Alfred Maydorn
Schlechte Zahlen, ein mauer Ausblick, Herabstufungen durch die Analysten – die Aktie des US-Unternehmens Sunpower lädt derzeit wirklich nicht zum Kauf ein. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Verlockend ist zumindest der niedrige Kurs.
Schlechte Zahlen, ein mauer Ausblick, Herabstufungen durch die Analysten – die Aktie des US-Unternehmens Sunpower lädt derzeit wirklich nicht zum Kauf ein. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Verlockend ist zumindest der niedrige Kurs.
Die gestern Abend vorgelegten Zahlen vom US-Solarunternehmen Sunpower waren mies, keine Frage. Die ohnehin schon niedrigen Erwartungen der Analysten wurden nochmals unterboten(Derber Dämpfer Für Sunpower: Enttäuschende Zahlen).
Alles schon erwartet?
Aber so richtig überrascht schien man dennoch nicht von den schwachen Zahlen zu sein. Die Analysten hielten weitgehend an ihren bestehenden Einschätzungen fest, lediglich die Kursziele wurden leicht (nach unten) angepasst. Es scheint, als haben die meisten eine Verfehlung der Erwartungen schon eingeplant. Das erklärt auch, warum der Kurs nach der Eröffnung in den USA zwar zunächst auf 24,10 Dollar nachgab, sich dann aber schnell auf über 26 Dollar erholte.
Kurzzeitig hat die Aktie heute ihren Aufwärtstrendkanal nach unten verlassen, ist aber sofort wieder in ihn zurückgekehrt. Die untere Begrenzung verläuft bei 24,50 Dollar
Kaufen und absichern
Bei Sunpower trifft vielleicht wirklich die Börsenweisheit zu Buy on bad news, also Kaufe bei schlechten Nachrichten. Das funktioniert vor allem dann, wenn eine Aktie im Vorfeld der Nachrichten bereits schwach war. Wie etwa bei Sunpower, die seit Jahresbeginn über 30 Prozent nachgegeben hat, während viele andere Solartitel schon längst wieder positive Vorzeichen haben. Fazit: Mutige Anleger greifen zu und sichern die Position mit einem Stopp bei 22,50 Dollar oder umgerechnet 17,00 Euro ab.
