Yelp: Mehr Umsatz, mehr Verlust
Das US-Bewertungsportal Yelp hat im ersten Quartal einen Umsatzsprung um 66 Prozent gemeldet und zudem die Prognosen für 2012 erhöht. Die Aktie reagierte nach der Veröffentlichung ebenfalls überraschend. DER AKTIONÄR bleibt skeptisch.
Yelp hat am Mittwoch die Tradition fortgesetzt, wonach die ersten Quartalszahlen nach dem Börsengang immer etwas besser ausfallen als von den Analysten erwartet. Die hatten es zuletzt mit der Internetfirma nicht ganz so gut gemeint. Von den vier Konsortialbanken, die Yelp Anfang März an die Börse gebracht hatten, konnte sich keine zu einer Kaufempfehlung durchringen. Ob die jetzt vorgelegten Q1-Zahlen daran etwas ändern?
Hohes Wachstum - Short geplatzt?
Yelp steigerte den Umsatz im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 66 Prozent auf 27,4 Millionen Dollar. Der Wert lag oberhalb der Konsensschätzung von 25,3 Millionen Dollar.
Das Ergebnis in der Periode fiel mit 9,8 Millionen Dollar (0,31 Dollar je Aktie) erneut tiefrot aus und zudem etwas schwächer als erwartet (0,30 Dollar/Aktie).
Für das zweite Quartal 2012 zeigte sich Yelp, das Umsätze mit Online-Werbung generiert, optimistisch. Der angepeilte Erlös von 29 bis 31 Millionen Dollar liegt ebenso wie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Im Gesamtjahr soll der Umsatz auf 128 Millionen Dollar klettern und auf EBITDA-Basis der Breakeven erreicht werden (vielleicht sogar ein kleiner Überschuss).
Korrektur wahrscheinlich
DER AKTIONÄR hat bei Yelp den Aufbau einer Short-Position empfohlen und hält trotz der Q1-Zahlen an der negativen Einschätzung fest. Das Bewertungsportal hat die Prognosen übertroffen - das war ohnehin erwartet worden (wie der magere Anstieg nach der Veröffentlichung zeigt). Zudem ist der Verlust weiter gestiegen. Die Bewertung der Titel ist zu hoch, eine Korrektur wahrscheinlich.
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