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"Der Häusermarkt ist über den Berg" - Jetzt einsteigen und dicke Gewinne machen

Florian Westermann

Die beiden US-Großbanken JPMorgan und Wells Fargo haben im dritten Quartal deutlich mehr verdient. Der Hintergrund: "Wir glauben, dass der Häusermarkt über den Berg ist", sagte JPMorgan Vorstandschef Jamie Dimon. Anlegern eröffnet sich damit eine lukrative Chance.

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Das Platzen der Immobilienblase hat die Weltwirtschaft 2007 in eine tiefe Rezession gestürzt, in deren Folge etwa die US-Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz anmelden mussten. In Deutschland mussten Banken und Geldinstitute mit milliardenschweren Bürgschaften der Regierung am Leben erhalten werden.

Doch inzwischen scheint sich das Blatt zu wenden. Der US-Häusermarkt befindet sich wieder im Aufwind und lässt nicht nur die Großbanken JPMorgan und Wells Fargo jubeln. Beide Unternehmen haben im dritten Quartal deutlich mehr verdient. Der Hintergrund: Hausbesitzer zahlen ihre Kredite wieder regelmäßiger. "Wir glauben, dass der Häusermarkt über den Berg ist", sagte JPMorgan Vorstandschef Jamie Dimon. Er traute sich deshalb zu, Rückstellungen für faule Kredite in Höhe von 900 Millionen Dollar aufzulösen.

Sattes Gewinnplus

Der Überschuss des Konzerns stieg um rund ein Drittel auf 5,71 Milliarden Dollar und damit stärker als von Analysten erwartet. Die größte US-Bank profitierte auch davon, dass die Amerikaner dank der allmählichen Wirtschaftserholung und der sinkenden Arbeitslosigkeit ihre Kreditkartenrechnungen wieder pünktlicher begleichen. Das Spekulationsdesaster einer Londoner Abteilung, das im ersten Halbjahr zu Milliarden-Belastungen führte, fiel hingegen kaum noch ins Gewicht.

Von der Erholung des Immobilienmarktes profitiert auch Wells Fargo. Die Bank aus San Francisco ist inzwischen der größten Kreditgeber für Häuser in den USA, ein Drittel aller Immobiliendarlehen stammt vor ihr. Im dritten Quartal verdiente der Konzern 4,94 Milliarden US-Dollar - das war ein Zuwachs von 22 Prozent zum Vorjahreszeitraum und so viel wie noch nie zuvor.

Einige Altlasten aus der Immobilienkrise wirken aber noch nach. So legte JPMorgan weitere 684 Millionen Dollar für die Beilegung von Prozessen wegen krummer Hypothekengeschäfte zurück. Auch Wells Fargo droht noch Ungemach. In dieser Woche verklagte die US-Regierung die Bank wegen Mauscheleien bei der Vergabe von Immobilien-Darlehen. Wells Fargo soll von 2001 bis 2005 mehr als 100.000 staatlich gesicherte Immobilien-Kredite unrechtmäßig vergeben haben. Die Bank weist die Vorwürfe zurück.

Berichtssaison eingeläutet

Mit JPMorgan und Wells Fargo hat die Berichtssaison für die US-Banken begonnen. In der kommenden Woche folgen Citigroup, Bank of America sowie Morgan Stanley und Goldman Sachs. Die Deutsche Bank öffnet ihre Bücher am 30. Oktober.

Aktien von amerikanischen Bau- und Immobilienfirmen haben zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Kein Wunder also, dass der bekannte Multimilliardär Warren Buffet bereits mehrere Investitionen in den Sektor getätigt hat. Zudem liegt die Hausbaubranche auch im TSI-Ranking mittlerweile weit vorne. DER AKTIONÄR hat sich in der aktuellen Ausgabe 43/12, die Sie hier abrufen können, auf die Suche nach den aussichtsreichsten Titeln aus dem Sektor gemacht.

Mit Material von dpa-AFX.

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