Norbert Sesselmann
Es wird wieder spannend an der Börse: In einem Zeitraum von anderthalb Monaten legen fast alle börsennotierten US-Konzerne ihre Geschäftsberichte vor. Den Start machte traditionell Alcoa am Montag. Am Freitag folgt mit JPMorgan die erste Großbank. Darauf müssen sich Anleger insgesamt einstellen.
Die Berichtssaison in den USA ist am Montag traditionell mit Alcoa gestartet. Der Aluminiumkonzern verzeichnete zu Jahresende zwar einen Quartalsverlust, gab sich aber für 2012 optimistisch und rechnet mit einer anziehenden Nachfrage nach dem Leichtmetall. Der Konzern gilt als Frühindikator für die Entwicklung der Konjunktur, da Aluminium bei der Herstellung vieler Güter von Nöten ist.
Großbank am Freitag
Am Freitag wird dann mit JPMorgan die erste Großbank über die abgelaufenen Geschäfte berichten. Für das viertel Quartal erwarten Analysten ein Umsatzminus von 13 Prozent und einen Rückgang beim Gewinn von 19 Prozent auf 0,91 Dollar je Aktie.
Langsameres Wachstum
Den ersten Höhepunkt erreicht die "Earnings Season" in der nächsten Woche: Dann präsentieren Ikonen der US-Wirtschaft wie American Express, Google, Intel, IBM und Microsoft ihre Zahlen. Im Durchschnitt rechnen die Analysten für das viertel Quartal mit einer Gewinnsteigerung der US-Firmen von 7,2 Prozent. Ende September hatten die Experten noch ein Gewinnplus von rund 14 Prozent prognostiziert.
Deutschland-Start: 24. Januar
In Deutschland startet die DAX-Berichtssaison erst am 24. Januar mit dem Zahlenwerk des Elektronikkonzerns Siemens. Einen Tag später wird die Softwarefirma SAP berichten. Insgesamt bleibt viel Spielraum für positive, aber auch für negative Überraschungen. Vor allem die Aussichten für die weitere Geschäftsentwicklung werden die Märkte in den nächsten Wochen bewegen.