Martin Weiß
Der Game-Entwickler Zynga hat mit seinen Zahlen für das vierte Quartal die Prognosen der Analysten zwar leicht übertroffen. Die Anleger reagierten auf die Veröffentlichung dennoch enttäuscht. Der Kurs rutschte nachbörslich um fünf Prozent ab.
Die Quartalszahlen von Zynga, die ersten, seitdem das Unternehmen Ende 2011 an die Börse ging, überzeugen die US-Investoren nicht. Der Kurs der Aktie bröckelt um 4,9 Prozent auf 13,60 Dollar ab, nachdem das Papier im regulären Handel um sieben Prozent auf 14,35 Dollar zugelegt und damit ein neues Hoch markiert hatte.
Schätzungen übertroffen
Im vierten Quartal 2011 stiegen die Erlöse auf 311 Millionen Dollar, ein Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Beim Ergebnis meldete der Konzern, dessen Farmville-Klone zu den Top-Titeln auf Facebook zählen, ein dickes Minus von 435 Millionen Dollar. Um die Kosten für Aktienoptionen bereinigt, betrug der Gewinn 0,05 Dollar pro Aktie. Analysten hatten auf dieser Basis mit einem Überschuss von 0,03 Dollar gerechnet. Die Schätzung für den Umsatz betrug 302 Millionen Dollar.
Zynga hat in den vergangenen Wochen vom Hype um Facebook profitiert. Das größte soziale Netzwerk (845 Millionen Nutzer) wird voraussichtlich im April oder Mai an die Börse gehen. Offiziellen Dokumenten zufolge steuerte der Spieleentwickler 2011 rund zwölf Prozent zum Gesamtumsatz von Facebook bei.
DER AKTIONÄR hat Zynga auf seiner Short-Empfehlungsliste.