Update Yelp: Aktienkurs bricht um neun Prozent ein
Der starke Umsatzzuwachs im ersten Quartal 2012 lässt die Yelp-Aktionäre kalt. Die Aktie gerät am Donnerstag stark unter Abgabedruck und durchschlägt gleich zwei Unterstützungen. Der Short nimmt hingegen weiter Fahrt auf.
Nur kurz währte die Freude über das vermeintlich gute Abschneiden von Yelp in den ersten drei Monaten. Das führende Online-Bewertungsportal hat am Vorabend einen Umsatzanstieg um 66 Prozent gemeldet. Der Aktienkurs reagierte im frühen US-Handel zunächst mit leichten Aufschlägen - seither geht es aber massiv bergab. Am späten Vormittag (New Yorker Zeit) beträgt der Kursverlust gegenüber Mittwoch bereits 8,6 Prozent.
Mehr Umsatz, mehr Verlust
Wie vom AKTIONÄR befürchtet, kann Yelp seine Erlöse nur auf Kosten höherer Marketingausgaben steigern. Von Skaleneffekten keine Spur.
Im ersten Quartal betrug der Umsatz 27,4 Millionen Dollar, ein Plus von 66 Prozent verglichen mit Q1 2011. Die Kosten für Sales und Marketing sind im gleichen Zeitraum um 67 Prozent in die Höhe geschossen.
Im Klartext: Für jeden Dollar, den Yelp mehr eingenommen hat, wurden 0,68 Dollar zusätzlich in das Marketing investiert.
Da auch die sonstigen Kosten bei Yelp stark zugenommen haben, geht die Rechnung für das Unternehmen nicht auf. Der Verlust ist gegenüber dem Vorjahr um sieben Millionen Dollar auf 9,8 Millionen Dollar gestiegen.
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Yelp ist nicht schlecht per se. Die Aktie ist einfach zu teuer. Das Kursziel beträgt elf Euro, ein Stopp bei 23 Euro sichert die Short-Position ab.
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