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Die Lieblingsaktien der Redaktion (Teil 6)

Alfred Maydorn

2011 war ein nervenaufreibendes und am Ende sehr schwaches Börsenjahr: DAX, TecDAX und Co verbuchten teils deutliche Verluste. Nun fragen sich die Anleger: Welche Aktien sind interessant und haben das Potenzial, den Markt in den kommenden Monaten hinter sich zu lassen? In seiner Serie "Die Lieblingsaktien der Redaktion" gibt DER AKTIONÄR auf diese Fragen die richtigen Antworten.

Eines der beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2011 war zweifellos Apple´s iPad. Und auch das iPhone dürfte in zahlreichen Wohnzimmern den Weg unter den Baum gefunden haben. Der Run auf Apple-Produkte im jüngsten Weihnachtsgeschäft dürfte auch den Managern des britischen Chip-Designers ARM Holdings ein Lächeln ins Gesicht zaubern, denn in den meisten Apple-Geräten gibt ein von ARM entwickelter Mikroprozessor den Takt vor.

Einer für alle

Und wenn doch mal kein Apple-Produkt gewünscht wurde, dann ist die Wahrscheinlichkeit dennoch sehr hoch, dass ARM Holdings doch den Weg unter den Christbaum gefunden hat. Denn die Briten fertigen ihre Chips auch für Samsung, LG, Motorola und diverse weitere Hersteller. Und gerade hat auch noch Microsoft angekündigt, sein neues Betriebssystem Windows 8 speziell auf die Chips von ARM Holdings abzustimmen.

Angriff auf Intel

Der anhaltende Run auf die von ARM entwickelten Chips hat einen einfachen Hintergrund: Sie eignen sich aufgrund ihrer hohen Leistung bei einem sehr geringen Stromverbrauch ideal für den Einsatz in mobilen Endgeräten wie Tablet-PCs oder Smartphones. Hier kommt ARM auf einen weltweiten Marktanteil von rund 75 Prozent. Und jetzt wollen die Briten auch den PC-Markt aufmischen. Bis zum Jahr 2015 will ARM im Notebook-Bereich den Anteil von derzeit drei auf über 20 Prozent ausbauen und an der jahrzehntelangen Dominanz des Chipriesen Intel rütteln.

Gewinnverdopplung

Im Vergleich zu Intel mit einem Börsenwert von 120 Milliarden Dollar ist ARM Holdings mit einer Marktkapitalisierung von lediglich zwölf Milliarden Dollar fast als Winzling zu bezeichnen. Aber während der Chipgigant stagniert, wachsen Umsatz und Gewinn bei ARM  rasant. Im dritten Quartal 2011 gelang bei einem 20-prozentigen Anstieg der Erlöse eine Verdopplung der Gewinne.

Gewinner 2012?

Nach einer Versechsfachung des Kurses von 2009 bis Anfang 2011 befindet sich die Aktie von ARM seit fast einem Jahr in einer ausgeprägten Konsolidierung. 2012 könnte das Papier aber wieder an Dynamik gewinnen. Denn egal wer das Rennen bei Tablets, Smartphones und Co macht, die britische ARM Holdings mischt auf jeden Fall kräftig mit. 

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