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AB Inbev will Corona schlucken

Steffen Eidam

Der Kampf um lukrative Marktanteile zwischen den größten Brauereikonzernen geht in die nächste Runde. Branchenführer Anheuser-Busch Inbev ist bereit, Milliarden für die Grupo Modelo auf den Tisch zu legen. Ein Segen für die Aktie?

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Etwas mehr als die Hälfte am Corona-Brauer Grupo Modelo sind bereits im Besitz von Anheuser-Busch Inbev. Jetzt will sich der Weltmarktführer den mexikanischen Konzern ganz einverleiben - für richtig viel Geld. „Schmeckt" das auch den erfolgsverwöhnten Aktionären?

AB Inbev vor Zuschlag

Anheuser-Busch InBev wird seinen Marktanteil aller Voraussicht nach demnächst kräftig ausbauen. Nach Angaben des Wallstreet Journals steht der  weltgrößte Brauereikonzern vor der Übernahme des "Corona"-Herstellers Grupo Modelo. Für die restlichen Anteile - Anheuser besitzt bereits 50 Prozent an Modelo, hat aber keine Kontrollmehrheit im Gremium der Mexikaner - muss Anheuser wohl mindestens zwölf Milliarden Dollar auf den Tisch legen. Noch in dieser Woche könnten beide Unternehmen die Pläne bekannt geben, heißt es aus gut informierten Kreisen.

Gut und teuer

Die geplante Übernahme in Südamerika ist aus strategischer Sicht durchaus sinnvoll. Modelo ist ein großer Player im wichtigen mexikanischen Biermarkt und würde mit der Übernahme AB Inbev zum dortigen Branchenführer machen. Aber auch in den USA wird mexikanisches Bier stark nachgefragt. Genau diese Tatsache könnte aber die Kartellwächter auf den Plan rufen. Denn AB Inbev hat mit seinen Marken Budweiser, Becks und Stella Artois bereits eine starke Stellung im US-Markt. Im Falle der Übernahme kämen die sehr beliebten Marken Corona oder Modelo Especial hinzu und würden AB Inbev in eine dominante Marktposition hieven.

Na denn, Prost!

Beim Blick auf den Aktienkurs scheint klar: AB Inbev hat zuletzt vieles richtig gemacht. Nach einer Phase der Konsolidierung sind genügende Mittel für eine Expansion vorhanden. Die strategische wichtige Komplettübernahme von Grupo Modelo könnte der Aktie einen weiteren Schub verleihen. Daneben sprechen die starke Marktposition sowie eine durchschnittliche jährliche Ergebniswachstumsrate von acht bis neun Prozent für einen weiteren Kursanstieg Richtung Allzeithoch bei 67 Euro. Anleger platzieren ihren Stopp bei 44 Euro.

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