Yelp: Short-Empfehlung zahlt sich aus
Unter dem Eindruck der jüngsten Facebook-Nachrichten setzt sich der Abstieg der Yelp-Aktie am Dienstag fort. Der Titel ist trotz der Korrektur deutlich überteuert und bietet daher weiteres Potenzial.
Die Euphorie der Anleger für alles, was mit Social Media zu tun hat, hat sich gelegt. Nachdem Facebook überraschend eine Verlangsamung des Wachstumstempos gemeldet hat, überwiegen in der Branche am Dienstag die Verkäufe. Im Sog der Meldung zeigt auch die Tendenz bei Yelp, dem führenden Online-Bewertungsportal, nach unten.
Wird Yelp die zweite Groupon?
DER AKTIONÄR hat Yelp in seiner aktuellen Ausgabe 18/2012 als Short empfohlen. Die Aktie war schon zum Börsengang (zu 15 Dollar/Aktie) ambitioniert bewertet. Der Hype um das bevorstehende Facebook-IPO riss den Titel bis Ende März dennoch auf 32 Dollar in die Höhe. Seither geht es mit Yelp allerdings abwärts. Der Grund ist eindeutig: Das Papier ist viel zu teuer.
Selbst auf dem aktuellen Kursniveau beträgt das 2012er-KUV noch 11. Die Gewinnzone erreicht die Internetfirma frühestens 2013. Der Rabattmarken-Riese Groupon war nach dem Going Public ähnlich hoch bewertet - seither hat sich der Aktienkurs annähernd gedrittelt.
Was das Geschäftsmodell betrifft, ist Yelp nicht so weit von Groupon entfernt, wie es die Fans des Unternehmens gerne hätten. Beide Unternehmen sind auf ein Heer an Verkäufern angewiesen, die Werbung an Land ziehen. Das geht nicht nur zu Lasten der Kosten. Was mögliche Skaleneffekte betrifft: Die sind begrenzt.
DER AKTIONÄR favorisiert bei Yelp weiter die Short-Seite. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 19,36 Dollar, dem Jahrestief. Das Kursziel beträgt 14 Dollar (circa 11 Euro).
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