Starbucks: In Europa wird der Kaffee kalt
Den Menschen in Europa ist der Durst auf Starbucks-Kaffee etwas vergangen. Die weltgrößte Kaffeehauskette bekommt die Krise zu spüren. Im dritten Quartal liefen die Geschäfte schlechter als erwartet. Grund zur Beunruhigung?
Bei der amerikanischen Kaffeehauskette Starbucks läuft das Europageschäft im laufenden Geschäftsquartal schlechter als erwartet. "Die Krise in Europa setzt uns weiter zu, diese war bereits im ersten Quartal der Fall, im zweiten sogar noch mehr und im dritten Quartal hat es uns schlimmer erwischt als wir es angenommen haben. Das dritte Quartal ist noch nicht vorbei, aber es ist klar, dass das schwächelnde Europa-Geschäft den Gewinn beeinträchtigen wird", so CFO Troy Alstead.
Nicht nur Kaffee
Anleger sollten sich von dieser Meldung nicht beunruhigen lassen. Das Hauptgeschäft macht Starbucks in den USA. Außerdem werden ständig neue Geschäftsbereiche erschlossen, die weiteres Wachstum versprechen und die Abhängigkeit zum Kaffeegeschäft verringern. So hat Starbucks im Herbst letzten Jahres Evolution Fresh übernommen. Der Hersteller von Frucht- und Gemüsesäften soll nämlich nur der Anfang eines groß angelegten Einstiegs in den Gesundheits- und Wellnessmarkt sein. Eine völlig neue Kette soll demnächst an der US-Westküste entstehen. Neben Fruchtsäften soll in den neuen Läden auch gesundes Essen angeboten werden.

The trend is your friend
Starbucks trifft den Geschmack seiner Kunden - bisher mit Kaffee und vielleicht schon bald mit Fruchtsäften oder anderen Produkten. Im letzten Geschäftsjahr setzte die Kaffeehauskette 11,7 Milliarden Dollar um - ein Rekordwert. Der Gewinn stieg auf 6,7 Milliarden Euro - ebenfalls Rekord. Auch in diesem Jahr werden neue Bestmarken angepeilt. In den letzten zwölf Monaten hat das Papier auf Eurobasis 80 Prozent zugelegt und bleibt weiterhin ein Kauf. Stopp: 35 Euro.
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