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Warren Buffett: Wird ein Bauer sein Nachfolger?

Norbert Sesselmann

Das Investmentimperium Berkshire Hathaway soll in Familienhand bleiben: Warren Buffett wünscht sich, dass sein ältester Sohn Howard ihm als Verwaltungsratchef folgt, wenn er einmal stirbt.

Der Investor Warren Buffett hat erstmals öffentlich bekanntgegeben, dass ihm sein ältester Sohn Howard als Verwaltungsratschef seines Investmentimperiums Berkshire Hathaway folgen soll. Howard Buffett ist Bauer und führt seinen eigenen Betrieb. Sein Sohn verstehe die Kultur und Werte der Firma, sagte Buffett Senior dem US-Fernsehsender CBS in einem Interview.

Sohn soll kontrollieren

„Ich war überrascht", sagt Howard Buffett zum Wunsch seines Vaters, dass er ihm einmal folgen solle. Und er scherzt: „Solange ich weiter Landwirtschaft betreiben kann, ist das aber okay." Der Job bei Berkshire wäre sowieso kein Vollzeitposten: Als Verwaltungsratschef würde er nicht ins Tagesgeschehen eingreifen, sondern das Management kontrollieren. Warren Buffett ist heute beides: Konzernchef und sein eigener Aufseher.

Wer wird Konzernchef?

Wer einmal der neue Konzernchef werden soll, bleibt unklar. Eine Reihe von Personalentscheidungen legen aber nahe, dass Buffett die Macht aufteilen möchte. Ein Manager könnte sich etwa um di rund 80 eigenen Tochterfirmen von Berkshire Hathaway kümmern, ein anderer die milliardenschweren Investments steuern. Mit Ted Weschler und Todd Combs hat Buffett bereits zwei Kronprinzen aufgebaut.

Weiterhin kaufenswert

Für langfristig orientierte Anleger ist die Aktie von Berkshire nach wie vor ein Basisinvestment. Buffett selbst hält sein Unternehmen für unterbewertet. Deshalb hatte er bereits im September angekündigt, eigene Aktien zurückzukaufen. Diese Plan hat seine Wirkung nicht verfehlt: Der Kurs der Aktie ist wieder deutlich über 100.000 Dollar gestiegen. Die B-Aktie notiert bei 58 Euro - 25 Prozent höher als noch vor drei Monaten.

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