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Air France-KLM: Schwere Vorwürfe der Pilotengewerkschaft

Michael Herrmann

Der Lufthansa-Konkurrent Air France-KLM kommt nicht zur Ruhe. Die französische Pilotengewerkschaft SNPL hat Air France Mängel bei der Ausbildung vorgeworfen. Diese hätten zum tragischen Absturz des Fluges 447 vor der Küste Brasiliens beigetragen. Die Airline habe dies bis heute nicht ausreichend reflektiert.

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Im Sommer 2009 stürzte vor der Küste Brasiliens ein Airbus der Air France ins Meer. 228 Menschen starben bei dem Unglück. Die bisher vorgelegten Untersuchungsberichte sehen die Hauptschuld an der Katastrophe bei den Piloten. Diese hätten laut der Untersuchungskommission auf die aufgetretenen Probleme nicht adäquat reagiert. Die Pilotengewerkschaft Syndicat des pilotes de lignes (SNPL) erhebt nun aber auch schwere Vorwürfe an Air France.

Unzureichende Schulung

Die SNPL hat ein"Weißbuch" vorgelegt, und darin eine Reihe von Fragen aufgelistet, von denen sie glaubt, dass sie die französische Flugunfalluntersuchungs-Kommission nicht stellt. Neben dem Flugzeugdesign steht dabei vor allem die Pilotenausbildung in der Kritik. Die Ausbildung der Besatzung des Flugs 447 sei für Notsituationen, wie sie auf jenem Flug auftraten, unzureichend gewesen. Dies habe maßgeblich zum Unglück beigetragen, werde aber weder von den Behörden, noch von Air France ausreichend reflektiert.

Weiter meiden

DER AKTIONÄR hat bereits in Ausgabe 10/12 auf das mangelnde Sicherheitsbewusstsein bei Air France hingewiesen. Diese Einschätzung wird durch die Vorwürfe der SNPL bestätigt. Anleger sollten die Aktie des niederländisch-französischen Mutterkonzerns Air France-KLM weiter meiden und mit dem Turbo-Bear mit der WKN CT0YRQ auf fallende Kurse setzen.

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