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Starbucks-Aktie: Schock-Zustand nach den Zahlen

Michael Herrmann

Die europäische Schuldenkrise setzt auch der Kaffeehauskette Starbucks stark zu. Weil die Geschäft in Europa im ersten Halbjahr schlecht gelaufen sind, hat der US-Konzern nun sogar seine Gewinnprognose gesenkt. Die Aktie der größten Kaffeehauskette der Welt ist daraufhin kräftig abgeschmiert. Wie schlimm steht es wirklich um Starbucks?

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Einen Umsatzanstieg von 13 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar und ein um 19 Prozent verbesserter Gewinn 333 Millionen Dollar oder 0,43 Dollar je Aktie - Auf den ersten Blick lesen sich die Zahlen des Kaffeeriesen Starbucks mehr als ordentlich. Analysten hatten im Vorfeld allerdings einen Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,45 Dollar erwartet.

Europa schwächelt

Hauptgrund für die leicht unter den Erwartungen ausgefallenen Zahlen ist das schleppende Europa-Geschäft.  Statt Hoffnung auf Besserung verbreitete Starbuck zudem Ernüchterung. Europa bleibe auch künftig der "mit Abstand herausforderndste Teil der Welt" für Starbucks, betonte Finanzchef Troy Alstead. Starbucks hat deshalb sogar seine Gewinnprognose für das laufende vierte Geschäftsquartal leicht von 0,44 bis 0,45 Dollar gesenkt.

Aktie bleibt ein Kauf

Anleger quitieren die Zahlen mit einem saftigen Abschlag von über neun Prozent. Dabei wird aber übersehen, dass sich Starbucks außerhalb Europas, und besonders im Heimatmarkt USA ist Starbucks, weiterhin sehr stark entwickelt. Mit neuen Produkten für den Heimverzehr wie Kapseln, Pads oder Energy Drinks, hat sich Starbucks zudem attraktives Zusatzpotenzial erschlossen, die eine kurzfristige Flaute der europäischen Filialen mehr als ausgleichen sollten. Selbst auf Basis der gesenkten Gewinnprognose würde Starbucks zudem noch rund 20 Prozent mehr verdienen als im Vorjahr. Das Kursziel lautet weiter 57,50 Euro. Ein Stopp bei 33,50 Euro sichert ab.

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