Alfred Maydorn
Mit JinkoSolar hat am Montag ein weiteres chinesisches Solar-Unternehmen eine beeindruckende Quartalsbilanz vorgelegt. Umsatz und Gewinn schossen kräftig in die Höhe, die Erwartungen der Analysten wurden geradezu pulverisiert. Die Aktie legt vorbörslich um über fünf Prozent zu. Auch Yingli Green Energy und Solarfun notieren leicht höher.
Im Vergleich zum Vorjahr hat JinkoSolar den Umsatz um über 300 Prozent auf 132,8 Millionen Dollar in die Höhe geschraubt, das Gewinnwachstum lag sogar bei über 4.000 Prozent. Unter dem Strich blieben im zweiten Quartal 26,6 Millionen Dollar beim chinesischen Solarkonzern hängen. Pro Aktie entspricht das 1,39 Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie die 0,58 Dollar, die von den Analysten erwartet worden waren.
Hohe Margen, verbesserte Prognosen
JinkoSolar hat trotz fallender Verkaufspreise bei Solarmodulen die Margen kräftig anheben können. Darüber hinaus waren die Chinesen gegen den schwachen Euro-Kurs abgesichert. Sowohl für das laufende dritte Quartal als auch für das Gesamtjahr hob das Management die Prognosen an.
Kursanstieg gerechtfertigt
Im Vorfeld der Veröffentlichung der Quartalszahlen hatte die Aktie von JinkoSolar kräftig zugelegt. Der Kurs des erst seit Mai 2010 börsennotierten Titels hat sich in den letzten sechs Wochen mehr als verdoppelt. Das jetzt vorgelegte Ergebnis sowie der angehobene Ausblick zeigen, dass diese Vorschusslorbeeren gerechtfertigt waren. DER AKTIONÄR hatte Ende Juli die Jinko-Aktie zum Kauf empfohlen. Seitdem hat der Kurs um rund 30 Prozent zugelegt.
Jinko und Yingli halten, Solarfun kaufen
Vorbörslich notiert die Aktie von JinkoSolar gut fünf Prozent höher bei 19,98 Dollar, auch Yingli Green Energy und Solarfun werden etwas höher taxiert. Solarfun hatte Anfang August ebenfalls sehr gute Zahlen vorgelegt, Yingli wird seine Quartalsbilanz am 19. August präsentieren. DER AKTIONÄR rät, die Positionen von JinkoSolar und Yingli weiter zu halten, bei Solarfun kann auf dem aktuellen Niveau zugekauft werden.