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Wall Street schließt fest - Run auf Aktien

Der überraschend geringe Anstieg der US-Erzeugerpreise hat an den US-Aktienmärkten Kauflaune ausgelöst. Die Erzeugerpreise sind im Juli um 0,1 Prozent gegenüber Juni gestiegen und blieben damit deutlich unter dem von Analysten erwarteten Anstieg von 0,4 Prozent. Der Markt blicke nun auf die Verbraucherpreise, die am Mittwoch mitgeteilt werden. Aktien von PC-Herstellern legten deutlich zu.

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Der überraschend geringe Anstieg der US-Erzeugerpreise hat an den US-Aktienmärkten Kauflaune ausgelöst. Die Erzeugerpreise sind im Juli um 0,1 Prozent gegenüber Juni gestiegen und blieben damit deutlich unter dem von Analysten erwarteten Anstieg von 0,4 Prozent. Der Markt blicke nun auf die Verbraucherpreise, die am Mittwoch mitgeteilt werden. Aktien von PC-Herstellern legten deutlich zu.

Die Kernrate, das sind die Erzeugerpreise ohne die Preistreiber Lebensmittel und Energie, gab um 0,3 Prozent nach, während von Dow Jones befragte Volkswirte im Konsens mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet hatten. Die überraschend verhaltene Inflationsentwicklung beruht nach Einschätzung von Volkswirten jedoch vor allem auf Rabatten im Kfz-Großhandel. Dennoch wurden am Dienstag Zinsängste deutlich vermindert. "Es ist noch verfrüht, jetzt schon von einem Ende der Zinserhöhungen zu sprechen, zumal die Konsumentenpreise ein besseres Bild über mögliche Inflationstendenzen liefern", sagte US-Ökonom Kenneth Beauchemin von Global Insight gegenüber der Financial Times Deutschland . Der Konsumentenpreisindex wird am Mittwoch eine Stunde vor US-Handelsbeginn veröffentlicht.

Marktdaten

Der Dow Jones kletterte am Dienstag zum Handelsschluss um 1,2 Prozent auf 11.230 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 zog um 1,4 Prozent auf 1.286 Zähler an. Der Nasdaq stieg um 2,2 Prozent auf 2.115 Punkte.

Einzelwerte

Dell gewannen 4 Prozent auf 22,08 Dollar, obwohl der weltgrößte PC-Hersteller wegen Brandgefahr 4,1 Millionen von Sony produzierte Akkus für seine Notebooks zurückrufen muss. Auch Hewlett-Packard notierten fester. Die Papiere gingen mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 33,99 Dollar aus dem Handel.

Agilent Technologies verteuerten sich um 9,3 Prozent auf 31,12 Dollar. Das Unternehmen hat mit seinen Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres Prognosen des Marktes übertroffen. Vor Sonderposten verdiente Agilent 0,46 Dollar je Aktie, während Analysten mit 0,41 Dollar gerechnet hatten.

Bei den US-Einzelhändlern erlitt Wal-Mart einen Gewinneinbruch. Die Papiere verbilligten sich um 1,2 Prozent auf 44,55 Dollar, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal beim Umsatz hinter den Analystenprognosen zurückblieb.

Die Baumarktkette Home Depot verbuchte das schwächste Gewinnwachstum seit mehr als drei Jahren. Dennoch lag das Ergebnis bei Umsatz und Ertrag über den Prognosen, die Aktie stieg daraufhin um 3,5 Prozent auf 34,44 Dollar. Eine Klage gegen Home Depot forderte die Offenlegung der bisherigen Praxis des Unternehmens im Umgang mit Aktienoptionen. Allerdings erwartet der Betreiber der US-Baumarktkette daraus keine essenziellen Auswirkungen auf sein Geschäft.

Nikkei-225 über 16.000 Punkte

Die Börse in Tokio tendierte am Mittwoch zum Handelsschluss fest. Getragen von Hoffnungen auf ein Ende des Zinserhöhungszyklus in den USA gewann der Nikkei-225 rund 255 Punkte auf 16.071 Zähler und steht damit auf dem höchsten Niveau seit Ende Mai. Händler berichten von einer Rallye auf breiter Front nach den positiven Vorgaben der Wall Street in Reaktion auf die US-Erzeugerpreise.

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