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Starbucks: Kalter Kaffee

Caro Detzer

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Der Wirtschaftsabschwung reißt tiefe Narben in die Bilanz des Kaffeeriesen Starbucks. Konzernumbau, Stellenstreichungen und die stärker werdende Konkurrenz vermiesen der US-Kaffeehauskette die Weihnachtsstimmung.

Der Wirtschaftsabschwung reißt tiefe Narben in die Bilanz des Kaffeeriesen Starbucks. Konzernumbau, Stellenstreichungen und die stärker werdende Konkurrenz vermiesen der US-Kaffeehauskette die Weihnachtsstimmung.

Die US-Kaffeehauskette Starbucks muss weitere Umsatzeinbußen hinnehmen. In den Filialen, die seit rund einem Jahr bestehen, verbuchte der Kaffeeriese in den ersten neun Wochen des ersten Quartals des Geschäftsjahres ein dickes Umsatzminus von neun Prozent. Die Konzernleitung geht davon aus, dass die Erwartungen für das gesamte erste Quartal nicht erfüllt werden können. Eine konkrete Prognose will Starbucks aufgrund der unsicheren Umsatzerwartungen nicht abgeben. Analysten gehen jedoch von einem Gewinn von 22 Cent pro Aktie aus, was immerhin einer kleinen Steigerung zum Vorquartal entspricht.

Sparkurs drückt die Bilanz

Schuld sind laut Konzernangaben neben den Auswirkungen der Finanzkrise auch die hohen Kosten für den Konzernumbau. Schließlich forderten eine viel zu schnelle Expansion und sinkende Gewinne ihren Tribut und handeln war angesagt. Filialschließungen und massiver Stellenabbau waren die Folge. Insgesamt kamen damit Gesamtaufwendungen in Höhe von 168 Millionen Dollar zustande. Mit diesen Maßnahmen will Starbucks im Geschäftsjahr 2009 bis zu 210 Millionen Dollar einsparen und erhofft sich einen deutlichen Gewinnzuwachs.

Aktie auf Abwegen

Zu schaffen machen dem Kaffee-Röster auch weiterhin die McCafes aus dem Hause McDonald's als günstigere Alternative. Mit Rabattkarten will Starbucks dagegensteuern und Stammkunden halten sowie weitere Kunden dazu gewinnen, erläutert Starbucks Marketingchef Terry Davenport. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich Starbucks bereits seit November 2006 auf Talfahrt befindet. Die Aktie hat seitdem über 75 Prozent an Wert verloren und scheint diesen Trend auch vorerst nicht zu beenden. Jeffrey A. Bernstein, Analyst von Barclays Capital, stuft die Aktie von Starbucks unverändert mit „equal weight" ein. Das Kursziel wurde von 13 auf zehn Dollar gesenkt, was ungefähr 7,75 Euro entspricht. Ein Engagement in Starbucks drängt sich daher derzeit nicht auf.

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