Andreas Deutsch
Die lebende Investmentlegende Warren Buffett hat die amerikanische Wirtschaftspolitik in der Krise 2008 gelobt. "Das Vorgehen der Regierung war bemerkenswert erfolgreich", schrieb Buffett in einem Dankesbrief, den die New York Times veröffentlich hat. Uncle Sam habe beherzt zugepackt und gehandelt.
"Lieber Onkel Sam, meine Mutter hat mir beigebracht, ein Dankeschön sofort zu überbringen. Ich bin nachlässig gewesen", heißt es in Buffetts offenem Brief. "Oft bist Du verschwenderisch, und manchmal bist Du herrisch. Gelegentlich bist Du geradezu unerträglich." Doch dieses Mal, so Buffett, sei das Krisenmanagement ziemlich gut gewesen für Regierungsarbeit. "Nur eine Gegenkraft war vorhanden, und das warst Du, Uncle Sam."
"Beherzt zugepackt"
Dieses Mal habe die Regierung nicht unbeholfen oder unfähig agiert, schreibt Buffett weiter. Sie habe beherzt zugepackt und gehandelt, auch wenn er nicht wisse, wie genau sie dieses Kunststück geschafft habe.
Buffetts Äußerungen kommen in einer Zeit, in der es nicht zum Besten steht mit dem Selbstvertrauen der Amerikaner. Die Arbeitslosenquote in den USA beträgt 9,6 Prozent, der Schuldenberg beläuft sich auf knapp 1,3 Billionen Dollar. Die amerikanische Notenbank versucht seit Monaten, mit billigem Geld die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Bislang stellt sich kein rechter Erfolg ein.

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