritik. Die Ausbildung der Besatzung des Flugs 447 sei für Notsituationen, wie sie auf jenem Flug auftraten, unzureichend gewesen. Dies habe maßgeblich zum Unglück beigetragen, werde aber weder von den Behörden, noch von Air France ausreichend reflektiert.

Weiter meiden
DER AKTIONÄR hat bereits in Ausgabe 10/12 auf das mangelnde Sicherheitsbewusstsein bei Air France hingewiesen. Diese Einschätzung wird durch die Vorwürfe der SNPL bestätigt. Anleger sollten die Aktie des niederländisch-französischen Mutterkonzerns Air France-KLM weiter meiden und mit dem Turbo-Bear mit der WKN CT0YRQ auf fallende Kurse setzen.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Die niederländisch-französische Air France-KLM kämpft weiter mit negativen Schlagzeilen. Neuesten Medienberichten zufolge hat der Lufthansa-Konkurrent massive Finanzprobleme. Die Aktie stürzt daraufhin kräftig ab. Das Ende des Sinkflugs dürfte dennoch noch nicht erreicht sein....mehr |
Die europäischen Airlines kämpfen mit hohen Ölpreisen und knallhartem Wettbewerb. Der Branchenverband hat nun ein weiteres schwieriges Jahr in Aussicht gestellt. Insgesamt sind tiefrote zahlen zu erwarten. Anleger sollten nur sehr selektiv in die Branche investieren....mehr |
Was sich am Freitag bereits angedeutet hatte, verdichtet sich zu Beginn der neuen Woche. Die beiden kriselnden Fluggesellschaften Air Berlin und Air France-KLM verbünden sich im Rahmen eines Codesharings-Abkommens. Sollten Anleger dennoch weiter die Finger von der Aktie lassen? ...mehr |
Air France-KLM hat im Juli mehr Passagiere befördert. Dennoch ist die Auslastung der Maschinen des französisch-niederländischen Luftfahrtkonzerns gesunken. Die Commerzbank ist zufrieden mit der Entwicklung und sieht Aufwärtspotenzial bei der Aktie. Zu Recht?...mehr |
Die Aktie von Air France-KLM hat nach den Zahlen für das erste Halbjahr in den Rallyemodus geschaltet. Zeitweise legte sie über 20 Prozent zu. Aufwind verschafften zudem zahlreiche Kurszielanhebungen von Barclays, Commerzbank und Co. Am krassesten hat die Deutsche Bank ihre Einschätzung geändert....mehr |























